Mentale Gesundheit als Thema gendersensibler Jugendsozialarbeit - Aktuelle Problemlagen und Bedarfe von Mädchen* und jungen Frauen*
Der Online-Fachtag widmet sich einem aktuellen und gesellschaftlich hochrelevanten Thema: der mentalen Gesundheit von Mädchen* und jungen Frauen* im Kontext der gendersensiblen Jugendsozialarbeit. Er richtet sich an Fachkräfte der Jugend(sozial)arbeit, insbesondere an jene mit einem Schwerpunkt auf Mädchen*, aber auch an weitere pädagogisch, psychologisch-/medizinisch sowie politisch oder institutionell interessierte Akteur*innen.
Ziel des Fachtags ist es, sowohl theoretische als auch praxisnahe Perspektiven auf die Herausforderungen und Bedarfe im Bereich der mentalen Gesundheit von Mädchen* und jungen Frauen* aufzuzeigen.
Die Vorträge im Rahmen der Veranstaltung werden sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und gesellschaftlichen Entwicklungen befassen, die die psychische Gesundheit der Zielgruppe beeinflussen. Dabei wird es u. a. um den Einfluss digitaler Medien, soziale Isolation sowie strukturelle Ungleichheiten gehen.
Zudem wird die Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen psychologischen Expert*innen, Ärzt*innen, ambulanter psychiatrischer Pflege und der Kinder- und Jugendhilfe thematisiert.
Weiterhin wird ein Projekt vorgestellt, das darauf abzielt, Fachkräfte und Multiplikator*innen der Kinder- und Jugendhilfe sowie angrenzender Arbeitsfelder (z. B. Gesundheitswesen, Bildungsbereich) zum Themenfeld „Psychische Gesundheit und Körpererleben von Mädchen* und jungen Frauen*“ zu qualifizieren.
Im zweiten Teil stehen praxisorientierte Ansätze im Mittelpunkt. Hier berichten Fachkräfte und Expert*innen mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten über aktuelle psychische Belastungen, Herausforderungen und Bedarfe von Mädchen* und jungen Frauen* sowie ihre Erfahrungen mit Prävention und Intervention in der Arbeit mit Betroffenen. Thematisiert werden u.a. auch intersektionale Aspekte wie Armut oder Migrationshintergrund bzw. Fluchterfahrungen.
In einer abschließenden gemeinsamen Austauschrunde werden zentrale Erkenntnisse, bestehende Lücken und mögliche Perspektiven für die Weiterentwicklung gendersensibler Angebote im Bereich der Jugensozialarbeit diskutiert.
Die Veranstaltung bietet damit eine wichtige Plattform für Austausch, Wissenstransfer und fachliche Vernetzung.
Referentinnen:
- Ann-Kathrin Napp, M.Sc., Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uniklinikum Hamburg Eppendorf (UKE), Zentrum für Psychosoziale Medizin, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik, Forschungssektion "Child Public Health", Mitautorin COPSY- und COMO-Studie
- Prof. Claudia Calvano, PhD, Arbeitsbereich Klinische Kinder- u. Jugendpsychologie u.
-psychotherapie, Freie Uni Berlin/German Center for Mental Health (DZPG), Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie (s.a. Beitrag in der KoV JSA Zeitschrift DREIZEHN) + in Kooperation mit der Stiftung SPI: „BuildingBridges – Mentoring and Empowerment of Flinta* of Colour for Achievement, Resilience and Participation“ - Lena Gellern, M.A. Gesundheitsbildung- und Pädagogik, Pädagogische Leitung der Weiterbildung für psychiatrische Pflege, Fachdozentin für kinder- und jugendpsychiatrische Pflege, Ammerländer Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe
- Lilli Weber, B.A. Erziehungswissenschaft und Soziale Arbeit, Landesarbeitsgemeinschaft Mädchen*politik Baden-Württemberg e.V., Projekt-Referentin "Psychische Gesundheit und Körpererleben: Was macht uns stark?" (2025-2026)
- Lena Hezel und Lea Walz, Mädchen*treff e.V. Tübingen, Workshops für Fachkräfte zu intersektionalen Perspektiven von mentaler Gesundheit im Kontext von Geschlecht, Armuts- und Fluchterfahrungen
- Jana Krämer, Youth-Life-Line (AK Leben e.V., Reutlingen/Tübingen): Online-Beratung von jungen Menschen für junge Menschen (bis 25 Jahren) in akuten Krisen und bei Suizidgefährdung
- Ronja Korfe, ServiceBureau Jugendinformation, Bremen: Projekt zur digitalen Selbstverteidigung für Mädchen* und junge Frauen*
- Svenja Klemen, Mädchentreff und Jugendhaus am Bügel, Evangelischer Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main
- Anja Rabeneck, mädCHENtreff Schanzenviertel e.V. Hamburg, und Pia D´Agostino, „Einfach Reden“ - psychologische Beratung für Mädchen* und junge Frauen* in Altona
- Isabell Richter und Marlen Berg, Mädchentreff MiA - Mädchen in Aktion, Frauenzentrum Cottbus e.V.