JMD digital - virtuelle Beratungsstrukturen für ländliche Räume

Junge Menschen erreichen, „beraten – begleiten – bilden“ ist das Ziel der Jugendmigrationsdienste (JMD). 169 Standorte der Evangelischen Jugendsozialarbeit wirken in Deutschland und bauen ihre Präsenz mit digitalen Beratungsstrukturen in ländlichen Räumen aus.

JMD digital - Jugendmigrationsdienste entwickeln digitale Beratungsstrukturen für ländliche Räume

Digitalisierung der JMD – das Modellprojekt

Das Modellprojekt „JMD digital - virtuelle Beratungsstrukturen für ländliche Räume"  (BW5287onLänd) wird vom Bundesfamilienministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bis Oktober 2022 gefördert und aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) kofinanziert. Mit digitalen Strategien soll es zur Integration und Teilhabe junger Menschen beitragen.

Das Modellprojekt „JMD digital - virtuelle Beratungsstrukturen für ländliche Räume“ hat insgesamt 16 Modellstandorte bundesweit, die vier Standorte in evangelischer Trägerschaft liegen in Ratzeburg, Herford, Kirchheimbolanden und Rothenburg.
Bis Herbst 2022  werden digitale Ideen getestet wie zum Beispiel „Digital Streetwork“ mit Informationsvermittlung und Verweisberatung in den digitalen Räumen auf Social-Media-Plattformen. In virtuellen Erfahrungswelten sollen typische Situationen wie Behördengänge oder Bewerbungsgespräche simuliert werden. Und die orts- und zeitunabhängige Online-Beratung soll an die Bedürfnisse der jungen Zugewanderten im ländlichen Raum angepasst und erweitert werden.

Digitale Angebote werden konzipiert, digitale Kompetenzen ausgebaut. In der verbandsübergreifenden Arbeit, koordiniert durch die Projektleitung im Servicebüro Bonn, wird über den eigenen Tellerrand geschaut. Aufgabe der BAG EJSA als Bundesfachverband ist es, Erfahrungen und Ergebnisse in die evangelischen JMD-Landschaft zu kommunizieren.

 

 

 

Podcast der evang. Trägergruppe zum Projekt „JMD Digital – virtuelle Beratungsstrukturen für ländliche Räume (onLänd)“

Im Rahmen des Projekts „JMD digital - virtuelle Beratungsstrukturen für ländliche Räume“ haben die Mitarbeitenden der evangelischen Trägergruppe eine Podcast-Reihe ins Leben zu rufen.
Auf lebendige Art und Weise gibt der Podcast Einblick ins Projekt "JMD Digital" und diskutiert auch über das Projekt hinaus die Themen Digital Streetwork, Online-Beratung, virtuelle Lern- und Erfahrungswelten und Öffentlichkeitsarbeit.

Wir hoffen, dass Sie am Ende der Podcast-Reihe mit oben genannten Fachbegriffen etwas anfangen können und wertvolle Tipps und Hinweise für Ihre Arbeit mitnehmen.

 

Folge 1 - Was ist eigentlich JMD digital?

In dieser Pilotfolge wollen wir zunächst einmal uns und das Projekt vorstellen.
Wir starten mit der Frage: Was ist eigentlich JMD digital?

Musik im Podcast (gekürzt):
Nowhere Land by Kevin MacLeod
Link: https://incompetech.filmmusic.io/song/4148-nowhere-land
License: https://filmmusic.io/standard-license

Podcast „JMD Digital (onLänd)“ - Teil 1 - Was ist eigentlich JMD digital?

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Folge 2 - Virtuelle Lern- und Erfahrungswelt im Projekt „JMD digital"

Was versteht man eigentlich unter einer virtuellen Welt?

Der Begriff virtuelle Welt kann als Oberbegriff für computergenerierte „Welten“, mit denen die Nutzer*innen interagieren können, gesehen werden. Eine virtuelle Lernwelt ermöglicht Lernen, indem Situationen, Handlungen und Informationen virtuell erlebbar und erfahrbar werden. Dabei spielt Interaktion eine wichtige Rolle. Die Lerner*innen gestalten den Lernprozess aktiv mit.

Wesentlich im Projekt „JMD Digital“ ist der spielerische Aspekt. Elemente aus dem Game Design sind eingebaut, zum Beispiel Herausforderung, Weiterentwicklung und eine Story. Dass Elemente aus Spielen in andere Settings übertragen werden, nennt man Gamification.

Was ist das Ziel der virtuellen Welt?

Junge Drittstaatsangehörige sollen beim Erwerb relevanten Handlungswissens für die Integration unterstützt werden, um Barrieren abzubauen, Missverständnissen vorzubeugen wird und Handlungskompetenzen zu stärken.

Die virtuelle Lernwelt basiert auf den Erfahrungen der Jugendmigrationsdienste, aus Beratungen und Rollenspielen zur Vorbereitung auf Ausbildung und Beruf. Junge Menschen, die neu in Deutschland sind, können so lernen, welche Verhaltensweisen zum Beispiel im Bewerbungsprozess als wünschenswert angesehen werden

Wie sieht die Umsetzung aus?

Die noch in Entwicklung befindliche digitale Anwendung wird das eigenständige Lernen und das Erleben von ungewohnten Situationen in einem sicheren Umfeld in den Fokus stellen. Damit diese Anwendung niederschwellig nutzbar ist, erfolgt die Umsetzung sowohl als App als auch als Web-Browser-Anwendung. Der Fokus liegt auf den verschiedenen Stationen in einem Bewerbungsprozess. Laut Umfragen bei Mitarbeitenden der JMD und der Zielgruppe ist dieses Thema mit viel Unsicherheit verbunden und sehr nachgefragt.

Im Moment gliedert sich die Anwendung in vier Bereiche, die sowohl von den jungen Menschen eigenständig, als auch integriert in die Beratung genutzt werden können:

  • Erstellung von Bewerbungsdokumenten
  • Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch
  • Interaktive Simulation eines Bewerbungsgesprächs
  • Informationsbereich über weiterführende Angebote
Podcast „JMD Digital (onLänd)“ - Teil 2 - Virtuelle Lern- und Erfahrungswelt

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Folge 3 - Öffentlichtkeitsarbeit

Das Team Öffentlichtkeitsarbeit ist dafür zuständig, die Erkenntnisse und Fortschritte aus dem Projekt „JMD Digital – virtuelle Beratungsstrukturen für ländliche Räume (onLänd)“ möglichst breit bekannt zu machen. Es soll vor allem den Wissenstransfer in die JMD unterstützen.

Im Fokus dieser Folge stehen die Sozialen Medien. Dafür entwickelt das Team Unterstützungsangebote für die JMD Mitarbeitenden. Um die Angebote bedarfsgerecht zu gestalten, befragte das Team zu Beginn des Projekts die JMD-Mitarbeiter*innen. Schon dabei zeigten sich erste Erfolge der JMD mit Social Media Accounts, zum Beispiel durch Vernetzung mit anderen Einrichtungen oder Akquise von Teilnehmenden für Gruppenangebote.

Als Unsicherheiten und Schwierigkeiten benannten die JMD-Mitarbeiter*innen Fragen des Datenschutzes, der Entwicklung kreativer Ideen und des Zeitaufwandes. Sie wünschten sich Anleitung und Unterstützung zur Social Media Arbeit.

Daher entwickelte das Team ÖA nicht nur Tutorials, sondern rief eine trägerübergreifende Social-Media-Sprechstunde ins Leben.
Diese ist jeden ersten Dienstag im Monat im Rahmen einer einstündigen Online-Konferenz geöffnet. Unter dem Motto: „Von den Fragen anderer lernen!“ können sich die JMD Mitarbeitenden rund um Social Media austauschen. Die Fragen der Teilnehmenden bestimmen den Ablauf. Das Team ÖA beantwortet die Fragen soweit möglich und gibt Tipps und Hilfestellungen zur Social Media Arbeit .

Informationen zur Social-Media-Sprechstunde gibt es hier: https://www.jmd-forum.de/d/5743-neu-monatliche-social-media-sprechstunde-fur-euch

Podcast „JMD Digital (onLänd)“ - Teil 3 - Öffentlichkeitsarbeit