Jugendsozialarbeit und Schule

Schulbezogene Jugendsozialarbeit und Schulsozialarbeit sind kontinuierliche professionelle Angebote der Jugendhilfe. Während sich die Angebote der Schulsozialarbeit grundsätzlich an alle Schülerinnen und Schüler einer Schule richten, wenden sich Angebote der schulbezogenen Jugendsozialarbeit an spezifische Zielgruppen.

Lisa F. Young/Adobe Stock

Schulbezogene Jugendsozialarbeit

Die schulbezogene Jugendsozialarbeit gehört zum Kerngeschäft der Jugendsozialarbeit. Sie arbeitet mit benachteiligten und von Benachteiligung bedrohten jungen Menschen (und ihren Eltern) in Schulen oder in Kooperation mit Schulen.

Die schulbezogene Jugendsozialarbeit bietet jungen Menschen in vielfältige Angeboten Unterstützung für einen erfolgreichen Schulbesuch und einen gelungenen Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf an.

Ausführlich beschrieben haben wir die schulbezogene Jugendsozialarbeit in der Publikation: "Schulbezogene Jugendsozialarbeit im Selbstverständnis der BAG EJSA"

Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit ist ein kontinuierliches professionelles Angebot der Jugendhilfe, das von sozialpädagogischen Fachkräften am Ort Schule vorgehalten wird.

Schulsozialarbeit hat sich als eine besonders intensive und wirksame Form der Kooperation von Jugendhilfe und Schule in der Praxis bewährt und in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt. Sie setzt weitgehend präventiv an, beinhaltet ein niedrigschwelliges sozial-pädagogisches Angebot und organisiert im Kontext Schule Bildungsprozesse, die sowohl die Vermittlung sozialer Kompetenzen als auch die schulischen und berufsbezogenen Qualifikationen zum Ziel haben.

Lesen Sie dazu mehr in unserer Stanortbestimmung "Schulsozialarbeit als Handlungsfeld der Jugendsozialarbeit".

Ziele der Schulsozialarbeit

  • Schulsozialarbeit fördert die Persönlichkeitsentwicklung aller jungen Menschen und wirkt an der Verbesserung der Lern- und Lebensbedingungen an der Schule mit.
  • Schulsozialarbeit baut Bildungsbenachteiligungen ab und begleitet junge Menschen zum individuell bestmöglichen Bildungsabschluss.
  • Schulsozialarbeit trägt zu einer gelingenden schulischen, beruflichen und sozialen Integration von benachteiligten jungen Menschen.
  • Schulsozialarbeit wirkt an der Einbindung der Schule in den Sozialraum mit.
  • Schulsozialarbeit fördert Inklusion in Schulen.
  • Schulsozialarbeit gewährleistet gemeinsam mit Schule den Kinder- und Jugendschutz.

Zielgruppe und Kooperationspartner

Im Sinne eines konsequenten systemischen Arbeitens richtet sich das Handeln der Schulsozialarbeitenden an die jungen Menschen, ihre Eltern, an Personensorgeberechtigte, Lehrende sowie weitere Mitarbeitende in der Schule.

Insbesondere wendet sich Schulsozialarbeit an die jungen Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligung und zur Überwindung individueller Beeinträchtigung in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind (§ 13 SGB VIII).

Darüber hinaus kooperiert Schulsozialarbeit mit den Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe (offene und verbandliche Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Hilfen zur Erziehung), mit weiteren Schulen, der Schulverwaltung, den örtlichen Betrieben und sonstigen relevanten Akteuren im Sozialraum.

Die Angebote der Schulsozialarbeit berücksichtigen in einem ganzheitlichen Ansatz die verschiedenen Lebensbereiche der Schülerinnen und Schüler, deren Situation in der Familie, die Freizeit und die Anforderungen seitens des Schulsystems. Schulsozialarbeit ist ein integrativer Ansatz, der Elemente der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes beinhaltet und diese mit Angeboten anderer Träger aus diesen Bereichen vernetzt.

Wir engagieren uns

Als Fachverband engagieren wir uns für einen systematischen und flächendeckenden Ausbau der schulbezogenen Jugendsozialarbeit:

  • Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung
  • Rechtliche Verankerung
  • Auskömmliche Finanzierung und passende Rahmenbedingungen

 

 

Kooperationsverbund Schulsozialarbeit

Der Kooperationsverbund Schulsozialarbeit wurde im Jahr 2001 zum Zweck des fachlichen Austauschs von Wissenschaft, Praxis und Trägern gegründet. Ihm gehören Expert*innen aus der regionalen Praxis, der Fortbildung und aus folgenden Verbänden an:

  • Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V., Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische
  • Jugendsozialarbeit (BAG EJSA),
  • GEW-Hauptvorstand,
  • Internationaler Bund (IB) und
  • IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit – Deutschland e.V.