Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit

Im Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit haben sich sieben bundesweit tätige Organisationen zusammengeschlossen.

Politische Papiere und parlamentarische Abende

Die BAG EJSA arbeitet mit den sechs weiteren bundesweit tätigen Trägerorganisationen der Jugendsozialarbeit im Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit (www.jugendsozialarbeit.de) zusammen. Der Kooperationsverbund dient der fachlichen Positionierung und Umsetzung jugendpolitischer Vorhaben mit dem Ziel, die gesell­schaftliche und politische Teilhabe von benachteiligten Jugendlichen zu verbessern.

Federführung für das Thema „Jugendsozialarbeit in der Einwanderungsgesellschaft“

Im Rahmen der Zusammenarbeit im Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit wurde der BAG EJSA die Federführung für das Handlungsfeld „Jugendsozialarbeit in der Einwanderungsgesellschaft“ übertragen. Das übergeordnete Thema dabei ist es, jungen Migrant*innen Anschlüsse i.d. Gesellschaft zu ermöglichen.

Neben der Förderung von gesamtgesellschaftlicher Integration (Recht auf Bildung/ Ausbildung) und der Gleichstellung (Benachteiligung und Diskriminierung aufdecken und abbauen) bilden Prävention von Armut und Obdachlosigkeit relevante Aspekte.

Die Umsetzung erfolgt konkret durch die kritische Begleitung der Gesetzgebung, die Beeinflussung bei Programmentwicklungen auf Bundesebene durch gezielte Intervention, das Wahrnehmen und Nutzen von Monitoring-Prozessen sowie durch die Beobachtung des NAPl-Prozesses (Nationaler-Aktionsplan-Integration der Bundesregierung) und das Einbringen relevanter Positionen.

Die Fachzeitschrift DREIZEHN

Die DREIZEHN bietet ein Forum für die Anliegen junger Menschen mit schwierigen Rahmenbedingungen in unserer Gesellschaft. Im Fokus stehen hier die verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit sowie die Verbesserung der sozialen und beruflichen Integration. Dabei werden aktuelle Themen der Jugendsozialarbeit und der Jugendhilfe in der Zeitschrift aufgegriffen und ihre gesellschaftliche, politische sowie pädagogische Relevanz für die Praxis aufgezeigt. Unser Anliegen ist es, den Diskurs mit den politischen Entscheidungsträger*innen zu fördern und erfolgreiche Beispiele für ein koordiniertes Unterstützungssystem vorzustellen. Zielgruppe sind Praktiker*innen aus den Einrichtungen der Jugendsozialarbeit, den Schulbehörden, den Jugendämtern, den Agenturen für Arbeit und Jobcentern, Fachöffentlichkeit und Wissenschaft, Akteure des Arbeitsmarktes sowie die politischen Entscheidungsträger*innen. Die DREIZEHN erscheint zwei mal jährlich (Ende Mai und Ende November).

DREIZEHN druckfrisch oder digital

Die Onlineausgabe der 25. Ausgabe finden Sie jetzt als *.pdf-Dokument auf jugendsozialarbeit.de/dreizehn25.

Die Printausgabe der 25. DREIZEHN kann – wie auch die bereits erschienenen Ausgaben – kostenlos bestellt werden. Bitte schreiben Sie dazu mit Angabe Ihrer Adresse, der gewünschten Ausgabe und der Menge der Exemplare eine E-Mail an: dreizehndontospamme@gowaway.jugendsozialarbeit.de

Die Informationen zu allen Ausgaben der DREIZEHN finden Sie ebenfalls auf jugendsozialarbeit.de:
https://jugendsozialarbeit.de/veroeffentlichungen/fachzeitschrift-dreizehn/

Jugendsozialarbeit trotz(t) Krise – Auswirkungen der Coronapandemie auf die Jugendsozialarbeit und ihre Zielgruppen

Die Coronapandemie hat massive Auswirkungen auf alle Lebensbereiche und stellt uns individuell sowie als Gesellschaft vor besondere Herausforderungen.
Jugendsozialarbeit trotzt der Krise – im Sinne ihrer Zielgruppe und im Vertrauen in ihre Kompetenzen; denn trotz der Umstände werden Wege gesucht, gefunden und neu begangen, um das professionelle Arbeitsbündnis mit den Adressat*innen aufrechtzuerhalten und auszubauen. Auf den oft steinigen und fremden Pfaden wird den Fachkräften ein hohes Maß an Flexibilität und Kreativität abverlangt, bei gleichzeitig starker Arbeitsbelastung.

Aus dem Inhalt der 25. Ausgabe

Verschärfung der Beschäftigungssituation, langfristige Gefahren für die Zusammenarbeit mit der Zielgruppe und eine bei den Fachkräften

In Ausgabe 25 erkennen die Autor*innen Nikolaus Meyer, Sebastian Franz, Elke Alsago & Christina Buschle in ihrer Analyse eine Verschärfung der Beschäftigungssituation, langfristige Gefahren für die Zusammenarbeit mit der Zielgruppe und eine bei den Fachkräften als gering wahrgenommene gesellschaftliche Anerkennung. Eva Berg spricht in ihrem Kommentar von einer „Missachtung Sozialer Arbeit und junger Menschen“ im Prozess politischer Entscheidungsfindung. Sie stellt Forderungen zur Aufwertung der Profession zusammen und fragt scharf: „Wie #dauerhaftsystem(ir)-relevant ist Soziale Arbeit?“.

Praxis konkret: Jugendmigrationsdienste und Straßensozialarbeit

Wie kann Aufsuchende Jugendsozialarbeit gelingen, wenn Kontaktbeschränkungen gelten und der Zugang zur Straße eingeschränkt oder unmöglich ist? Elvira Berndt präsentiert ab „kreative Methoden in einer außergewöhnlichen Situation“ aus dem Handlungsfeld Straßensozialarbeit. Erfahrungen und Erkenntnisse aus Beratungsangeboten und Projekten der Jugendmigrationsdienste schildern Talibe Süzen, Erzsébet Lajos, Dilvin Şahin und Peter Widmann – ebenfalls in der Rubrik Praxis konkret.

Wie geht es eigentlich jungen Menschen? „Generation Corona“?!

In öffentlichen Debatten wurden sie insbesondere zum Beginn der Pandemie auf ihre Rolle als Schüler*innen und Student*innen reduziert. In den Medien wurde während des „XXL Lockdowns“ über den Frust einer „Lost Generation Corona“ berichtet und Jugendliche wurden nicht selten als Menschen dargestellt, die lediglich „Randale im Kopf“ haben und sich den „Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie“ auf illegalen „Coronapartys“ widersetzen.

Die Beiträge der Autorinnen Anne Berngruber & Nora Gaupp und Anna Lips & Tanja Rusack erlauben mit ihren Studienergebnissen einen präziseren Einblick in die Lebenswelten junger Menschen. Den Übergang in eine Ausbildung – eine für viele junge Menschen zentrale Umbruchphase – während der Coronapandemie beleuchtet mit Fokus auf benachteiligte Jugendliche M. Tuan Nguyen. Fragt man die Jugendlichen direkt, wird deutlich: Viele von ihnen haben nicht das Gefühl, ernst oder gar wahrgenommen zu werden.

Berichte vor Ort: Das Projekt Gemeinsam Stark Ortenau und Jugendwohnen

Eine Gruppe von Jugendlichen, die sich Gehör verschaffen möchte, hat sich im Projekt „Gemeinsam Stark Ortenau“ zusammengefunden. Sie erzählen im Interview mit Marc Grube, was sie zu ihrem politischen Engagement bewegt und wie sie versuchen „trotz Corona“ ihre Motivation nicht zu verlieren. Alissa Schreiber berichtet vor Ort von der Situation beim Jugendwohnen.

SGB VIII-Reform – Das „Kinder- und Jugendstärkungsgesetz“

Die wohl größte Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes gewinnt Ende 2020 an Fahrt. Christine Lohn & Marion von zur Gathen zeichnen in der Nachlese den Reformprozess und die Folgen für das Handlungsfeld der Jugendsozialarbeit kritisch nach.

Die Krise als Chance

Die Auswirkungen der Pandemie werfen das Scheinwerferlicht auf bereits bekannte und bislang verborgene Missstände. Eine Krise auch als Chance für Neues zu begreifen – das könnte die Jugendsozialarbeit für sich und ihre Zielgruppen leisten: Beispiele nennen Friederike Siller & Valentin Frangen für Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung und Alexandra Hepp & Anna Lena Rademaker für eine lebensweltorientierte Gesundheitsförderung in Schule.

40 JAHRE BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG