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Bundearbeitsgemeinschaft Jugend und Sozialarbeit
2026/4 BAG EJSA-Infobrief

Editorial

Liebe Leser*innen,

mitten in der Parlamentarischen Sommerpause des Bundestages ist der Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt in vollem Gange. In Berlin ist er gerade gestartet und in Mecklenburg-Vorpommern beginnt die heiße Phase in Kürze. Passend dazu erreichten uns Nachrichten wie “Demokratieprojekte in Mecklenburg-Vorpommern vor dem Aus?” und “Enquete-Kommission legt das Kinder- und Jugendgutachten “Jung sein in M-V” vor”, die uns einerseits sorgenvoll  und andererseits hoffnungsfroh stimmen. Beim Kinder- und Jugendgutachten hatten sich viele junge Menschen beteiligt und ihre Forderungen formuliert. Es sollte ein Anfang sein: Die Belange junger Menschen im Bundesland sollten auch in Zukunft ein wichtiges Thema der Landespolitik bleiben.

Die Geschäftsführenden der BAG EJSA waren im Juni wieder auf Sommerreise. Dieses Jahr in Sachsen, Mitteldeutschland und Hessen. Die Begegnungen waren informativ und beeindruckend. Die Sommerreise 2026 hat erneut gezeigt, wie bunt und vielfältig die Angebote der Jugendsozialarbeit sind. Beeindruckende Geschichten junger Menschen, die in einer persönlichen Krise Beratung und Unterstützung erhalten und neue Perspektiven gefunden haben, haben die Projektberichte illustriert. Sie machen deutlich, wie wichtig verlässliche Unterstützungsangebote der Jugendsozialarbeit  für gelingende Übergänge sind. Einblick in die verschiedenen Stationen der Reise erhalten Sie in diesem Infobrief. Den vollständigen Bericht lesen Sie bitte auf unserer Webseite unter: Sommerreise 2026 

Eine zweite Reise führte an mehrere Standorte, an denen derzeit noch Respekt Coaches arbeiten. Noch, denn das Programm endet mit dem Jahresende 2026. Und damit die so wichtige Arbeit, die von allen Beteiligten - von den jungen Menschen über die Lehrkräfte, Schulleitungen und Eltern - sehr geschätzt wird. In diesem Infobrief erhalten Sie Einblick in die Arbeit der Respekt Coaches und in die verschiedenen Stationen der Abschiedsreise. Alle Berichte finden Sie auf unserer Webseite unter: Respekt Coaches 2026

Neben diesen Einblicken in die Jugendsozialarbeit vor Ort, finden Sie in diesem Infobrief weitere Berichte aus der Arbeit der BAG EJSA und der Evangelischen Jugendsozialarbeit und erhalten Hinweise auf kommende Veranstaltungen.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und weiterhin einen guten Sommer.

Claudia Seibold 
- Redaktion -

Inhalt

BAG EJSA Sommerreise 2026

  • Unterwegs in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen
  • Zu Besuch bei der Schulsozialarbeit am Gymnasium Bürgerwiese in Dresden
  • Offene Kinder- und Jugendarbeit der Laurentiusgemeinde Dresden - Freiräume jenseits des Unterrichts
  • Im Gespräch mit Kirche und Diakonie im Landesjugendpfarramt Dresden
  • Jugendmigrationsarbeit in der strukturschwachen Region Bitterfeld-Wolfen
  • Partnerschaftliche Zusammenarbeit: Aufsuchende Jugendsozialarbeit in Altenburg
  • Sozialräumliche Arbeit konkret, diskutiert mit Bundestagsabgeordneten in der Jugendwerkstatt Gießen
  • Bundesprogramme in der Krise: Evangelischer Verein für Kinder- und Jugendhilfe Rhein-Main e.V.
  • Schule ohne Respekt Coaches?

  • Lasst uns reden, Kolleg*innen!
  • Lass uns reden, Frankfurt!
  • Lass uns reden, Pirna!
  • Lass uns reden, Meißen!
  • Lass uns reden, Ratzeburg!
  • Lass uns reden, Eutin!
  • Lass uns reden, Preetz!
  • Lass uns reden, Waren!
  • Lasst uns reden, Dessau und Halle/Saale!
  • Lass uns reden, Sulzbach-Rosenberg!
  • Lass uns reden, südliche Weinstraße!
  • Lass uns reden, Bitterfeld!
  • In Konktakt mit der Politik

  • Die BAG EJSA im Gespräch mit Florian Bilic (CDU)
  • Die BAG EJSA im Gespräch mit Heike Heubach (SPD)
  • Aus dem Verband

  • Datenmatrix der ejsa Bayern
  • Forschungsergebnisse zur Jugendverbandsarbeit nach Corona werden vorgestellt
  • Gemeinsam tragen – zusammen leben.
  • Interview mit Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch
  • Wandel und Werte: Der CJD Report 2025/2026
  • Kinder und Jugendliche besser vor den Gefahren im digitalen Raum schützen
  • Jugendsozialarbeit und Bildung

  • Tagungsdokumentation „Schulabsentismus: Hinschauen.Wahrnehmen.Nachfragen.“
  • Schulsozialarbeit und Diskriminierung an Schulen - Verantwortung und Herausforderung der Träger
  • Jugendpolitikberatung

  • BAG EJSA-Talk: “Jugend trifft Politik”
  • Mädchen*sozialarbeit

  • Gender_news 3/2026
  • Weibliche Neurodiversität in der Jugendsozialarbeit
  • Save the Date: „Gendersensible Jugendsozialarbeit“ 2027
  • Internationale Arbeit

  • YES Forum Annual Event 2026
  • Jugendmigrationsarbeit

  • Infotage für neue Mitarbeiter*innen
  • Jung. Zugewandert. Ausgebremst. Wie Teilhabe trotzdem gelingt
  • Aus der Arbeit des Servicebüros Jugendmigrationsdienste

  • Hubdate - Neuigkeiten rund um das Modellprojekt JMD digital-hub
  • JMD-Aktionswoche
  • Beim Tag der offenen Tür des BMBFSFJ
  • Aus dem Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit

  • Benachteiligte junge Menschen nicht allein lassen: Jugendsozialarbeit gegen Einsamkeit stärken
  • Veranstaltungshinweise

  • Veranstaltungen der BAG EJSA
  • Übersicht über die Veranstaltungen der BAG EJSA
  • Veranstaltungen von Mitgliedern

  • Fachtag „Vom Anfang, Übergang und Bestehen - Rechtsanspruch auf Ganztag seit 103 Tagen“
  • Arbeit zwischen Sinnstiftung und Chancengerechtigkeit - Wie gelingen Zugänge zur Arbeitswelt?
  • Wie ein Kreis im Meer von Quadraten - Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt – (k)ein Thema in der Jugendsozialarbeit?
  • Veranstaltungen der Landesarbeitsgemeinschaften Jugendsozialarbeit

  • Zwischen Freiwilligkeit und Auftrag - §13 SGB VIII
  • Weitere Veranstaltungen

  • Kompetent im Netz: Zwischen Manipulation, KI und Demokratie - Impulse, Vorträge und Austausch zur Kompetenzstärkung
  • Worauf wir Sie sonst noch hinweisen möchten

  • Bildung in Deutschland 2026
  • Kinder- und Jugendhilfe in Zeiten von gesellschaftlicher Polarisierung, Demokratiefeindlichkeit und Rechtsruck
  • Förderung der Amadeu Antonio Stiftung
  • Innovatio – Sozialpreis für caritatives und diakonisches Handeln
  • Diskussionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ
  • Radiointerview: Altersbegrenzung für Kinder bei Social Media empfohlen - Social Media erst ab 13 Jahren
  • Videoclips über Jugendberufsagenturen
  • VOLLE DOSIS „Jung sein in M-V“
  • Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss
  • BAG EJSA Sommerreise 2026

    Unterwegs in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen

    Die Sommerreise 2026 führte die Geschäftsführenden der BAG EJSA durch ihre Mitgliedsverbände Sachsen, Mitteldeutschland (mit Sachsen-Anhalt und Thüringen) und Hessen. In Dresden, Halle/Saale, Bitterfeld, Altenburg, Gießen und Frankfurt/Main hat die Reisegruppe Menschen getroffen, die sich mit großem Engagement für junge Menschen in schwierigen Lebenslagen einsetzen.
    Die BAG EJSA-Sommerreise möchte sichtbar machen, was Jugendsozialarbeit leistet – und was sie braucht, um wirksam zu bleiben: Verlässliche Strukturen, ausreichende Finanzierung und politische Rückendeckung. Fachkräfte, Trägervertreter*innen und junge Menschen kommen vor Ort zu Wort mit Einblicken in die Praxis, mit Kritik, aber auch mit ermutigenden Beispielen.

    Zu Besuch bei der Schulsozialarbeit am Gymnasium Bürgerwiese in Dresden

    Unsere erste Station führte uns an das Gymnasium Bürgerwiese in Dresden. Hier ist Schulsozialarbeit nicht ein zusätzliches Angebot am Rand des Systems Schule, es ist vielmehr Teil einer gewachsenen Schulgemeinschaft, die über viele Jahre gemeinsam entwickelt wurde.

    Lesen Sie weiter unter: Schulsozialarbeit am Gymnasium Bürgerwiese

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    Offene Kinder- und Jugendarbeit der Laurentiusgemeinde Dresden - Freiräume jenseits des Unterrichts

    Die Offene Kinder- und Jugendarbeit (JiL) der Laurentiuskirchgemeinde Dresden bietet einen Begegnungs- und Erfahrungsraum für Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil. Niemand muss kommen. Niemand wird bewertet. Niemand muss Leistung erbringen. „Dieser Raum ist unverzweckt“ wie ein Mitarbeiter des Jil sagte.

    Lesen Sie weiter unter: Laurentiusgemeinde Dresden

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    Im Gespräch mit Kirche und Diakonie im Landesjugendpfarramt Dresden

    Im Gespräch am Nachmittag im Jugendpfarramt wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, soziale Infrastruktur als demokratische Infrastruktur zu verstehen. Schulsozialarbeit und Offene Kinder- und Jugendarbeit sind als wichtige Teile einer professionell aufgestellten Kinder- und Jugendhilfe kein Sparpotential. Sie sind zentrale Bestandteile einer sozialen Infrastruktur und Basis eines lebenswerten Gemeinwesens.

    Demokratie wird dort gelernt, wo junge Menschen erleben, dass ihre Meinung zählt und wo sie Verantwortung übernehmen können. Das passiert durch die Schulsozialarbeit ebenso wie in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Leider stehen genau diese Angebote vielerorts unter Druck. Fachkräfte berichteten von angespannten kommunalen Haushalten, Kürzungsdebatten und zunehmenden politischen Angriffen auf Angebote der Jugendhilfe.

    Lesen Sie weiter unter: Landesjugendpfarramt und Diakonie Sachsen

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    Jugendmigrationsarbeit in der strukturschwachen Region Bitterfeld-Wolfen

    Der Jugendmigrationsdienst in Bitterfeld-Wolfen begleitet junge Menschen bereits seit vielen Jahren beim Ankommen, beim Schulbesuch und auf dem Weg in Ausbildung und Beruf. 

    Die Mitarbeitenden des Jugendmigrationsdienstes beschrieben ihre Aufgabe als eine Art „Expeditionsleitung“ durch einen Dschungel aus Zuständigkeiten, Verfahren und Anforderungen. Gemeinsam mit den jungen Menschen werden Perspektiven entwickelt, Bildungswege geplant und Hindernisse überwunden. Dazu gehört auch, Rückschläge auszuhalten und neue Wege zu suchen, wenn Bewerbungen erfolglos bleiben oder bürokratische Hürden den nächsten Schritt verzögern.

    Wie wirksam diese Begleitung ist, zeigt sich insbesondere beim Übergang von Schule in Ausbildung oder Beruf. Allein im vergangenen Jahr konnten zahlreiche junge Menschen erfolgreich in Ausbildung, Studium, Freiwilligendienste oder weiterführende Bildungsangebote vermittelt werden. 

    Lesen Sie den vollständigen Bericht unter: Jugendmigrationsdienst Bitterfeld-Wolfen

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    Partnerschaftliche Zusammenarbeit: Aufsuchende Jugendsozialarbeit in Altenburg

    Auf dem Programm in Altenburg standen Gespräche mit Fachkräften der aufsuchenden Jugendsozialarbeit des Magdalenenstifts, Vertreter*innen des Jugendamtes sowie Mitarbeitenden der Stadtverwaltung.

    Mit dem Jugendzentrum East Side als offenem Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, The Base als Jugendclub im Altenburger Norden, dem TeeMobil als aufsuchendem Angebot im öffentlichen Raum sowie der Mobilen Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im gesamten Stadtgebiet und darüber hinaus setzt das Magdalenenstift eine Vielfalt an niedrigschwelligen Angeboten für junge Menschen um. 

    Seit vielen Jahren suchen die Mitarbeitenden bewusst den Kontakt zu jungen Menschen an den Orten, wo diese sich aufhalten. Damit machen sie sich ansprechbar, ohne ihre Angebote aufzudrängen. Gerade diese Freiwilligkeit ist ein zentrales Merkmal der niedrigschwelligen Jugendsozialarbeit.

    In den Gesprächen in unterschiedlicher Konstellation wurde immer wieder deutlich, dass sich die Anforderungen an die Arbeit verändert haben. Fachkräfte berichten von komplexeren Problemlagen, längeren Begleitungen und einem steigenden Bedarf an individueller Unterstützung. 

    Lesen Sie den vollständigen Bericht unter: Aufsuchende Jugendsozialarbeit in Altenburg

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    Sozialräumliche Arbeit konkret, diskutiert mit Bundestagsabgeordneten in der Jugendwerkstatt Gießen

    In der Jugendwerkstatt Gießen werden seit mehr als vier Jahrzehnten junge Menschen beim Einstieg in Ausbildung und Beruf gefördert und begleitet. Dabei wird berufliche Qualifizierung mit sozialpädagogischer Unterstützung verknüpft. Das eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven.

    Ob in der Holz- oder Metallwerkstatt, im Baubereich, in der Fahrradwerkstatt, im Kaufhaus oder in der Küche – überall arbeiten junge Menschen an konkreten Aufgaben und sammeln Erfahrungen in realitätsnahen Arbeitszusammenhängen.

    Im Austausch mit den anwesenden Bundestags- und Landtagsabgeordneten wurde deutlich, welche Bedeutung solche Angebote für den Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf haben. Die Jugendwerkstatt schafft Lern- und Erfahrungsräume für junge Menschen, die in regulären Bildungswegen häufig Unterstützung benötigen. Dabei geht es um fachliche Qualifizierung, um Selbstvertrauen, Orientierung und die Entwicklung persönlicher Perspektiven.

    Den vollständigen Bericht finden Sie unter: Jugendwerkstatt Gießen

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    Bundesprogramme in der Krise: Evangelischer Verein für Kinder- und Jugendhilfe Rhein-Main e.V.

    Im Zentrum der Veranstaltung in Frankfurt stand die Frage, welche Folgen der Abbau bewährter Unterstützungsangebote für junge Menschen hat. Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Landespolitik, Stadtverwaltung und Fachpraxis diskutierte die BAG EJSA die Situation von Jugendmigrationsdiensten, Integrationsangeboten und inklusiven Bildungsprojekten vor dem Hintergrund gekündigter Bundesprogramme wie Respekt Coaches, Mental Health Coaches und Garantiefonds-Hochschule. Johannes Löschner vom Evangelischen Verein für Kinder- und Jugendhilfe Rhein-Main brachte die Herausforderung auf den Punkt: „Heute geht es nicht nur um Projekte. Es geht um junge Menschen. Um ihre Chancen. Und um unsere gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung.“

    Lesen Sie weiter unter: Evangelischer Verein für Kinder- und Jugendhilfe Rhein-Main e. V.

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    Schule ohne Respekt Coaches?

    Lasst uns reden, Kolleg*innen!

    Mit der Entscheidung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), das Programm Respekt Coaches zum 31. Dezember 2026 zu beenden, besucht die BAG EJSA im Rahmen einer Abschiedsreise verschiedene Programmstandorte in ganz Deutschland.

    Die Reise macht sichtbar, welche Bedeutung die Arbeit der Respekt Coaches für Schulen und junge Menschen hat. Im Austausch mit Fachkräften, Schulen, Trägern und Schüler*innen wird deutlich, welchen Beitrag das Programm zur Demokratieförderung, Extremismusprävention und zum sozialen Zusammenhalt im Schulalltag leistet.

    Gleichzeitig richtet die Abschiedsreise den Blick auf die Folgen des Programmendes – insbesondere auf den Wegfall von geschützten Räumen, verlässlichen Ansprechpersonen und präventiven Angeboten für junge Menschen.

    Lass uns reden, Frankfurt!

    Mit dem Besuch in Frankfurt/Main begann am 5. Mai 2026 offiziell die Abschiedsreise der BAG EJSA durch die Programmstandorte. 

    An den Beruflichen Schulen Berta Jourdan wurde in einem intensiven Austausch mit Schulleiterin Inge Meichsner sowie Vertreter*innen des Trägers eindrücklich deutlich, wie unverzichtbar die Arbeit der Respekt Coaches für den Schulalltag ist. Demokratieförderung und Extremismusprävention sind hier keine abstrakten Begriffe, sondern gelebte Praxis – Tag für Tag.

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, Frankfurt!

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    Lass uns reden, Pirna!

    Der Besuch in Pirna hat uns bewegt. Schon nach wenigen Minuten im Gespräch mit der ehemaligen Respekt‑Coachin wurde spürbar, wie viel diese Arbeit an einer Schule verändern kann – und wie tief die Lücke ist, die bleibt, wenn eine solche Fachkraft plötzlich fehlt.

    Es war nicht nur ein Austausch. Es war ein Blick hinter die Kulissen eines Schulalltags, der ohne Unterstützung kaum zu stemmen ist. Der Besuch in Pirna hat uns gezeigt: Respekt Coaches verändern Schulen – und ihr Wegfall trifft junge Menschen am stärksten.

    Die vollständigen Impressionen und die Analyse, was künftig fehlen wird, lesen Sie unter: Lass uns reden, Pirna!

    Lass uns reden, Meißen!

    Was passiert, wenn Respekt an einer Schule Einzug hält?

    Als die Respekt Coaches ihre Arbeit an der Kooperationsschule aufnahmen, war die Situation herausfordernd: Schüler*innen schrien sich an, gingen aufeinander los, Tische und Stühle flogen durch das Klassenzimmer. Konflikte eskalierten schnell, Mobbing war ein großes Thema, und viele Jugendliche fühlten sich abgewertet – in der Schule wie auch in der Gesellschaft. 

    Mit der Zeit veränderte sich das Miteinander spürbar. Aus einzelnen Jugendlichen wurde eine Gemeinschaft. Einige sagten: „Ey, früher hätten wir uns direkt angeschrien. Jetzt reden wir normaler miteinander.“ oder „Wir hören uns wenigstens zu.“ Auch Lehrkräfte und Schulleitung bemerkten den Wandel: „Die Stimmung ist komplett anders. Die gehen viel respektvoller miteinander um.“

    Berichtet wurde von einem Gruppenangebot im Vorfeld der Bundestagswahl. Zum ersten mal sagten Jugendliche Sätze wie: „Meine Stimme zählt wirklich.“ „Ich kann was verändern.“

    Der Bericht, mit weiteren eindrücklichen Erfahrungen ist auf unserer Webseite zu finden unter: Lass uns reden, Meißen!

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    Lass uns reden, Ratzeburg!

    Am 27. Mai 2026 waren wir zu Besuch beim Diakonischen Werk Herzogtum Lauenburg in Ratzeburg. 

    Besonders eindrücklich war die Beschreibung dessen, was diese Arbeit im Kern ausmacht: Demokratiebildung nicht als Unterrichtsthema, sondern als Erfahrung. Dabei wurde auch deutlich, warum die Arbeit der Respekt Coaches nicht einfach durch andere Angebote ersetzt werden kann. Mehrfach fiel die Unterscheidung zwischen Schulsozialarbeit und Respekt Coaches: Während Schulsozialarbeit häufig dann gefragt ist, wenn konkrete Probleme oder Konflikte auftreten, setzen Respekt Coaches früher an. Sie arbeiten primärpräventiv, begleiten Gruppenprozesse, schaffen Bildungsangebote und eröffnen Räume für Themen, die im Schulalltag oft zu kurz kommen.

    Eine Schulsozialarbeiterin beschrieb die Zusammenarbeit so: „Die Arbeit mit unserer Respekt Coachin Nina Hehn ist großartig. Nina ergänzt unsere Arbeit perfekt und es ist deutlich zu spüren, wie sich das Schulklima durch ihre abwechslungsreichen Projekte verbessert hat.“

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    Lass uns reden, Eutin!

    Am 28.5.2026 waren wir zu Besuch an der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Eutin. Gemeinsam mit der Schulleitung, dem CJD und den Respekt Coaches sprachen wir darüber, wie Präventionsarbeit im Schulalltag gelingt – und warum sie heute wichtiger ist denn je.

    Unser Besuch in Eutin hat gezeigt, dass erfolgreiche Präventionsarbeit dort entsteht, wo unterschiedliche Professionen gemeinsam arbeiten. Die Respekt Coaches bringen eine Perspektive ein, die im Schulalltag oft fehlt: Zeit für Gespräche, Raum für gesellschaftliche Themen und die Möglichkeit, junge Menschen frühzeitig zu stärken.

    Gerade in einer Zeit, in der Schulen immer häufiger mit gesellschaftlichen Spannungen, Desinformation und Polarisierung konfrontiert sind, wird deutlich, wie wichtig solche Strukturen geworden sind. Eutin zeigt eindrucksvoll, wie Prävention gelingen kann – wenn sie als gemeinsame Aufgabe verstanden wird.

    Den vollständigen Bericht finden Sie auf unserer Webseite unter: Lass uns reden, Eutin!

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    Lass uns reden, Preetz!

    Am 28.5.2026 waren wir zu Gast an der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule in Preetz. Gemeinsam mit Vertreter*innen des CJD, den Respekt Coaches und der Schulleitung sprachen wir darüber, wie Präventionsarbeit an Schule gelingen kann – und welche Strukturen dafür notwendig sind.

    Im Gespräch wurde deutlich, dass Respekt Coaches häufig Zugänge zu Schülerinnen und Schülern schaffen, die Lehrkräfte allein nicht erreichen können. Sie bieten Räume für Gespräche, begleiten Gruppenprozesse und greifen Themen auf, die Jugendliche beschäftigen – von Fragen des Zusammenlebens bis hin zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen. Heute werde deutlich, dass sich ein eigenständiges Profil sozialer Arbeit an Schule herausgebildet habe: primärpräventiv, beziehungsorientiert und langfristig angelegt. Respekt Coaches schaffen Räume für Demokratiebildung und gesellschaftlichen Dialog, bevor Konflikte entstehen oder sich verhärten.

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, Preetz!

     

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    Lass uns reden, Waren!

    Am 29.5.2026 waren wir zu Besuch beim CJD Nord in Waren und sprachen mit den Verantwortlichen des Respekt-Coaches-Standorts über ihre Arbeit in der Mecklenburgischen Seenplatte. Schnell wurde deutlich: Die Bedingungen, unter denen Respekt Coaches hier arbeiten, unterscheiden sich deutlich von vielen anderen Regionen.

    Die Schulen in Röbel, Malchin und Umgebung liegen in einem ländlich geprägten Raum. Viele Schülerinnen und Schüler kommen täglich mit dem Schulbus aus umliegenden Dörfern zur Schule, Bildungsangebote sind oft mit langen Fahrzeiten verbunden und externe Träger nicht immer direkt vor Ort verfügbar. Genau hier setzt die Arbeit der Respekt Coaches an: Sie schaffen Zugänge zu Angeboten, Begegnungen und Erfahrungen, die für viele junge Menschen sonst nur schwer erreichbar wären.

    Lesen Sie den vollständigen Bericht unter: Lass uns reden, Waren!

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    Lasst uns reden, Dessau und Halle/Saale!

    Am Internationalen Tag des Kindes ging die Reise weiter, dieses Mal nach Dessau und Halle. 

    In Dessau gestaltet die Respekt Coach jährlich für die 9. Klassen eine Projektwoche “Religionen”. Die jungen Menschen erleben Austausch über Religionen, Glauben und Zusammenleben. Dadurch wird Verständnis und Toleranz gefördert. Ob das Angebot durch andere Akteure fortgeführt wird, ist unklar. 

    In der Schule Am Fliederweg in Halle haben Schüler*innen in Projekten mit ihrem Respekt Coach nicht nur ein Logo für ihre Schule erstellt, sondern in einem groß angelegten Projekt auch die Fassadengestaltung ihrer Schule übernommen. Damit hatten sie nicht nur unvergessliche gemeinsame Erlebnisse beim Tun, sondern auch ganz konkretes Erleben von Selbstwirksamkeit über die Grenzen ihrer Klassenräume hinaus. 

    Zwei Respekt Coaches, vier Schulen, ein breites Themen- und Methodenspektrum, unterschiedliche Schwerpunkte - aber ein Ziel: Respektvoller Umgang miteinander im gemeinsamen Stärken der demokratischen Mitte. Und eine deutliche Botschaft an die Bundesregierung: Was hier weggespart wird, fehlt dauerhaft. Denn weder Land noch Kommune können übernehmen. Junge Menschen verlieren wichtige Vertrauenspersonen, Schulen müssen auf Unterstützung verzichten, Räume für Austausch, Prävention und Demokratiebildung fallen weg. 

    Den ausführlichen Bericht finden Sie unter: Lasst uns reden, Dessau und Halle/Saale!

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    Lass uns reden, Sulzbach-Rosenberg!

    „Geht gar nicht.“ – kaum ein Satz beschreibt die Stimmung an der Luitpold-Mittelschule Amberg so treffend wie die spontane Reaktion einer Lehrkraft auf das angekündigte Ende des Bundesprogramms „Respekt Coaches“. Bei unserem Besuch am 11. Juni 2026 wird sofort spürbar, wie tief die Fassungslosigkeit sitzt – und wie sehr das Programm seit 2018 zu einer festen Stütze im Schulalltag geworden ist.

    Die Respekt Coachin hilft, Worte zu finden, Grenzen zu setzen und Konflikte zu klären, bevor sie größer werden. Weil keine Noten vergeben und keine Sanktionen drohen, begegnen die Schüler*innen ihr ohne Angst vor Bewertung. Hier lernen die Schüler*innen zuzuhören, eine eigene Meinung zu äußern und Konflikte friedlich zu lösen. In diesen Momenten wird Demokratie nicht erklärt, sondern erlebt. 

    Der vollständige Bericht unter: Lass uns reden, Sulzbach-Rosenberg!

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    Lass uns reden, südliche Weinstraße!

    Am 12. Juni 2026 besuchten wir die Realschule plus in Annweiler. Gemeinsam mit Sabine Böhm-Travnicek, Respekt Coachin vom Jugendmigrationsdienst Südliche Weinstraße, kamen wir mit der Schulleitung, der Schüler*innenvertretung, einer Lehrkraft und einem Freiwilligen im Sozialen Jahr ins Gespräch. Die Respekt Coachin beschrieb den Kern ihrer Arbeit: „Demokratiebildung ist kein abgeschlossenes Modellprojekt. Respekt, Toleranz und Mitbestimmung müssen immer wieder neu verhandelt werden – besonders in einer Zeit, in der sich die Lebenswelten junger Menschen rasant verändern.“

    Doch während der Bedarf wächst, endet das Programm. Viele Fragen bleiben offen: Was bleibt, wenn solche schützenden Strukturen wegfallen? Was geschieht, wenn Schulen zwar den Auftrag haben, demokratische Werte zu vermitteln, aber keine Unterstützung mehr erhalten, um sie erfahrbar zu machen? Und was bedeutet es für junge Menschen, wenn sie seltener die Erfahrung machen, dass ihre Meinung zählt?

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, südliche Weinstraße!

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    Lass uns reden, Bitterfeld!

    Im Rahmen unserer Abschiedsreise waren wir beim Diakonieverein Bitterfeld-Wolfen e. V. zu Gast. Dort begleiteten uns zwei Respekt Coaches. In Workshops, Projekten und Exkursionen setzen sich junge Menschen mit gesellschaftlich relevanten Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auseinander. Kreative, erlebnispädagogische und lebensweltorientierte Methoden eröffnen ihnen die Möglichkeit, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen, eigene Haltungen zu reflektieren und demokratische Werte praktisch zu erleben. Dabei erwerben sie wichtige Kompetenzen für ein respektvolles Miteinander, lernen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und entwickeln Strategien für einen konstruktiven Umgang mit Konflikten.

    Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen: Präventionsarbeit braucht Kontinuität. Demokratiebildung darf nicht von befristeten Projektlaufzeiten abhängen, sondern muss langfristig und verlässlich in den Bildungsalltag integriert werden. Denn Demokratie muss gelernt, erlebt und mitgestaltet werden – dafür brauchen junge Menschen Zeit, Vertrauen und geeignete Räume.

    Den ausführlichen Bericht finden Sie unter: Lass uns reden, Bitterfeld!

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    In Konktakt mit der Politik

    Die BAG EJSA im Gespräch mit Florian Bilic (CDU)

    Am 9. Juli 2026 diskutierten die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) und der CDU-Bundestagsabgeordnete Florian Bilic über drängende Herausforderungen der Jugendsozialarbeit – von fehlender Planungssicherheit bei Förderprogrammen bis zu Lücken in der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit. 

    Die BAG EJSA machte deutlich, dass junge Menschen in den derzeitigen politischen Debatten vielfach zu wenig Beachtung finden. Es brauche ein klares politisches Signal, dass die Förderung junger Menschen Zukunftsinvestitionen sind, gerade auch angesichts steigender psychischer Belastungen, steigender Zahlen von Schulabbrüchen und insgesamt immer komplexerer Unterstützungsbedarfe.

    Anhand konkreter Fälle aus mehreren Bundesländern zeigte die BAG EJSA auf, wie erfolgreich dauerhaft finanzierte Angebote wirken können. Florian Bilic sagte zu, die Anliegen in die CDU/CSU-Fraktion einzubringen und den Dialog fortzuführen. 

    Den ausführlichen Bericht lesen Sie unter: Die BAG EJSA im Gespräch mit Florian Bilic (CDU)

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    Die BAG EJSA im Gespräch mit Heike Heubach (SPD)

    Am 15. Juni 2026 besuchten Heike Heubach (SPD), die BAG EJSA und die ejsa Bayern die Diakonie HandwerksBetriebe und die Junge Werkstatt in Augsburg. Im Gespräch mit den jungen Menschen und den Verantwortlichen in der Einrichtung entstand ein intensiver fachlicher Austausch zu den Themen Inklusion und Ausbildungsförderung. 

    Im abschließenden Austausch mit der Einrichtungsleitung und den Vertreterinnen der Landes- und Bundesebene ging es um die besonderen Bedarfe von jungen Menschen, die beispielsweise als NEETs (ohne Ausbildung, Arbeit oder Qualifizierung) durch alle Maschen zu fallen drohen. Hier setzt das Projekt „TidA, Tagesstruktur in der Arbeitswelt“ an. Selbst junge Menschen, die bereits in einer Ausbildung sind, wie beispielsweise in der Pflege, benötigen passgenaue Unterstützung, damit es nicht zu einem Ausbildungsabbruch kommt.

    Den vollständigen Bericht finden Sie unter: Die BAG EJSA im Gespräch mit Heike Heubach (SPD)

    Ejsa

    Aus dem Verband

    Datenmatrix der ejsa Bayern

    Die ejsa-Datenmatrix hat das Ziel, Entwicklungen bezüglich der Situation benachteiligter Jugendlicher und junger Erwachsener in Bayern zu verfolgen. Dafür werden einmal jährlich im Oktober relevante Statistiken der Bundesagentur für Arbeit, des Statistischen Landesamtes Bayern und anderer Datenquellen ausgewertet und die ausgewählten Indikatoren auf dieser Grundlage fortgeschrieben. Diese Daten können auf mehreren Ebenen verwendet werden: Für die Einrichtungen vor Ort stellen sie eine Argumentationsgrundlage in Verhandlungen mit Fördergebern dar. Für die Arbeit der ejsa Bayern liefert die Datenmatrix Argumente für die politische Arbeit auf Landes- und Bundesebene.

    Die Datenmatrix enthält Daten zu

    • Demographische Entwicklung
    • Ausbildung und Arbeitsmarkt
    • Armut
    • Schule und Ganztag
    • Junge Geflüchtete und Asylbewerber*innen
    • Psychische Gesundheit

    Die Datenmatrix finden Sie auf der Webseite der ejsa Bayern: Datenmatrix 2025

    Forschungsergebnisse zur Jugendverbandsarbeit nach Corona werden vorgestellt

    Welche Folgen haben die Corona-Jahre für das ehrenamtliche Engagement junger Menschen in Jugendverbänden? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die zukünftige Ausgestaltung der Jugendverbandsarbeit?

    Diesen Fragen widmete sich das gemeinsame Praxisforschungsprojekt des Deutschen Bundesjugendrings und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, das von 2023 bis 2025 durchgeführt wurde. Die Ergebnisse liegen inzwischen gemeinsam mit Handlungsempfehlungen in der Open-Access-Publikation „Ehrenamtliches Engagement junger Menschen in Jugendverbänden“ von Gunda Voigts, Sureija Gotzmann und Maja Reifegerst vor.

    Die aej lädt dazu ein, die zentralen Erkenntnisse des Forschungsprojekts kennenzulernen. In einer digitalen Veranstaltung am 29. September 2026 von 9:30 bis 11:00 Uhr werden die Ergebnisse vorgestellt und ihre Bedeutung für die Praxis der Jugendverbandsarbeit diskutiert.

    Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze.

    Die Publikation steht bereits jetzt kostenfrei als Open Access zur Verfügung

    Gemeinsam tragen – zusammen leben.

    Plädoyer für einen vitalen Sozialstaat in Krisenzeiten -

    Ein Zwischenruf der Evangelischen Sozialkommission Deutschland

    Die Diakonie Deutschland und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) haben im Juni den Zwischenruf “Gemeinsam tragen - zusammen leben” als ein Plädoyer für einen vitalen Sozialstaat in Krisenzeiten verabschiedet. Sie nehmen damit Bezug auf die aktuellen Herausforderungen und die Debatte um den Umbau des Sozialstaats und laden zum Diskurs ein.

    Der Sozialstaat lebt von einer Gesellschaft, die zusammenhält. Angesichts tiefgreifender Reformdebatten plädieren EKD und Diakonie Deutschland in einem Zwischenruf für eine Renaissance des Gemeinsinns, für gemeinsame Verantwortung und einen fairen Umgang mit begrenzten Ressourcen. Sie treten für einen Sozialstaat ein, der die Verletzlichsten schützt, kommende Generationen im Blick behält und solidarische Strukturen vor Ort stärkt. Reformen müssten ehrlich, gerecht und beteiligungsorientiert gestaltet werden.

    Die Publikation benennt zentrale Herausforderungen für einen zukunftsfähigen Sozialstaat: den Schutz von Menschen in prekären Lebenslagen, die Entlastung mittlerer Einkommen, die Verantwortung besonders leistungsfähiger Gruppen und den Abbau von Bürokratie.

    Der Zwischenruf versteht sich als Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte über Solidarität, soziale Gerechtigkeit und demokratische Beteiligung in Krisenzeiten.

    Sie finden den Zwischenruf unter: Gemeinsam tragen - zusammen leben

    Interview mit Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch

    So lässt sich Vertrauen in die Politik wiederherstellen

    Am 6. Juli veröffentlichte Chrismon ein Interview mit Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch zur Zukunft des Sozialstaates.

    Darin spricht Rüdiger Schuch über Corona, die gesellschaftliche Entwicklung, die Pflegereform und darüber, was helfen könnte, das Vertrauen in die Demokratie zurückzugewinnen.

    Zum Interview

    Wandel und Werte: Der CJD Report 2025/2026

    Der neue CJD Report 2025/2026 zeigt, wie das CJD Wandel gestaltet, Teilhabe stärkt und als größtes christliches Bildungs- und Sozialunternehmen Verantwortung übernimmt.

    Wie gehen wir mit Wandel um, dass Menschen gestärkt werden, Teilhabe möglich bleibt und neue Perspektiven entstehen?
    Der CJD Report 2025/2026 nimmt diese Frage in den Blick. Unter dem Schwerpunkt „Wandel und Werte“ zeigt er, wie das CJD auf gesellschaftliche Veränderungen reagiert und sie in der Praxis gestaltet.

    Der Report macht sichtbar, wie breit das CJD aufgestellt ist, welche Themen es bewegen und wie es Verantwortung übernimmt.

    Gesellschaft, Arbeitswelt und Technologie verändern sich schnell. Künstliche Intelligenz schafft neue Möglichkeiten und wirft neue Fragen auf. Der Report zeigt, was das für Bildung, Teilhabe und soziale Verantwortung bedeutet und gibt Einblicke in Themen und Entwicklungen im CJD:

    • Bildungs- und Sozialangebote
    • strategische Weiterentwicklung
    • Umgang mit künstlicher Intelligenz und Digitalisierung
    • digitale Teilhabe
    • Personalgewinnung und -bindung
    • Projekte und Initiativen vor Ort

    Der CJD Report 2025/2026 steht zum Download bereit! Direkt zum PDF

     

    Ejsa

    Kinder und Jugendliche besser vor den Gefahren im digitalen Raum schützen

    Zu den am 24. Juni 2026 veröffentlichten Empfehlungen der Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ erklärt Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch: „Ziel muss ein digitaler Raum sein, der junge Menschen wirksam schützt und ihnen zugleich eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht.“

    Die Diakonie Deutschland hat im Mai dazu ein Grundsatzpapier veröffentlicht: Grundsatzpapier zur Debatte um ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige  Sie hält ein pauschales Verbot für ungeeignet. Auch der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit positionierte sich zu dieser Debatte: Wir berichteten darüber in der Ausgabe 2/2026: Social Media für Jugendliche: befähigen statt verbieten

    Jugendsozialarbeit und Bildung

    Tagungsdokumentation „Schulabsentismus: Hinschauen.Wahrnehmen.Nachfragen.“

    Die Dokumentation der Online-Tagung „Schulabsentismus: Hinschauen.Wahrnehmen.Nachfragen.“, die am 21. Mai 2026 stattfand, steht mit allen Präsentationen der Vorträge und Praxisimpulse online zur Verfügung.

    Sie finden die Dokumentation auf unserer Webseite unter: Tagungsdokumentation „Schulabsentismus: Hinschauen.Wahrnehmen.Nachfragen.“

    Ejsa

    Schulsozialarbeit und Diskriminierung an Schulen - Verantwortung und Herausforderung der Träger

    Adis e.V. hat eine neue Broschüre mit dem Titel “Schulsozialarbeit und Diskriminierung an Schulen - Verantwortung und Herausforderung der Träger” veröffentlicht. Die Ausführungen knüpfen an die Veröffentlichung “Diskriminierung als Alltagsphänomen - Handlungsmöglichkeiten für die Schulsozialarbeit” an. Sie beleuchtet explizit den Auftrag der Träger und ist im Rahmen des Modellvorhabens “Quo Vadis?” entstanden. 

    Ejsa

    Jugendpolitikberatung

    BAG EJSA-Talk: “Jugend trifft Politik”

    Wir laden nach der Sommerpause herzlich zum BAG EJSA Talk „Jugend trifft Politik“ ein. Sie haben die Gelegenheit zum offenen Austausch mit Kolleg*innen über Fragen zu und Erfahrungen mit der Organisation und Durchführung von Begegnungen junger Menschen in der Jugendsozialarbeit mit Politiker*innen.

    Am 17. September 2026 | von 13:00 bis 14:00 Uhr (online)
    Alle weiteren Informationen unter: BAG EJSA-Talk: “Jugend trifft Politik”

    Mädchen*sozialarbeit

    Gender_news 3/2026

    Die neue Ausgabe der BAG EJSA Gender_News enthält viele aktuelle Informationen sowie grundlegend wichtige Impulse zu gender- und diversitätssensiblen Ansätzen und intersektionalen Perspektiven in der Jugendsozialarbeit.

    Die Gender_news 3/2026 finden Sie unter: Gender_news 3/2026

    Ejsa

    Weibliche Neurodiversität in der Jugendsozialarbeit

    Nach der Auftaktveranstaltung der BAG EJSA-„Kacheltalk“-Online-Veranstaltungsreihe zu weiblicher Neurodiversität in der Jugendsozialarbeit (JSA) am 3.7.2025 und einem zweiten Termin am 12.3.2026  mit dem Titel „Weiblich, Migrantin* und neurodivers – Intersektionale Perspektiven in der JSA“, wird es bei der dritten Veranstaltung aus der Reihe vor allem um Neurodivergenz am Arbeitsplatz aus weiblicher Perspektive gehen. Zudem werden aktuelle Entwicklungen und Ergebnisse vorgestellt aus dem Erasmus+-Projekt „NeuroDiversity from a Female Perspective“ (2024–2027) und wie diese für die Jugend- und Mädchen*sozialarbeit konkret genutzt werden können. 

    Online-Kacheltalk am 4.11.2026
    Kontakt: Christiane Weidner
    Alle Informationen demnächst unter: Weibliche Neurodiversität in der Jugendsozialarbeit

    Save the Date: „Gendersensible Jugendsozialarbeit“ 2027

    Wie kann gendersensible Jugendsozialarbeit junge Menschen heute wirksam begleiten – in Zeiten von Antifeminismus, gesellschaftlicher Polarisierung, zunehmender Gewalt (auch im digitalem Raum), Geschlechterrollen-Rollback und zunehmendem Druck auf demokratische und gleichstellungspolitische Strukturen?

    Mit diesem zweitägigen Fachtag lädt die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e. V. (BAG EJSA) Fachkräfte der Jugendsozialarbeit und weitere Interessierte zu Austausch, Reflexion, Vernetzung und Empowerment nach Erfurt ein.

    Termin: 28. und 29.09.2027
    Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung folgen 2027.
    Weitere Infos schon jetzt unter: „Gendersensible Jugendsozialarbeit“ 2027

    Internationale Arbeit

    YES Forum Annual Event 2026

    Als Gründungsmitglied beteiligte sich die BAG EJSA beim YES Forum Annual Event 2026 vom 15. bis 17. Juni 2026 in Timișoara, Rumänien. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung standen, neben der Mitgliederversammlung des YES Forum, der fachliche Austausch über erfolgreiche Ansätze zur Unterstützung junger Menschen in ländlichen Regionen Europas, insbesondere von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich weder in Beschäftigung, Ausbildung noch Bildung befinden (NEETs).

    Den ausführlichen Bericht finden Sie unter: YES Forum Annual Event 2026 

    Ejsa

    Jugendmigrationsarbeit

    Infotage für neue Mitarbeiter*innen

    Die BAG EJSA-Geschäftsstelle lädt alle neuen Mitarbeiter*innen der evangelischen JMD herzlich zu Infotagen ein. 

    Die Infotage sollen den Einstieg in die JMD-Arbeit erleichtern, die Handlungssicherheit im Alltag erhöhen und zum Verständnis der Verwaltungsabläufe beitragen.
    An diesen drei Tagen besteht auch die Möglichkeit, offene Fragen zu klären und Ansprechpartner*innen in der Geschäftsstelle kennen zu lernen. Neben der Informationsvermittlung ist es uns wichtig, den informellen Austausch und das Networking untereinander zu ermöglichen.

    1. bis 3.12.2026
    Ort: Hannover
    Kontakt: Rebekka Hagemann
    Alle Informationen demnächst unter: Neu im JMD 2026

    Jung. Zugewandert. Ausgebremst. Wie Teilhabe trotzdem gelingt

    Fachtagung der evangelischen Jugendmigrationsdienste
    21. bis 23. Oktober 2026 in Nürnberg

    Wie können wir Teilhabe junger eingewanderter Menschen stärken – gerade in herausfordernden Zeiten? Dieser Frage möchten wir uns gemeinsam auf der diesjährigen JMD-Fachtagung widmen. 

    Im Mittelpunkt der dreitägigen Fachtagung der evangelischen JMD steht die Förderung von Teilhabe. In vielen Lebensbereichen werden junge eingewanderte Menschen bewusst ausgegrenzt, in anderen durch fehlende Angebote ausgebremst. Umso wichtiger ist das verlässliche Zusammenwirken im Netzwerk. Gerade angesichts migrationskritischer Tendenzen und struktureller Unsicherheiten brauchen wir starke Bündnisse. 

    Kontakt: Rebekka Hagemann und Judith Jünger
    Alle Informationen unter: JMD 2026

    Aus der Arbeit des Servicebüros Jugendmigrationsdienste

    Hubdate - Neuigkeiten rund um das Modellprojekt JMD digital-hub

    Am 04.08. von 13 bis 14 Uhr informiert das Hubdate über alle Neuigkeiten rund um das Modellprojekt JMD digital-hub:

    In regelmäßigen Abständen öffnen wir die digitalen Türen zu unserem Projekt und laden dazu ein, gemeinsam einen Blick auf den aktuellen Stand des trägerübergreifenden Modellprojektes zu werfen. In unserem einstündigen Online-Format berichten wir, woran wir aktuell arbeiten, welche Themen uns beschäftigen und welche nächsten Schritte anstehen.

    Pädagogische Fachkräfte aus den beteiligten JMD berichten aus ihrer Arbeit im Projekt, teilen Erfahrungen mit digitalen Beratungsformaten und geben Einblicke, wie Online-Beratung und Blended Counseling in der Praxis erprobt und weiterentwickelt werden. Dabei werden sowohl Chancen als auch Herausforderungen sichtbar – und es wird deutlich, wie digitale Elemente sinnvoll mit bestehenden Beratungsangeboten verbunden werden können.

    Das Hubdate lebt vom Austausch. Es bietet Raum für Fragen, Rückmeldungen und Diskussionen. Viele wertvolle Impulse entstehen gerade dann, wenn unterschiedliche Blickwinkel zusammenkommen und gemeinsam über die Zukunft digitaler Beratung nachgedacht wird. 

    Egal, ob Sie das Projekt schon länger verfolgen oder neu kennenlernen möchten oder ob Sie sich einfach für die Themen Digitalisierung, Online-Beratung und Blended Counseling interessieren – wir freuen uns auf Sie!

    Datum: 04.08.2026
    Uhrzeit:13:00-14:00 Uhr
    Ort: Online über Zoom

    Ejsa

    JMD-Aktionswoche

    Rund um die JMD-Aktionswoche (28.09. bis 02.10.26) planen viele JMD Events und Gespräche mit Politik und Netzwerkpartner*innen. Dazu werden vom JMD-Bundestutorat und dem JMD-Servicebüro Materialien zur Verfügung gestellt. 

    Neu dabei sind Social-Media-Vorlagen zum Mitmachen (z.B. Ratsuchende erzählen ihre Story). Außerdem im Download-Paket: Präsi-Vorlage mit Grafiken, JMD-Factsheet und Argumentationspapier.

    Alle Materialien zum Download unter: JMD-Aktionswoche 2026

    Ejsa

    Beim Tag der offenen Tür des BMBFSFJ

    Die Jugendmigrationsdienste waren beim Tag der offenen Tür des BMBFSFJ am 20. und 21. Juni mit einem eigenen Stand vertreten.

    Direkt gegenüber der Bühne konnten sich Besucher*innen mit Fachkräften am JMD-Stand austauschen und mehr über die Arbeit der Jugendmigrationsdienste erfahren. Besonders beliebt: das Wissensrad mit Quizfragen, das für spannende Gespräche sorgte. 

    Der Tag der offenen Tür bietet jedes Jahr die Gelegenheit, die Arbeit des Ministeriums und seiner Partnerorganisationen hautnah zu erleben. Zahlreiche Attraktionen und Mitmachangebote für Kinder und Familien sorgten für eine lebendige Atmosphäre. Wir freuen uns über das große Interesse, die vielen Begegnungen und den wertvollen Austausch. Ein herzliches Dankeschön geht an unsere JMD-Kolleg*innen aus Berlin-Mitte und Lichtenberg, die uns vor Ort tatkräftig unterstützt und diesen Tag mitgestaltet haben.

    Ejsa

    Aus dem Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit

    Benachteiligte junge Menschen nicht allein lassen: Jugendsozialarbeit gegen Einsamkeit stärken

    Es ist wichtig, dass Einsamkeit zunehmend als gesellschaftliche Herausforderung wahrgenommen wird. Die Aktionswoche gegen Einsamkeit hat sichtbar gemacht, wie vielfältig das Engagement für Menschen in unterschiedlichen Altersgruppen und Lebenslagen bereits ist. In einem Zwischenruf fordert der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit, Einsamkeit junger Menschen als Querschnittsthema von gesellschaftlicher Teilhabe, Demokratieförderung und psychischer Gesundheit ernst zu nehmen.

    Zum Zwischenruf des Kooperationsverbundes: Junge Menschen nicht alleine lassen

    Ejsa

    Veranstaltungshinweise

    Veranstaltungen der BAG EJSA

    Übersicht über die Veranstaltungen der BAG EJSA

    Diese und weitere Informationen zu unseren Terminen und Veranstaltungen finden Sie auf unserer Website unter: Veranstaltungen

    Partizipation und Empowerment
    14.9. bis 19.9.2026
    Ort: Izmir, Türkei
    Kontakt: Hans Steimle und Benjamin Weil
    Alle Informationen unter: Partizipation und Empowerment

    BAG EJSA-Talk: “Jugend trifft Politik”
    17.09. und 17.11.2026
    online
    Kontakt: Judith Jünger und Claudia Seibold
    Alle Informationen unter: BAG EJSA-Talk: “Jugend trifft Politik”

    Jung. Zugewandert. Ausgebremst. Wie Teilhabe trotzdem gelingt
    21.10. bis 23.10.2026
    Ort: Nürnberg
    Kontakt: Rebekka Hagemann und Judith Jünger
    Alle Informationen unter: JMD 2026

    Weibliche Neurodiversität in der Jugendsozialarbeit
    4.11.2026
    Online-Kacheltalk
    Kontakt: Christiane Weidner
    Alle Informationen unter: Weibliche Neurodiversität in der Jugendsozialarbeit

    Infotage für neue Mitarbeiter*innen in den JMD
    1. bis 3.12.2026
    Ort: Hannover
    Kontakt: Rebekka Hagemann
    Alle Informationen demnächst unter: Neu im JMD 2026

    „Gendersensible Jugendsozialarbeit“ 2027
    28. - 29.09.2027
    Ort: Hannover
    Kontakt: Christiane Weidner
    Alle Informationen demnächst unter: „Gendersensible Jugendsozialarbeit“ 2027
     

    Veranstaltungen von Mitgliedern

    Fachtag „Vom Anfang, Übergang und Bestehen - Rechtsanspruch auf Ganztag seit 103 Tagen“

    Ab August 2026 gilt der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung für Kinder im Grundschulalter. Dieser wird schrittweise zunächst für die erste Klassenstufe eingeführt. Mehr Kinder werden mehr Zeit in Institutionen verbringen. Der Ganztag entwickelt sich dabei zu einem wichtigen pädagogischen Lebens- und Lernraum, der die Entwicklung und das Aufwachsen von Kindern maßgeblich beeinflusst.

    Unter dem Titel „Vom Anfang, Übergang und Bestehen - Rechtsanspruch auf Ganztag seit 103 Tagen“ laden die Diakonie Deutschland und der Evangelische Erziehungsverband (erev) am 12.11.2026 zu einem Fachtag nach Hannover ein. Der Fachtag bietet Fach- und Führungskräften aus Praxis, Wissenschaft, Verwaltung und Politik die Möglichkeit, sich über die Gestaltung qualitativ hochwertiger Ganztagsangebote, kindgerechter Bildungsräume und die Zukunft des gemeinsamen Aufwachsens auszutauschen und Ideen weiterzuentwickeln. Der Fachtag wird unterstützt durch die erev-Fachgruppe „Ganztägige Bildung und Betreuung“. Die Einladung kann gern an Interessierte weitergeleitet werden.

    Weitere Informationen und Anmeldung

    Arbeit zwischen Sinnstiftung und Chancengerechtigkeit - Wie gelingen Zugänge zur Arbeitswelt?

    Die Arbeitswelt befindet sich im tiefgreifenden Wandel – und mit ihr die Fragen nach Sinn, Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit. Welche Antworten kann eine solidarische Gesellschaft geben? Welche Bedeutung hat das Zusammenspiel von Wohlfahrt, Politik, Kirche, Diakonie und Caritas dabei?

    Termin: Montag, 02. November 2026
    Veranstalterin: Evangelische Akademie Frankfurt, Römerberg 9, 60311 Frankfurt am Main, 10.00 – 16.00 Uhr
    weitere Informationen unter: Arbeit zwischen Sinnstiftung und Chancengerechtigkeit - Evangelische Akademie Frankfurt

    Wie ein Kreis im Meer von Quadraten - Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt – (k)ein Thema in der Jugendsozialarbeit?

    Der Fachtag „Wie ein Kreis im Meer von Quadraten“ möchte Gelegenheit bieten, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Kontext von Identitätsbildung zu diskutieren. Im Zentrum von fachlichen Inputs und Diskussionen steht die Frage, wie die Jugendsozialarbeit sowohl junge Menschen wie auch beim Prozess des Abbaus von sexuellen und geschlechtlichen Vorurteilen bei Jugendlichen gut unterstützen kann. Der Fachtag „Wie ein Kreis im Meer von Quadraten“ wird in Kooperation mit der NRW-Fachberatungsstelle „GERNE ANDERS!“, welche die fachliche und inhaltliche Ausgestaltung des Fachtags umsetzt, durchgeführt. 

    Veranstalterin: Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe
    Termin: 26. November 2026 | 9:30 bis 17:00 Uhr
    Ort: Fachberatungsstelle „GERNE ANDERS!“ | Hans-Böckler-Platz 2 | 45468 Mülheim/Ruhr
    Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist hier möglich: Fachtag - Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt – (k)ein Thema in der Jugendsozialarbeit?

    Veranstaltungen der Landesarbeitsgemeinschaften Jugendsozialarbeit

    Zwischen Freiwilligkeit und Auftrag - §13 SGB VIII

    Was braucht Jugendsozialarbeit, um ihrem Auftrag gerecht zu werden?

    Gemeinsam diskutieren wir aktuelle Entwicklungen rund um den § 13 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes – und was diese für junge Menschen, Praxis, Kommunen und Politik bedeuten.

    Veranstalterin: LAG Jugendsozialarbeit Bayern
    Termin Donnerstag, 3. Dezember 2026 | 10:00 – 16:00 Uhr
    Ort: Karl-Bröger-Zentrum, Nürnberg

    Die offizielle Einladung mit Programm und Anmeldemöglichkeit folgt nach den Sommerferien unter: Veranstaltungen LAG JSA Bayern.

    Weitere Veranstaltungen

    Kompetent im Netz: Zwischen Manipulation, KI und Demokratie - Impulse, Vorträge und Austausch zur Kompetenzstärkung

    Das nordrhein-westfälische Schulministerium wird am 18.09.2026 in Bochum die Veranstaltung „#KiN –Kompetent im Netz: Zwischen Manipulation, KI und Demokratie - Impulse, Vorträge und Austausch zur Kompetenzstärkung“ durchführen.

    Veranstalter: Schulministerium NRW
    Termin: 18. September 2026
    Ort: Bochum 

    Unter diesem Link finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung: #KiN –Kompetent im Netz: Zwischen Manipulation, KI und Demokratie | Lehren und Lernen 

    Worauf wir Sie sonst noch hinweisen möchten

    Bildung in Deutschland 2026

    Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft

    Bildung in Deutschland erscheint alle 2 Jahre als umfassende und empirisch fundierte Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens: von der Frühen Bildung über die allgemeinbildende Schule und die non-formalen Lernwelten im Schulalter, die berufliche Ausbildung und Hochschulbildung bis hin zur Weiterbildung im Erwachsenenalter.

    Dieser 11. Bildungsbericht führt die Berichterstattung mit bereits in den vorherigen Berichten dargestellten Indikatoren zum deutschen Bildungswesen fort und präsentiert gleichzeitig neue Indikatoren. Im Rahmen eines Schwerpunktkapitels wird vertiefend auf Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft eingegangen und ein Überblick über deren Entstehung, Ausprägung und den Umgang mit ihnen im gesamten Bildungsverlauf gegeben.

    Der Bildungsbericht für Deutschland richtet sich an alle Akteur:innen des Bildungswesens in Politik, Verwaltung und Praxis ebenso wie an die interessierte Öffentlichkeit.

    Den Bericht und die Kurzfassung “Bildung in Deutschland - kompakt” finden Sie unter: Bildung in Deutschland

    Kinder- und Jugendhilfe in Zeiten von gesellschaftlicher Polarisierung, Demokratiefeindlichkeit und Rechtsruck

    Wie kann Kinder- und Jugendhilfe auf gesellschaftliche Polarisierung, Demokratiefeindlichkeit und den erstarkenden Rechtsextremismus reagieren? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine Reflexions- und Netzwerktagung der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe am 15. und 16. September 2026 in Köln.

    Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen demokratie- und menschenfeindlicher Entwicklungen auf die Kinder- und Jugendhilfe – von Angriffen auf Einrichtungen und Fachkräfte bis hin zum Umgang mit entsprechenden Einstellungen bei Adressat*innen oder Mitarbeitenden. Die Tagung bietet Raum für fachlichen Austausch, Vernetzung und die Entwicklung gemeinsamer Handlungsansätze.

    Die Veranstaltung richtet sich an Leitungs- und Fachkräfte aller Handlungsfelder der Kinder- und Jugendhilfe sowie an Vertreter*innen aus Wissenschaft, Verwaltung und Selbstvertretungen junger Menschen.

    Anmeldung und weitere Informationen sind über die AGJ möglich

    Förderung der Amadeu Antonio Stiftung

    Die Amadeu Antonio Stiftung fördert bundesweit zivilgesellschaftliche Projekte, die sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus sowie Antisemitismus engagieren und demokratische Werte stärken. Besonders unterstützt werden Initiativen aus ländlichen oder strukturschwachen Regionen, die konkrete Maßnahmen für ein solidarisches Miteinander entwickeln. Die maximale Fördersumme beträgt bundesweit in der Regel 2.500 Euro. Im "Gegenwind-Förderfonds" für Projekte in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ist eine Förderung mit bis zu 5.000 Euro möglich. 

    Der Gegenwind-Förderfonds unterstützt Projekte in strukturschwachen Regionen in Ostdeutschland, insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Ebenso sind Initiativen in ländlichen Räumen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland eingeladen, sich zu bewerben.

    Förderfähig sind Reisekosten, Lebensmittel, Sachmittel, z.B. Materialien, Raummieten, Druckkosten, Kosten für Öffentlichkeitsarbeit, Honorare, Anteilige Personalkosten (bis zu 50 Prozent Arbeitgeber-Brutto), Versicherungen (anteilig, z. B. Haftpflichtversicherung) und Kosten für Sicherheitsmaßnahmen (z. B. zur Absicherung von Räumlichkeiten oder Veranstaltungen).

    Anträge können fortlaufend eingereicht werden.

    Weitere Informationen und Bewerbungen

    Innovatio – Sozialpreis für caritatives und diakonisches Handeln

    Der Innovatio Sozialpreis zeichnet innovative soziale Projekte konfessioneller Träger aus. Gesucht werden Vorhaben, die gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, das Miteinander der Generationen fördern oder sozial gerechten Klimaschutz voranbringen. Bewerben können sich Projekte aus Caritas, Diakonie und verwandten kirchlichen Strukturen. Ziel ist es, wirksame Ansätze sozialer Arbeit sichtbar zu machen und durch Preisgelder im Gesamtwert von 15.000 Euro weiterzuentwickeln. 
    Der Hauptpreis (6.000 Euro) wird an Projekte vergeben, die innovative Handlungsperspektiven zu den Themen des Preises eröffnen. Das Projekt geht die gegenwärtigen Herausforderungen mit Kreativität, Mut und neuen Ideen an. Die Nebenpreise sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert, ebenso wie der Publikumspreis.
    Zum Zeitpunkt der Preisausschreibung sollte die Umsetzung des Projekts bereits begonnen haben und die Umsetzung sollte nicht lange in der Vergangenheit liegen.

    Bewerbungsschluss ist am 30. September 2026.

    Weitere Informationen und Bewerbung

    Diskussionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ

    Mehr als Lesen, Schreiben, Rechnen! Zwischen Bildungsverständnissen und gemeinsamer Verantwortung von Kindertagesbetreuung und Schule

    Schule und Kindertagesbetreuung verfolgen unterschiedliche, aber komplementäre Bildungsverständnisse und ihre systematische Verbindung kann eine zentrale Voraussetzung für mehr Bildungsgerechtigkeit sein - gelingt in der Praxis jedoch noch unzureichend. Zugleich ist das Bildungsverständnis der Kinder- und Jugendhilfe selbst innerhalb des eigenen Feldes kaum klar artikuliert. Das Papier konturiert dieses Verständnis daher mit Fokus auf das Handlungsfeld Kindertagesbetreuung anhand von vier Aufträgen – Wohlbefinden gewährleisten und Beziehungen gestalten, Selbstwirksamkeit stärken, Benachteiligungen abbauen sowie Partizipation und Teilhabe aller fördern – und benennt strukturelle Handlungsbedarfe für eine gleichberechtigte Kooperation beider Systeme. Abschließend formuliert die AGJ Erwartungen an Fachpraxis, Träger und Politik, um ein erweitertes Bildungsverständnis strukturell zu verankern.

    Zum Diskussionspapier

    Radiointerview: Altersbegrenzung für Kinder bei Social Media empfohlen - Social Media erst ab 13 Jahren

    Der Ulmer Kinder- und Jugendpsychiater Professor Jörg Fegert hat als Mitglied einer Expertenkommission im Auftrag der EU eine Empfehlung zur Altersbegrenzung für die Nutzung von Social Media erarbeitet. Sie ist als Handlungsrichtlinie für die Staaten der Europäischen Union gedacht. Fegert ist medizinischer Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Ulm. Im Interview mit dem SWR nennt er unter anderem Gründe für die von der Expertenkommission vorgeschlagene Altersbeschränkung. 

    Zur SWR-Sendung

    Videoclips über Jugendberufsagenturen

    Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat vier Videoclips zur Vorstellung der Arbeit von Jugendberufsagenturen erarbeitet:

    Jugendhilfe in Jugendberufsagenturen - Die Jugendberufsagentur Berlin in Marzahn-Hellersdorf

    Jugendhilfe in Jugendberufsagenturen - Das Jugendhaus in Rostock

    Jugendhilfe in Jugendberufsagenturen - Die JUBAG im Landkreis Bautzen

    Jugendhilfe in Jugendberufsagenturen - Die Lübecker JBA

    Zudem gibt es einen Erklärfilm, der Jugendberufsagenturen vorstellt.

    Erklärfilm: Jugendberufsagenturen - Gemeinsam mehr erreichen

    VOLLE DOSIS „Jung sein in M-V“

    In ihrer 52. Sitzung nahmen die Mitglieder der Enquete-Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ das Kinder- und Jugendgutachten entgegen. Es umfasst alle Ergebnisse des Beteiligungsprozesses #mitmischenMV und wurde der Kommission am 13.03.2026 zur weiteren Berücksichtigung in ihrer Arbeit vorgestellt.

    Die Enquete-Kommission wurde in der 8. Legislaturperiode eingesetzt, um Rahmenbedingungen zu analysieren, Ziele zu formulieren und Maßnahmen zu empfehlen, die geeignet sind, strukturelle Defizite aus der Perspektive der Chancengleichheit für junge Menschen in allen Regionen des Landes zu beseitigen. Daran arbeiten 25 Mitglieder der Kommission, 12 davon als nichtparlamentarische Mitglieder seit Januar 2022.  Im Zuge der Einsetzung der Enquete-Kommission „Jung sein in M-V“ wurde beschlossen, dass begleitend ein Beteiligungsprozess erfolgen soll, der es jungen Menschen im Land ermöglicht, sich mit eigenen Perspektiven und Vorschlägen zu den vielfältigen Themen der Enquete-Kommission einzubringen. 

    Das Gutachten ist abrufbar auf der Seite www.mitmischen-mv.de.

    Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss

    Zwischenruf der AGJ

    Der Geschäftsführende Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe hat am 28.07.2026 folgenden Zwischenruf beschlossen:

    Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss: Jugend- und Bildungspolitik durch die Hintertür – mehr Druck auf die Kinder- und Jugendhilfe 

    Die geplante Kürzung des Unterhaltsvorschusses für 16- und 17-Jährige verschlechtert die Lebensbedingungen von Alleinerziehenden, insbesondere Müttern, und Jugendlichen. […] 

    Es war lange Zeit Konsens, dass Jugendliche, die in Armutslagen oder in prekären Lebenslagen aufwachsen, gerade im Jugendalter in ihrer Bildungsteilhabe und beim Übergang in die Erwerbsarbeit unterstützt werden sollten. Die jüngsten Aussagen der Forschungsministerin Dorothee Bär zum BAföG sowie der jetzt vorliegende Vorschlag aus dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Kürzung des Unterhaltsvorschusses weisen in die gegenteilige Richtung: Junge Menschen in prekären Lebenslagen können in ihrer Qualifikationsphase nicht mehr in der bisherigen Form damit rechnen, dass soziale Benachteiligungen reduziert werden. […]

    Es stellt sich insgesamt eine grundlegende jugendpolitische Frage: Warum sollen 16- und 17-jährige Jugendliche die wirtschaftlichen Konsequenzen dafür tragen, dass ein unterhaltspflichtiger Elternteil seiner Verantwortung nicht nachkommt? […]

    Der Zwischenruf ist auf der AGJ-Website unter diesem Link veröffentlicht.

     

    Impressum

    Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e.V. (BAG EJSA)
    Wagenburgstraße 26-28
    70184 Stuttgart

    Tel.: 0711/16489-0
    Email: mail@bagejsa.de

    verantwortlich für den Info-Brief: Claudia Seibold

    Value Added Tax Identification Number
    DE314816160

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