Positionierungen der BAG EJSA

Hier finden Sie Positionierungen der BAG EJSA zu Themen, die für die Jugendsozialarbeit relevant sind.

Durch die Corona-Krise erneut abgehängt?

Ausbildung und Teilhabe für alle jungen Menschen - jetzt erst recht!

Zwischenruf, beschlossen von den Vorständen am 1. Juli 2020

Die Bundesarbeitsgemeinschaften der evangelischen und katholischen Jugendsozialarbeit haben gemeinsam einen Zwischenruf verfasst, indem sie auf die Situation junger Menschen im Übergang in Ausbildung in der aktuellen Situation hinweisen.

In ihrem Zwischenruf „Durch die Corona-Krise erneut abgehängt? Ausbildung und Teilhabe für alle jungen Menschen – jetzt erst recht!“ analysieren die Bundesarbeitsgemeinschaften die Situation für die Zielgruppen der Jugendsozialarbeit und fordern:

Die Politik muss die prekären Lebenslagen, die Isolation und die Ängste von jungen Menschen an der Schwelle zum Erwachsenwerden im Kontext dieser Pandemie in den Blick nehmen und für gerechte Bildungs- und Ausbildungschancen sorgen!

 

Evangelische Jugendsozialarbeit für ein inklusives SGB VIII

Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA), verabschiedet vom Hauptausschuss am 13. Mai 2020

Der Paragraf 13 entspricht in seinem Wortlaut genau den Bedarfen seiner Zielgruppen. Er ist so offen gestaltet, dass damit flexibel auf die sich verändernden Bedarfe reagiert werden kann. Und er ist im besten Sinne des Wortes inklusiv, denn mit Blick auf seine Zielgruppe der 12-27 jährigen, die sich den Herausforderungen des Erwachsenwerdens stellen müssen und deshalb mindestens temporär alle auf Unterstützung angewiesen sind, ist er offen für alle jungen Menschen.

Die BAG EJSA sieht mit Blick auf die Zielgruppen und Handlungsfelder der Jugendsozialarbeit ein erhebliches Umsetzungsdefizit, das durch Präzisierungen im Rahmen einer Weiterentwicklung des SGB VIII vermindert werden muss. Eine konkrete Normierung des Handlungsfeldes „Schulsozialarbeit“ als Ergänzung von Paragraf 13 oder an anderer Stelle hält sie für nicht erforderlich.

Schulsozialarbeit systematisch und bundesweit etablieren

Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA), verabschiedet vom Hauptausschuss am 13. Mai 2020

Schulsozialarbeit ist ein sich stark ausweitendes Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe. Trotzdem befindet sich die Schulsozialarbeit in den meisten Bundesländern in einer rechtlich uneindeutigen Lage. Nur in wenigen Bundesländern gibt es bisher gesetzliche Regelungen explizit für Schulsozialarbeit, in einigen Bundesländern gibt es Richtlinien, nach denen die Schul­sozialarbeit gefördert wird. In den meisten Ländern ist damit die Schulsozialarbeit noch immer abhängig von Förderprogrammen mit begrenzten Laufzeiten.

Dieser Zustand ist so nicht haltbar. Die Erfolge der Schulsozialarbeit gründen auf Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und insbesondere auf kontinuierlichen Beziehungen. Diese sind nur durch eine for­male und damit auch rechtliche Klärung zu erreichen.

Evangelische Jugendsozialarbeit für die Abschaffung verschärfter Sanktionen im SGB II für unter 25-Jährige

Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA), verabschiedet vom Hauptausschuss am 13. Mai 2020

Sanktionen im SGB II sollen als Druckmittel und Anreiz bewirken, dass Leistungsbezieher*innen ihren gesetzlichen Pflichten nachkommen und sich um eine Arbeitsaufnahme bemühen. Dabei hat der Gesetzgeber die Sanktionsregeln für unter 25-Jährige (U25) strenger ausgestaltet als bei Älteren.

Die BAG EJSA setzt sich dafür ein, dass im Zuge der Neuregelung der Sanktionen im SGB II die generelle Praxis der Anwendung von Sanktionen reformiert und dabei auch die ver­schärften Sanktionsregelungen im SGB II für unter 25-Jährige abgeschafft werden.

Schulbezogene Jugendsozialarbeit im Selbstverständnis der BAG EJSA

Verabschiedet vom Hauptausschuss der BAG EJSA am 22. Juni 2017.

Schulbezogene Jugendsozialarbeit ist ein wichtiges Feld Evangelischer Jugendsozialarbeit. Getragen von der Überzeugung, dass jeder Mensch in seiner Einzigartigkeit von Gott geliebt ist, ist es für die Evangelische Jugendsozialarbeit ein zentrales Anliegen, in ihrer Arbeit gerade auch am Ort Schule zur Förderung von Gerechtigkeit, zum Abbau struktureller Benachteiligung und zur Unterstützung von chancenarmen jungen Menschen beizutragen. Die Evangelische Jugendsozialarbeit setzt sich besonders für sozial benachteiligte und individuell beeinträchtigte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ein.

Schulbezogene Jugendsozialarbeit im Selbstverständnis der BAG EJSA - eine Standtortbestimmung

Verabschiedet vom Hauptausschuss der BAG EJSA am 15. März 2017.

Die vorliegende Standortbestimmung beschreibt Schulsozialarbeit1 aus Sicht der evangelischen Jugendsozialarbeit. Sie stellt die zentralen konzeptionellen Merkmale und notwendigen Rahmenbedingungen als Voraussetzungen zur Sicherung der Qualität von Schulsozialarbeit vor. Neben der hier beschriebenen Schulsozialarbeit gibt es verschiedenste Formen der Kooperation von Jugendsozialarbeit und Schule.

Forderungen der BAG EJSA für eine bedarfsgerechte Förderung von jungen Geflüchteten

Verabschiedet in der Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) am 12. Oktober 2016.

Junge Menschen mit Fluchterfahrung sind in erster Linie junge Menschen. Für sie gelten die UN-Kinderrechtskonvention und die Standards der Kinder- und Jugendhilfe nach SGB VIII. Die Jugendsozialarbeit setzt sich dafür ein, dass die jungen Geflüchteten – begleitete, unbegleitete Minderjährige ebenso wie junge Volljährige – eine frühzeitige und bedarfsgerechte Förderung für ihre gesellschaftliche, schulische und berufliche Integration erhalten.

„Integration braucht ein Gesamtkonzept!“

Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit fordert weitere Investitionen in Jugendhilfe, Bildung und Ausbildung. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit setzt sich dafür ein, dass alle jungen Menschen die Hilfe und Beratung bekommen, die sie für ein gelin-gendes Aufwachsen und den Einstieg in den Beruf brauchen. Das gilt für diejenigen, die in Deutschland aufgewachsen sind, ebenso wie für zugewanderte junge Menschen, die nun neu in unser Bildungs- und Ausbildungssystem einmünden, sich integrieren und an unserer Gesellschaft teilhaben wollen. Einige von ihnen brauchen dabei stärkere Unterstützung und Förderung – aus Sicht der Jugendsozialarbeit präzisieren wir mit diesem Papier, wie dies gelingen kann.

Junge Frauen und Mädchen nach der Flucht - vom Regen in die Traufe!?

Eine Positionierung der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit zur momentanen Situation in Deutschland, verabschiedet vom Vorstand im Dezember 2015.

Frauen und junge Mädchen begeben sich sehr viel seltener alleine auf die Flucht. Sie und ihre Angehörigen wissen, dass ihr Weg noch gefährlicher ist, als der der Männer. Die BAG EJSA fordert gendersensible Handlungsansätze als Standard für die Arbeit mit Geflüchteten.

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Fluchterfahrung von Anfang an begleiten!

Positionen der Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit zum Jahresthema „Junge Flüchtlinge in Deutschland“

Die BAG EJSA setzt sich dafür ein, dass die Kinder- und Jugendhilfe mit ihren Unterstützungsmöglichkeiten bereits in den Gemeinschaftsunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen präsent und wirksam wird – auch im Rahmen dezentraler Unterbringung. Nur so ist gewährleistet, dass der Vorrang des Kindeswohls auch hier sichergestellt wird.

Angebote der Kinder- und Jugendhilfe sind für alle geflüchteten jungen Menschen da! Plädoyer für eine Perspektiverweiterung

Nachdem die Gesetzesänderung zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung (VdUVB) ausländischer Kinder und Jugendlicher Mitte Juli vom Bundeskabinett beschlossen wurde, plädiert die BAG EJSA dafür, den Gesetzestitel ernst zu nehmen und auch begleitete ausländische Kinder und Jugendliche in den Blick zu nehmen.

Teilzeitberufsausbildung fördert gesellschaftliche Teilhabe von jungen Eltern!

Verabschiedet vom Hauptausschuss der BAG EJSA am 05.03.2015.
Die Teilzeitberufsausbildung ist ein erfolgreiches Modell innerhalb des dualen Berufsausbildungssystems, das zu einem anerkannten Berufsabschluss führt und dabei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aktiv fördert. Grundsätzlich ist eine Berufsausbildung in Teilzeit in jedem Ausbildungsberuf möglich. Die hier vorgelegten Empfehlungen zur Teilzeitberufsausbildung fokussieren die Gruppe der jungen Eltern und hier insbesondere die Gruppe der alleinerziehenden Frauen, eine Zielgruppe der Jugendsozialarbeit.

Jungen Flüchtlingen Bildung und Ausbildung sichern!

Jugendsozialarbeit will und muss auch junge Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus erreichen und gezielt fördern, damit deren Chancen auf einen Schul- und Berufsabschluss gesteigert und möglichst gesichert werden. Dazu hier Forderungen des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit zur Verbesserung der Situation junger Menschen ohne langfristig gesicherten Aufenthalt in Deutschland, veröffentlicht im Juni 2014. Damit die Förderung junger Flüchtlinge konsequenter erfolgen kann, werden notwendige Änderungen sowohl bei den Rahmenbedingungen als auch für die konzeptionellen Zugänge aufgezeigt.

Mädchensozialarbeit heute – eine Standortbestimmung der BAG EJSA

Am 13. November wurde das Papier „Mädchensozialarbeit heute – eine Standortbestimmung“ vom Hauptausschuss der BAG EJSA verabschiedet. Die Standortbestimmung der Mädchensozialarbeit ist die Aktualisierung, des Selbstverständnisses Mädchensozialarbeit aus dem Jahr 2000. Die Inhalte wurden im Fachbeirat Mädchensozialarbeit in Zusammenarbeit mit Fachkräften aus den Einrichtungen ausgearbeitet. Als Akteurinnen der Mädchensozialarbeit setzen wir uns für eine solidarische, tolerante, demokratische und gewaltfreie Gesellschaft ein, in der allen Menschen unabhängig von Religion, Bildungsstand, Alter, ethnischer Herkunft, politischer Weltanschauung und Geschlecht der gleiche Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe ermöglicht wird. Die Mädchensozialarbeit fokussiert dabei auf die Herstellung einer gerechten und gleichen Teilhabe beider Geschlechter in allen Bereichen.

ANSCHLUSS VERPASST ODER ABGEHÄNGT?

Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf benachteiligte Jugendliche und die (Evangelische) Jugendsozialarbeit und Konsequenzen: Ausgehend von einer kurzen Schilderung der Ausgangssituation werden für die Jugendsozialarbeit relevante Aspekte zum demografischen Wandel aufgezeigt, Chancen und Risiken für benachteiligte junge Menschen dargestellt und Anforderungen für einen zukunftsorientierten Umgang mit den anstehenden Herausforderungen benannt.

Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen: Die Vision einer guten Schule

In dem vom Fachbeirat Bildung entwickelten und vom Hauptausschuss verabschiedeten Papier "Vision einer guten Schule" werden Kriterien und gelingende Faktoren dazu vorgestellt, wie aus Sicht der Jugendsozialarbeit Schule so gestaltet und weiterentwickelt werden kann, dass alle Kinder und Jugendlichen einen möglichst guten und nachhaltigen Zugang zu Bildung erhalten können. Die BAG EJSA sucht mit ihren Vorschlägen das Gespräch und den fachlichen Austausch mit ExpertInnen im Bereich Bildung und mit den KollegInnen in den Schulen.

Forderungspapier der BAG EJSA zum Thema "Jugendarmut"

Armut als Realität im Leben von Jugendlichen wird in Deutschland kaum wahrgenommen. Die Öffentlichkeit realisiert nur sehr selten, dass der prozentuale Anteil der von Armut
Betroffenen im Jugendalter besonders hoch ist.Im Jahr 2010 hat die BAG EJSA im Rahmen der Arbeit an ihrem Jahresthema "JugendARMUT? NEIN Danke! - Evangelische Jugendsozialarbeit gegen soziale Ausgrenzung" ein Forderungspapier erstellt.