Barcamp zur notwendigen Kinder- und Jugendpolitik als Reaktion auf die Folgen der Corona-Pandemie

Was kinder- und jugendpolitisch notwendig ist – jetzt und später

Zum bundesweiten Fachaustausch für Akteur*innen und Verantwortungstragende in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe hatten die BAG EJSA und die Evangelische Akademien Sachsen und Thüringen am 12. September eingeladen. Eine Gruppe von Praktiker*innen, welche die Umsetzung unmittelbar in Zusammenarbeit mit den jungen Menschen bewältigen müssen diskutierte mit Akteur*innen von Länder- und Bundesebene. Im Unterschied zu anderen Barcamps fokussierten die Teilnehmenden eine Grundsatzfrage: Wie kann es in der aktuellen, von multiplen Problemlagen gezeichneten Situation gelingen, die Aufarbeitung des Politikversagens mit Blick auf die Belange junger Menschen zukunftsorientiert zu bearbeiten?

Thematisiert wurden die gesellschaftlichen Veränderungen ebenso wie aktuelle politische Entscheidungen zu Haushaltskürzungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Die Teilnehmenden mussten feststellen, dass der Mangel an politischem Einsatz für junge Menschen über die konkreten Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie hinausgeht. Die Belange junger Menschen sind weiter nicht im Fokus, wenn es um konkrete politische Entscheidungen geht. Davon zeugen die im ersten Haushaltsentwurf der Bundesregierung für 2023 angelegten Mittelkürzungen im Kinder- und Jugendplan des Bundes ebenso wie die Entlastungspakete, die junge Menschen nur im Kontext von Familie adressieren. Für die Träger- und Einrichtungsebene bleibt einmal mehr unklar, wie vor dem Hintergrund der fortschreitenden Inflation Angebote für junge Menschen aufrechterhalten werden können, die nicht mit einem individuellen Rechtsanspruch unterlegt sind.

Die Ergebnisse der Diskussion finden Sie auf dem Veranstaltungspadlet: Was jugendpolitisch jetzt notwendig ist