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Bundearbeitsgemeinschaft Jugend und Sozialarbeit
2026/5 BAG EJSA-Infobrief

Editorial

Liebe Leser*innen,

nach den Landtagswahlen sind die gewählten Vertreter*innen am Zug, Regierungen zu bilden. Noch ist einiges offen - auch wie es für die Jugendsozialarbeit in den entsprechenden Ländern weitergeht. Die Landesverbände sind hier sehr gefordert und wir wünschen ihnen, dass sie für die jungen Menschen Einfluss nehmen können und viel erreichen.

Seit dem letzten Infobrief wurden die neuesten PISA-Ergebnisse veröffentlicht. Ein Schock? Seit der ersten PISA-Studie wiederholt sich reflexhaft ein ähnlicher Ablauf: Erschütterung: “Wie kann es sein, dass in einem so reichen Land die Testergebnisse so schlecht sind?” Es folgt ein kurzes Innehalten, Statements, dass mehr in Bildung investiert werden und man genauer hinschauen müsse. Der ein oder andere Bildungsgipfel folgte und auch die eine oder andere Umsteuerung. Der Weg hin zu mehr ganztägiger Bildung, mehr frühe Bildung und zu mehr Tests, mehr Vergleiche und leider weiterhin keine besseren Ergebnisse. Dieses Mal nun wurde so deutlich wie nie der Zusammenhang von Armutslagen und schlechten PISA-Ergebnissen deutlich, die auch schon der Bildungsbericht dieses Jahr analysiert hatte. Wann endlich werden Bildungschancen unabhängig von der Herkunft und vom Geldbeutel der Eltern? Die evangelische Jugendsozialarbeit setzt sich in allen ihren Angeboten genau dafür ein und braucht dafür eine strukturelle Absicherung. Das zeigte die Sommerreise, von der der letzte Infobrief berichtete und das zeigen auch die Respekt Coaches in der ganzen Republik, die bis zum letzten Tag sich für die jungen Menschen engagieren. 

Wir berichten in diesem Infobrief vom zweiten Teil der Respekt Coach-Abschiedsreise. Die Berichte machen es deutlich: Den Respekt Coaches ist es innerhalb kurzer Zeit gelungen, in den Schulen Respekt und demokratische Prinzipien als Thema zu etablieren und damit auch die Atmosphäre in der Schule zu verändern. Dass diese wertvolle Arbeit zum Jahresende beendet werden muss, ist damit ein großer Verlust für die jungen Menschen in den Schulen, die Schulgemeinschaften und unsere gesamte Gesellschaft. Lesen Sie kurze Impulse hier im Infobrief und die vollständigen Berichte auf unserer Webseite ab der Überschrift: Schule ohne Respekt Coaches Die Berichte von den einzelnen Stationen sind chronologisch geordnet.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und einen schönen Spätsommer und Herbst.

Viele Grüße

Claudia Seibold
- Redaktion -

Inhalt

In eigener Sache

Schule ohne Respekt Coaches?

  • Lasst uns reden, Kolleg*innen!
  • Lass uns reden, Hamburg-Nord! - Vielfalt in Schule und Quartier
  • Lass uns reden, Berlin-Lichtenberg! - Schülerinnen geben Einblicke
  • Lass uns reden, Ratingen! - Demokratiebildung braucht Zeit
  • Lass uns reden, Diez! - Kraft der Kommunikation
  • Lass uns reden, Westerburg! - Orientieren, Einordnen
  • Lass uns reden, Wörth! - Wirkung braucht Zeit
  • Lass uns reden, Hamburg-Wandsbek! - Zugehörigkeit erleben
  • Lass uns reden, Hamburg-Altona! - Kunstprojekt „Peaces into Peace“
  • Lass uns reden, Delmenhorst! - Wie schmeckt Respekt?
  • Lass uns reden, Dahme/Mark! - Kennenlernwoche bietet Mehrwert
  • Lass uns reden, Biberach! - Zusammen mit der Schulsozialarbeit
  • Lass uns reden, München! - Selbstvertrauen, Mitbestimmung, Teilhabe
  • Lass uns reden, Nürtingen! - Vertrauen wächst
  • Aus dem Verband

  • Gruppenarbeit stärken!
  • Studie: Was uns trennt. Was uns ins Gespräch bringt.
  • Jugendsozialarbeit und Bildung

  • Schulsozialarbeit gemeinsam weiterdenken
  • Berufliche und soziale Integration

  • Zwischen Hilfe und Hürde: Unterstützungsstrukturen im Übergang Schule-Beruf aus Sicht junger Menschen
  • Mädchensozialarbeit

  • Gender_news 4/2026
  • Internationale Arbeit

  • Werden Sie EU Player Anleiter*in!
  • Jugendmigrationsarbeit

  • MHC-Broschüre veröffentlicht
  • Aus der Arbeit des Servicebüros Jugendmigrationsdienste

  • JMD-Ausstellung YOUNIWORTH: Jetzt für 2027 bewerben
  • Mobile JMD-Ausstellung YOUNIWORTH in Frankfurt:
  • Veranstaltungshinweise

  • Übersicht über die Veranstaltungen der BAG EJSA
  • Veranstaltungen der ejsa Bayern
  • Transferworkshops MÄNNLICH.JUNG.GEFLÜCHTET „GELINGENDE BEGLEITUNG UND BERATUNG JUNGER GEFLÜCHTETER MÄNNER*“
  • Fachtag „Wie ein Kreis im Meer von Quadraten - Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt - (k)ein Thema in der Jugendsozialarbeit?“
  • Veranstaltungen der Landesarbeitsgemeinschaften Jugendsozialarbeit

  • Fachtag „Macht. Autorität. Verantwortung.Praxis im Spannungsfeld gestalten“
  • Echte Chancen - Aktionswoche Jugendsozialarbeit der LAG Jugendsozialarbeit NRW
  • Fachtag der LAG JSA Bayern: Zwischen Freiwilligkeit und Auftrag - § 13 SGB VIII in Entwicklung
  • Weitere Veranstaltungen

  • Save the Date: Fachtag Jugendbeteiligung
  • Worauf wir Sie sonst noch hinweisen möchten

  • Entwurf des Kinder- und Jugendhilfestruktur-Gesetzes - Stellungnahmen und Analysen
  • Jugend Check zum Regierungsentwurf: Erstes Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz
  • Erstes Straßenkinderhaus in Deutschland eröffnet
  • Neues Serviceangebot informiert zu Lebensentscheidungen zugunsten wirtschaftlicher Eigenständigkeit
  • Filmtipps

  • Dokumentation "Im Prinzip Familie"
  • "Die da unten":NDR Film über die Demokratie auf der Kippe
  • In eigener Sache

    Schule ohne Respekt Coaches?

    Lasst uns reden, Kolleg*innen!

    Mit der Entscheidung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), das Programm Respekt Coaches zum 31. Dezember 2026 zu beenden, besucht die BAG EJSA im Rahmen einer Abschiedsreise verschiedene Programmstandorte in ganz Deutschland.

    Die Reise macht sichtbar, welche Bedeutung die Arbeit der Respekt Coaches für Schulen und junge Menschen hat. Im Austausch mit Fachkräften, Schulen, Trägern und Schüler*innen wird deutlich, welchen Beitrag das Programm zur Demokratieförderung, Extremismusprävention und zum sozialen Zusammenhalt im Schulalltag leistet.

    Gleichzeitig richtet die Abschiedsreise den Blick auf die Folgen des Programmendes – insbesondere auf den Wegfall von geschützten Räumen, verlässlichen Ansprechpersonen und präventiven Angeboten für junge Menschen.

    Über den ersten Teil der Reise berichteten wir im letzten Infobrief, hier nun der zweite Teil. Alle Berichte finden Sie auf unserer Webseite unter: Lass uns reden, Respekt Coaches!

    Lass uns reden, Hamburg-Nord! - Vielfalt in Schule und Quartier

    An der beruflichen Schulen Uferstraße in Hamburg treffen jeden Tag junge Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen, Meinungen und Lebenswegen aufeinander. Aus allen Teilen der Stadt kommen sie hier zusammen und begegnen Perspektiven, die oft weit über das eigene Umfeld hinausreichen. Was diese Vielfalt für den Schulalltag bedeutet und welche Rolle die Respekt Coaches dabei spielen, zeigte sich bei unserem Besuch am 22. Juni 2026 schnell.

    Die Gespräche mit Respekt Coach Christian Göhring von EvaMigrA e.V., einer Schulsozialpädagogin und zwei Beratungslehrerinnen machten deutlich: Berufsschulen sind heute weit mehr als Orte der Ausbildung. Hier werden gesellschaftliche Entwicklungen und Konflikte unmittelbar sichtbar.

    „Wir merken überall in den Regelstrukturen, dass der Rechtsdruck ankommt“, beschreibt Christian die aktuelle Situation. Gemeinsam mit den Schulen greift er Themen wie Demokratie, Antidiskriminierung und Medienkompetenz auf.

    Respekt Coaches agieren an der Schnittstelle zwischen Schulalltag und Lebenswelt der Jugendlichen. Sie verbinden Jugendsozialarbeit mit politischer Bildung und greifen Themen auf, die junge Menschen beschäftigen. Anders als Lehrkräfte geben sie keine Noten. Dadurch entstehen Räume für offene, auch kontroverse Diskussionen, persönliche Erfahrungen und neue Blickwinkel.

    Seine Aufgabe versteht Christian als Frühwarnsystem: „Ich würde uns als eine Art Seismograph verstehen.“ Respekt Coaches nehmen früh wahr, welche Fragen, Unsicherheiten und gesellschaftspolitischen Strömungen junge Menschen beschäftigen, lange bevor sie im Schulbetrieb offen zutage treten.

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, Hamburg-Nord!

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    Lass uns reden, Berlin-Lichtenberg! - Schülerinnen geben Einblicke

    An der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule in Berlin-Lichtenberg sprachen wir gemeinsam mit der Respekt Coach, der Schulsozialarbeit und erstmals auch zwei Schülerinnen darüber, welche Rolle das Programm im Schulalltag spielt – und welche Folgen sein Auslaufen für die Schule haben wird.

    Besonders deutlich wurde dabei das Zusammenspiel von Respekt Coach und Schulsozialarbeit. Beide Arbeitsbereiche verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte und ergänzen sich gerade dadurch wirkungsvoll. Während die Schulsozialarbeit Kinder und Jugendliche vor allem in individuellen Krisen, Konflikten oder belastenden Lebenssituationen begleitet, setzen die Respekt Coaches mit präventiven Gruppenangeboten an. Workshops und Projekttage zu Demokratiebildung, Vielfalt, Antidiskriminierung, respektvollem Miteinander oder Partizipation schaffen Räume, in denen junge Menschen soziale und demokratische Kompetenzen entwickeln können.

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, Berlin!

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    Lass uns reden, Ratingen! - Demokratiebildung braucht Zeit

    Am 17. Juni 2026 sprachen wir mit Panagiota Balagka, Respekt Coachin in Ratingen, und Michaela Peter, Abteilungsleiterin Migration-Integration bei der Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann, über Demokratiebildung an Schulen – eine Aufgabe, die in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung wichtiger ist denn je.

    Drei Schulen, jahrelange Zusammenarbeit und eine konstante Ansprechperson bei Fragen, Konflikten oder Orientierungsbedarf: So lässt sich die Arbeit von Panagiota Balagka beschreiben. „Es hat eineinhalb Jahre gedauert, bis das Fundament stand“, erinnert sie sich. „Vertrauen wächst nicht durch einzelne Aktionen, sondern durch Beständigkeit.“

    Mit dem Auslaufen des Programms droht dieser Erfolg wegzubrechen. Was künftig fehlt:

    • eine feste Bezugsperson, die zwischen Schüler*innen, Lehrkräften und externen Kooperationspartnern vermittelt,
    • eine kontinuierliche sozialpädagogische Begleitung, die Schüler*innen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung stärkt und ein demokratisches Miteinander fördert,
    • eingespielte Netzwerkstrukturen, die Herausforderungen frühzeitig erkennen und geeignete Hilfen koordinieren.

    Die Erfahrungen aus Ratingen zeigen: Demokratiebildung entsteht nicht von selbst. Sie braucht Zeit, Vertrauen, geschützte Räume und qualifizierte Fachkräfte, die dauerhaft an Schulen präsent sind. Mit dem Programmende verschwindet nicht nur eine Förderung, sondern auch ein Stück gelebter Demokratie, das den Schulalltag vieler junger Menschen nachhaltig geprägt hat.

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, Ratingen!

    Lass uns reden, Diez! - Kraft der Kommunikation

    „Die Schule ist der einzige Ort, an dem wir über diese Themen überhaupt sprechen können.“ Dieser Satz einer Schülerin des Sophie-Hedwig-Gymnasiums in Diez bleibt hängen. Er macht deutlich, wie wichtig die Angebote der Respekt Coaches für viele junge Menschen sind. 

    Bei unserem Besuch am 18. Juni 2026 zeichneten die Gespräche mit der Schulleitung und den Lehrkräften, den Respekt Coaches Nora Wagner und Tom Stegemann, ihrem Teamleiter Sebastian Zimmermann von der Regionalen Diakonie Westerwald-Rhein-Lahn sowie der Schülerin ein klares Bild: Das bundesweite Präventionsprogramm hat an der Schule einen hohen Stellenwert. 

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, Diez!

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    Lass uns reden, Westerburg! - Orientieren, Einordnen

    Was passiert an Schulen, wenn Fachkräfte fehlen, die jungen Menschen zuhören, Orientierung geben und gesellschaftliche Herausforderungen einordnen? Antworten darauf gab unser Besuch an der Realschule plus „Am Schlossberg“ in Westerburg am 18. Juni 2026.

    Schon beim Betreten der Schule wird deutlich, welchen Stellenwert Respekt Coach Sebastian Zahn im Schulalltag hat. Sein Büro liegt direkt neben der Schulsozialarbeit und einem offenen Aufenthaltsraum. Es ist ein Ort der Begegnung, an dem Jugendliche in Kleingruppen zusammenkommen, diskutieren oder gezielt den Austausch mit ihm suchen. Dieses Angebot ist hier unkompliziert und auf Augenhöhe erreichbar.

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, Westerburg!

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    Lass uns reden, Wörth! - Wirkung braucht Zeit

    Mit Raphael Burckhardt, Respekt Coach in Wörth, sprachen wir am 12. Juni 2026 an der Realschule plus in Kandel, sowie mit Kathrin Frewell, Leiterin des Jugendmigrationsdienstes in Wörth. Schnell wurde klar: Was Schüler*innen aus den Gruppenangeboten mitnehmen, zeigt sich oft erst mit etwas Abstand.

    „Nicht jede Erkenntnis leuchtet sofort ein“, erzählt Raphael Burckhardt. Ein Workshop zu Vorurteilen, Ausgrenzung oder Mobbing endet nicht mit dem letzten Programmpunkt. „Manchmal kommen Schüler*innen Wochen später auf mich zu und sagen: Jetzt sehe ich viele Dinge anders als zuvor.“

    Genau darin liegt die Stärke des Programms. Nicht alle Schüler*innen sind von Anfang an begeistert. Manche reagieren zurückhaltend oder skeptisch. Doch häufig wird aus anfänglicher Distanz echtes Interesse. Die Workshops stoßen Denkprozesse an, die weit über den eigentlichen Projekttag hinauswirken und Schüler*innen dazu anregen, Fragen von Zusammenleben, Vielfalt und gegenseitigem Respekt aus neuen Perspektiven zu betrachten.

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, Wörth!

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    Lass uns reden, Hamburg-Wandsbek! - Zugehörigkeit erleben

    Als wir am 23. Juni 2026 zwei Hamburger Stadtteilschulen besuchen, wird schnell klar: Hier geht es um weit mehr als um Mathe, Deutsch und Englisch. Hier wird jeden Tag darüber entschieden, ob junge Menschen Zugehörigkeit erfahren, Vertrauen in sich selbst entwickeln und ihren Platz in einer immer komplexeren Welt finden.

    Für Furkan Cicek, Schulsozialpädagoge an der Max-Schmeling-Schule, geht es schon lange um mehr als nur um Unterricht. Die Schule ist heute einer der wenigen festen Bezugspunkte – sie bildet einen Gegenpol zu den sozialen Medien und dem oft begrenzten Erfahrungsraum des eigenen Umfelds. Viele Schüler*innen verlassen ihren Stadtteil kaum. Umso wichtiger ist hier ein geschützter Rahmen: Nur so können Jugendliche abseits ihres gewohnten Umfelds miteinander ins Gespräch kommen, andere Sichtweisen kennenlernen und aushalten sowie Vorurteile hinterfragen.

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, Hamburg-Wandsbek!

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    Lass uns reden, Hamburg-Altona! - Kunstprojekt „Peaces into Peace“

    Die beiden Respekt Coaches des CJD Nord arbeiten in Hamburg an zwei sehr unterschiedlichen Schulstandorten. Gemeinsam mit den Fachkräften tauschten wir uns über ihre Arbeit, bewährte Projekte und die Auswirkungen des Programmendes aus.

    Deutlich wurde, wie vielfältig die Arbeit der Respekt Coaches ist. Sie begleiten Projekte zu Demokratiebildung, Medienkompetenz, Cybermobbing, Vielfalt und Antidiskriminierung, schaffen Safe Spaces für junge Menschen und vernetzen Schulen mit außerschulischen Bildungsangeboten. Dabei ergänzen sie die schulischen Strukturen durch präventive Gruppenangebote und langfristige Beziehungsarbeit.

    Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist das Kunstprojekt „Peaces into Peace“ an der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule. Gemeinsam mit der Künstlerin Bente Wolke entwickelten Schüler*innen des siebten Jahrgangs unter Anleitung ihrer Respekt Coach eigene Motive und Schablonen. Aus 21 gestalteten Gehwegplatten entstand ein Kunstwerk, das künftig dauerhaft auf dem Schulgelände zu sehen sein wird. Die Jugendlichen waren dabei an allen Schritten beteiligt – von der Themenfindung über die Gestaltung bis zur Umsetzung. Das Projekt macht sichtbar, wie Partizipation, Kreativität und Demokratiebildung miteinander verbunden werden können.

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, Hamburg Altona!

    Lass uns reden, Delmenhorst! - Wie schmeckt Respekt?

    Wie schmeckt eigentlich Respekt? Dieser Frage gingen Jugendliche in Delmenhorst gemeinsam mit Respekt Coach Oliver Hoyer nach. Während der Pandemie stimmten sie auf Instagram über die Zutaten einer neuen Eissorte ab. Das Ergebnis: die Sorte „Respekt“. Hinter der Aktion steckte weit mehr als nur eine kreative Idee. Das Eis wurde zum Eisbrecher, für Gespräche über Vielfalt, Respekt und das Miteinander an der Schule.

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, Delmenhorst!

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    Lass uns reden, Dahme/Mark! - Kennenlernwoche bietet Mehrwert

    Bei unserer Besuch in Dahme/Mark konnten wir einen besonderen Einblick in den Schulalltag gewinnen: Denn in der Otto-Unverdorben-Oberschule in Dahme/Mark gibt es für alle neuen 7.Klässer*innen am Anfang des Schuljahrs eine Kennenlernwoche. Vier komplette Tage verbringen die Jugendlichen gemeinsam – mit gemeinsamen Aktivitäten, viel Zeit zum Kennenlernen und sogar Übernachtungen. Erst im Anschluss werden sie auf die einzelnen Klassen verteilt.

    Das Konzept ist ungewöhnlich und zugleich sehr überzeugend: Die Schüler*innen lernen sich zunächst als gesamte Jahrgangsstufe kennen, bevor die Klassen gebildet werden. Dabei können sie erleben, mit wem sie gut zurechtkommen, wer ähnliche Interessen hat und mit wem sie gerne zusammenarbeiten möchten. Die Schule berücksichtigt diese Erfahrungen anschließend bei der Klassenzusammensetzung.

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, Dahme/Mark!

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    Lass uns reden, Biberach! - Zusammen mit der Schulsozialarbeit

    „Ich brauche mal deine Unterstützung.“ Ein Anruf genügt, damit die Respekt Coaches und die Schulen aus einer Herausforderung eine gemeinsame Aufgabe machen. Ob Konflikte in der Klasse, Leistungsdruck, Diskriminierung oder Fragen nach Fairness, Respekt und demokratischem Miteinander: Einfache Antworten gibt es im Schulalltag selten. Gefragt sind fachlicher Austausch, kurze Wege und konkrete Hilfe vor Ort.

    Genau dieses eingespielte Netzwerk steht jetzt auf dem Spiel. Mit dem Ende des Bundesprogramms Respekt Coaches bricht eine etablierte Struktur weg, die Schulen, Träger und Fachkräfte gemeinsam aufgebaut haben. Wie wichtig dieses Miteinander für den Schulalltag ist, haben wir bei unserem Besuch am 30. Juni 2026 an zwei beruflichen Schulen in Biberach erfahren.

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, Biberach!

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    Lass uns reden, München! - Selbstvertrauen, Mitbestimmung, Teilhabe

    In einem Klassenraum einer Münchner Schule sitzen zwei Mädchen still in der letzten Reihe. Sie beteiligen sich kaum am Unterricht und wirken unsicher. Einige Wochen später diskutieren sie mit ihren Mitschüler*innen und vertreten selbstbewusst ihre Meinung. Für Jules Mpot Mimbang, die als Respekt Coach an fünf Münchner Schulen tätig ist, sind genau solche Entwicklungen die wertvollsten Momente. Sie zeigen, was das Bundesprogramm „Respekt Coaches“ im Schulalltag bewirkt: Es ebnet jungen Menschen den Weg von Unsicherheit und Zurückhaltung hin zu Selbstvertrauen, Mitbestimmung und aktiver Teilhabe.

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, München!

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    Lass uns reden, Nürtingen! - Vertrauen wächst

    Nach einem Workshop bleibt ein Jugendlicher sitzen. Er wartet, bis die anderen das Klassenzimmer verlassen haben. Dann beginnt er zu erzählen: von Erfahrungen, die ihn belasten, von Ängsten, Ausgrenzung und Erlebnissen, über die er bislang mit niemandem gesprochen hat.

    Dass solche Momente entstehen, ist kein Zufall. Sie sind das Ergebnis von Vertrauen, das die Respekt Coaches an Schulen Tag für Tag aufbauen. Sie schaffen geschützte Räume, in denen junge Menschen offen über ihre Themen und Konflikte sprechen können – und in denen ihre Anliegen ernst genommen werden.

    Die Respekt Coaches arbeiten im Rahmen eines Bundesprogramms mit einem eigenständigen Auftrag direkt an Schulen. Sie stärken Demokratie und beugen Extremismus, Rassismus, Antisemitismus sowie anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit vor.

    In Nürtingen gibt es das Programm seit 2018. Es wird vom Jugendmigrationsdienst (JMD) Nürtingen der BruderhausDiakonie getragen und ist inzwischen an drei Schulen etabliert. Doch am 31. Dezember 2026 endet die Förderung. Was bleibt von acht Jahren Arbeit, wenn die Fachkräfte ihre Arbeit nicht fortsetzen können?

    Darüber sprach die BAG EJSA am 6. August 2026 mit den Respekt Coaches Amina Ramadan und Ivana Serka, Ingrid Gunzenhauser (JMD Nürtingen), Maren Janetzko von der LAG Jugendsozialarbeit Baden-Württemberg sowie Julia Müller vom Diakonischen Werk Württemberg.

    Lesen Sie weiter unter: Lass uns reden, Nürtingen!

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    Aus dem Verband

    Gruppenarbeit stärken!

    Gruppenarbeit.info ist die zentrale Website des Projekts „Gruppenarbeit in der Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit – Gruppenarbeit stärken!“ der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit Baden-Württemberg und der Diakonie Württemberg.

    Sie richtet sich an Fachkräfte und Träger der Sozialen Arbeit (vorranging in den Feldern der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit), die Lust haben ihre Gruppenarbeit zu professionalisieren und weiterzuentwickeln, um jungen Menschen Räume für Begegnung, Selbstwirksamkeit und Bildung zu eröffnen und sie gelingend in ihrem Aufwachsen zu begleiten. 

    Auf der Website stellen wir Informations- und Arbeitsmaterialien, praxisnahe Hinweise, sowie Fachberatung zur Verfügung. Ziel ist es, die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse und Materialien nachhaltig nutzbar zu machen. Wir möchten: Wissen teilen – Qualität stärken – Träger und Fachkräfte unterstützen – Vernetzung fördern!

    Alle Infos zum Projekt finden Sie unter: Gruppenarbeit.info

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    Studie: Was uns trennt. Was uns ins Gespräch bringt.

    Midi-Studie: Vier Grundhaltungen in Deutschland und ihre Bedeutung für gesellschaftliche Verständigung Nachfolge zur Studie „Verständigungsorte in polarisierenden Zeiten“

    Was uns trennt, verläuft nicht dort, wo es die öffentliche Debatte vermutet. Was uns ins Gespräch bringt, ist zuerst eine Frage der Form und erst danach eine Frage des Inhalts. Diese beiden Befunde bilden den Kern der vorliegenden Studie. Die vorliegende Nachfolgestudie knüpft an die im Februar 2025 veröffentlichte Studie „Verständigungsorte in polarisierenden Zeiten“ an. Jene Studie zeigte eine verbreitete Wahrnehmung von Spaltung, ließ aber offen, worin die Spaltung besteht und wo sie verläuft. Für diese Nachfolgestudie hat midi tiefer nach der Struktur gefragt, die unter den Einzelbefunden liegt. Grundlage ist die Erhebung von Forsa aus dem Dezember 2024 mit 2.014 befragten Personen ab 18 Jahren. Aus 29 Einstellungsitems ergeben sich drei Achsen, nämlich Demokratievertrauen und kulturelle Bedrohungswahrnehmung, Gerechtigkeitswahrnehmung sowie die Sorge um den gesellschaftlichen Zusammenhalt. 

    In diesem Einstellungsraum lassen sich vier Grundhaltungen unterscheiden, die jeweils rund ein Viertel der Bevölkerung umfassen: 

    • Die Vertrauensvoll Wachsamen mit 27,9 Prozent sind demokratiezufrie den, mit dem eigenen Leben zufrieden und am ehesten kirchlich gebunden.
    • Die Progressiven Gerechtigkeitskritiker mit 24,2 Prozent sind demokratiezufrieden und zugleich am schärfsten gerechtigkeitskritisch, jung und säkular.
    • Die Enttäuschten Ungehörten mit 24,1 Prozent sind demokratieunzufrieden, thematisch auf Migration und Islamismus fokussiert, männlich geprägt und im Osten überrepräsentiert.
    • Die Rundum Verunsicherten mit 23,9 Prozent sind ebenfalls demokratieunzufrieden, jedoch diffus besorgt, weiblich geprägt und parteipolitisch heimatlos. 

    Zentral sind die Befunde, dass die Spaltung nicht zwischen oben und unten verläuft, sondern quer durch die Sorgen, dass Demokratieunzufriedenheit zwei sehr unterschiedliche Gruppen umfasst, dass Religiosität die Konfliktlinie nicht ordnet und dass über alle Gruppen hinweg Verfahren wie Moderation, Regeln und ein geschützter Rahmen wichtiger sind als inhaltliche Kriterien. Für die Praxis der Verständigungsorte folgt daraus, dass eine pauschale Zusammenhaltsbotschaft strukturell nur einen Teil der Gesellschaft erreicht und dass die vier Grundhaltungen jeweils eigene Zugänge verlangen. Nach dem Hintergrund und der Anknüpfung an die Studie 2025 legt die vorliegende Studie das methodische Vorgehen offen und beschreibt die Struktur, die die Korrelationsanalyse sichtbar macht. Anschließend stellt sie die vier Grundhaltungen in Steckbriefen vor und übersetzt die Befunde in Zugänge und Empfehlungen für die Praxis der Verständigungsorte. Ein eigenes Kapitel ordnet die vier Grundhaltungen im Verhältnis zu anderen Typologien sowie in aktuelle Umfragen und Studien zur Stimmungslage der Gesellschaft ein.

    Zur vollständigen Studie gelangen Sie über diesen Link: Was uns trennt. Was uns ins Gespräch bringt.

    Jugendsozialarbeit und Bildung

    Schulsozialarbeit gemeinsam weiterdenken

    Bei ihrer jährlichen Klausur am 21. und 22. September in Stuttgart beschäftigten sich die Mitglieder des Kooperationsverbunds Schulsozialarbeit intensiv mit aktuellen Herausforderungen für die Schulsozialarbeit.

    Im Fokus standen unter anderem gesellschaftspolitische Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die Praxis sowie die Vernetzung mit weiteren Zusammenschlüssen der Schulsozialarbeit. Ein Schwerpunkt der Klausur war die gemeinsame Arbeit an einer Broschüre zur klassismuskritischen Schulsozialarbeit. Damit setzt der Kooperationsverbund einen weiteren fachlichen Impuls für eine reflektierte und diskriminierungskritische Praxis. Die Broschüre wird in Kürze veröffentlicht.

    Der fachliche Austausch, die Vernetzung und die gemeinsame Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit stehen seit vielen Jahren im Mittelpunkt der Arbeit des Kooperationsverbunds. Im Anschluss an die Klausur feierten aktive und ehemalige Mitglieder das 25-jährige Bestehens des Kooperationsverbunds. Seit 2001 fördert der Verbund den Informations- und Erfahrungsaustausch durch fachliche Impulse und führt hierfür in regelmäßigen Abständen bundesweite Tagungen zu aktuellen Fragen der Schulsozialarbeit durch. Die Geschichte des Kooperationsverbunds kann hier nachgelesen werden. 

    Ejsa

    Berufliche und soziale Integration

    Zwischen Hilfe und Hürde: Unterstützungsstrukturen im Übergang Schule-Beruf aus Sicht junger Menschen

    Der Beitrag von Lisa Steinberg „Zwischen Hilfe und Hürde: Unterstützungsstrukturen im Übergang Schule-Beruf aus Sicht junger Menschen“ bei den 23. Hochschultagen 2025 wurde jetzt in der Dokumentation als bwp@-Spezial HT2025 veröffentlicht. Der Beitrag nimmt die Perspektiven junger Menschen auf Unterstützungsangebote am Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf in den Blick.

    Zum Beitrag „Zwischen Hilfe und Hürde“

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    Mädchensozialarbeit

    Gender_news 4/2026

    Die neue Ausgabe der BAG EJSA Gender_News enthält viele aktuelle Informationen sowie grundlegend wichtige Impulse zu gender- und diversitätssensiblen Ansätzen und intersektionalen Perspektiven in der Jugendsozialarbeit.

    Die Gender_news 4/2026 finden Sie unter: Gender_news 4/2026

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    Internationale Arbeit

    Werden Sie EU Player Anleiter*in!

    Das YES Forum lädt ein: 

    Wir möchten Sie herzlich einladen am EU-geförderten Projekt EU Player teilzunehmen. Ziel des Projekts ist es, jungen Menschen zwischen 13 und 25 Jahren die Europäische Union, Demokratie und zivilgesellschaftliches Engagement spielerisch näherzubringen – mithilfe eines kooperativen, pädagogisch entwickelten Brettspiels. Lernen Sie an unserem Fortbildungstag jungen Menschen die EU spielerisch näherzubringen und das kooperative Brettspiel "Europe United" in Ihrem pädagogischen Kontext einzusetzen!

    Die Fortbildung findet am 12. November 2026 von 9 – 16 .30 Uhr im Europa Zentrum Baden-Württemberg (Kronprinzstr. 13, 70173 Stuttgart) statt. 

    Themen der Fortbildung: 

    • Vorstellung des Projekts EU Player
    • Einführung in spielbasiertes Lernen und die EU
    • Einführung in das kooperative pädagogische Brettspiel „Europe United“
    • Ausprobieren des Spiels
    • Wichtige Infos für die Umsetzung
    • Ideensammlung: Wie bringe ich Europe United in meine Arbeit ein?

    Als örtlicher Kooperationspartner wird das Europa Zentrum Baden-Württemberg ebenfalls zum Programm beitragen.

    Mehr Informationen zum Projekt EU Player finden Sie hier (auf Englisch): EU Player 

    Das Spielmaterial sowie das zugehörige Handbuch erhalten Sie kostenfrei am Ende der Fortbildung. Voraussetzung ist, dass Sie das Brettspiel in Ihrer pädagogischen Arbeit im Schuljahr 2026/27 einsetzen und dies dokumentieren. Fortbildungssprache ist deutsch, auch das Spielmaterial ist auf Deutsch. Die jungen Menschen, mit denen Sie spielen, haben die Chance im Rahmen eines europaweiten Wettbewerbs von EU-Player-Spieler*innen zu EU-Player-Botschafter*innen zu werden und andere Spielbegeisterte im Sommercamp 2027 in Rumänien zu treffen. 

    Werden Sie Teil einer Gemeinschaft von 10.000 jungen Menschen, die europaweit mitspielen! Anmeldung ist ab sofort bis zum 15.10. unter folgendem Link möglich: Anmeldung EU-Player 

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    Jugendmigrationsarbeit

    MHC-Broschüre veröffentlicht

    Die Abschlussbroschüre des JMD-Programms Mental Health Coaches fasst die Erkenntnisse aus zweieinhalb Jahren Modellvorhaben zusammen, an dem rund 80 Standorte und mehr als 100 Schulen beteiligt waren. Über 93.000 Schülerinnen und Schüler profitierten von niedrigschwelligen Angeboten zur Stärkung von Resilienz, Selbstwirksamkeit und sozial-emotionalen Kompetenzen. Die Broschüre leitet daraus Empfehlungen für eine nachhaltige Verankerung schulischer Prävention und mentaler Gesundheitsförderung ab. Den Download-Link und weitere Informationen gibt es hier.

    Ejsa

    Aus der Arbeit des Servicebüros Jugendmigrationsdienste

    JMD-Ausstellung YOUNIWORTH: Jetzt für 2027 bewerben

    Die mobile JMD-Ausstellung YOUNIWORTH eröffnet jungen Menschen wichtige Räume für Begegnung und Austausch – und damit Chancen, Zukunft gemeinsam zu gestalten. YOUNIWORTH richtet den Blick auf das Zusammenleben junger Menschen in Deutschland. Ziel ist es, für die Themen Jugend und Migration zu sensibilisieren, Vorurteile zu hinterfragen und einander besser kennenzulernen. Die Ausstellung beinhaltet sieben multimediale Stationen und lädt zum Mitmachen ein. 

    Seid 2027 mit eurem Standort dabei und bewerbt euch jetzt à Hier geht es zur Ausschreibung.

    Ejsa © Servicebüro Jugendmigrationsdienste

    Mobile JMD-Ausstellung YOUNIWORTH in Frankfurt:

    Die mobile JMD-Ausstellung YOUNIWORTH macht Station in Frankfurt:

    Ejsa © Servicebüro Jugendmigrationsdienste

    Veranstaltungshinweise

    Übersicht über die Veranstaltungen der BAG EJSA

    Diese und weitere Informationen zu unseren Terminen und Veranstaltungen finden Sie auf unserer Website unter: Veranstaltungen

    Jung. Zugewandert. Ausgebremst. Wie Teilhabe trotzdem gelingt
    21.10. bis 23.10.2026
    Ort: Nürnberg
    Kontakt: Rebekka Hagemann und Judith Jünger
    Alle Informationen unter: JMD 2026

    BAG EJSA-Talk: “Jugend trifft Politik”
    17.11.2026
    online
    Kontakt: Judith Jünger und Claudia Seibold
    Alle Informationen unter: BAG EJSA-Talk: “Jugend trifft Politik”

    Infotage für neue Mitarbeiter*innen in den JMD
    1. bis 3.12.2026
    Ort: Hannover
    Kontakt: Rebekka Hagemann
    Alle Informationen demnächst unter: Neu im JMD 2026

    „Gendersensible Jugendsozialarbeit“ 2027
    28. - 29.09.2027
    Ort: Hannover
    Kontakt: Christiane Weidner
    Alle Informationen demnächst unter: „Gendersensible Jugendsozialarbeit“ 2027 

    Veranstaltungen der ejsa Bayern

    Zwischen Verliebtheit und Vorpubertät
    Psychosexuelle Entwicklung im Grundschulalter

    Termin: 13.10.2026, 10:00-17:00 Uhr
    Ort: ejsa Bayern e.V. – Tagungsraum, Nymphenburger Straße 50, 80335 München
    Diese Fortbildung unterstützt Sie als Fachkraft dabei, Grundschulkinder in ihrer psychosexuellen Entwicklung einfühlsam und kompetent zu begleiten. Sie bietet erprobte Praxisideen, um einen sicheren Rahmen für Gespräche mit den Kindern zu schaffen und die Zusammenarbeit mit den Eltern zu stärken.
    Weitere Infos und Anmeldung unter: Zwischen Verliebtheit und Pubertät 

    Kooperation im schulischen Ganztag
    Rahmenbedingungen und Ideen für gutes Miteinander

    Termin: 16.10.2026, 10:00-17:00 Uhr
    Ort: eckstein, Burgstr. 1 – 3, 90403 Nürnberg
    Ziel: Sie kennen die Rahmenbedingungen für die Kooperation und können die Chancen und Grenzen für Ihren Einsatzort einschätzen.
    Weitere Infos und Anmeldung unter: Kooperation im schulischen Ganztag 

    Update Migrationsrecht - für die Beratung junger Menschen

    Termin: 20.10.2026, 09:00-12:00 Uhr
    Ort: online
    Ziel: Sie verschaffen sich einen Überblick über aktuelle Änderungen im Migrationsrecht und deren Auswirkungen auf Ihre Zielgruppe in der Beratungsarbeit.
    Weitere Infos und Anmeldung unter: Update Migrationsrecht

    Zwischen Belastung und Balance
    Emotionsregulation für Fachkräfte in der Jugendsozialarbeit

    Termin: 21.10.2026, 10:00-17:00 Uhr
    Ort: eckstein, Burgstr. 1 – 3, 90403 Nürnberg
    Ihr Alltag in der Jugendsozialarbeit ist manchmal ganz schön wild, nur in Teilen planbar und hat hohe Anforderungen?
    Neben guten Rahmenbedinungen am Arbeitsplatz, kann auch Ihre individuelle Fähigkeit zur Emotionsregulation dazu beitragen, dass Sie immer wieder in Balance kommen.
    Weitere Infos und Anmeldung unter: Zwischen Belastung und Balance 

    Basisschulung zur Prävention sexualisierte Gewalt

    Termin: 22.10.2026, 12:30-16:00 Uhr
    Ort: online
    Ziel: Sie entwickeln eine aktive Haltung und werden sprach- und handlungsfähig zum Thema sexualisierte Gewalt.
    Zielgruppe: Mitarbeitende aus Einrichtungen der Jugendsozialarbeit. Alle haupt-, ehren- und nebenamtlichen Mitarbeitenden sind verpflichtet eine Basisschulung zu absolvieren.
    Weitere Infos und Anmeldung unter: Basisschulung

    Auf den Punkt kommen: Moderation in der Jugendsozialarbeit

    Termin: 11.11.2026, 10:00-17:00 Uhr
    Ort: ejsa Bayern e.V. – Tagungsraum, Nymphenburger Straße 50, 80335 München
    Ziele: Sicherheit in der Rolle als Moderator*in gewinnen, Gespräche zielgerichtet und löungsorientiert steuern, alle Beteiligten aktiv einbinden
    Weitere Infos und Anmeldung unter: Auf den Punkt kommen

    Starter Kit Schulischer Ganztag - für neue Mitarbeitende

    Termin: 13.11.2026, 10:00-17:00 Uhr (Präsenz)
    27.11.2026, 10:00-12:00 Uhr (online)
    Ort: eckstein, Burgstr. 1 – 3, 90403 Nürnberg
    Weitere Infos und Anmeldung unter: Starter Kit Schulischer Ganztag 

    LAG Fachtag 2026: Zwischen Freiwilligkeit und Auftrag
    § 13 SGB VIII in Entwicklung

    Termin: 03.12.2026, 10:00-16:00 Uhr
    Ort: Karl-Bröger-Zentrum, Karl-Bröger-Str. 9, 90469 Nürnberg
    Zwischen Freiwilligkeit und Auftrag bewegt sich die Jugendsozialarbeit seit vielen Jahren. Mit der aktuellen Kinder- und Jugendhilfestrukturreform gewinnt § 13 SGB VIII eine neue Bedeutung – und damit stellt sich die Frage, wie der gesetzlich verpflichtete (oder freiwillige?) Auftrag der Jugendsozialarbeit künftig wirksam umgesetzt werden kann. 
    Der Fachtag der LAG Jugendsozialarbeit Bayern nimmt diesen Wandel zum Anlass, aktuelle fachpolitische Entwicklungen gemeinsam mit Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Praxis zu diskutieren und ihre Auswirkungen auf die unterschiedlichen Handlungsfelder der Jugendsozialarbeit zu beleuchten. Gemeinsam wollen wir den Blick nach vorne richten und Impulse für die Weiterentwicklung einer starken Jugendsozialarbeit entwickeln.
    Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie unter: LAG Fachtag 2026 

    Transferworkshops MÄNNLICH.JUNG.GEFLÜCHTET „GELINGENDE BEGLEITUNG UND BERATUNG JUNGER GEFLÜCHTETER MÄNNER*“

    Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Projekt “männlich.jung.geflüchtet” werden in zwei weiteren Transferworkshops weitergegeben.

    Im Fokus stehen praxisorientierte Zugänge und Methoden der Arbeit mit jungen geflüchteten Männern:
    - Differenzierter Blick und Auseinandersetzung mit der Zielgruppe
    - Zugänge und Beziehungsarbeit
    - Beratung und gruppenpädagogische Methoden
    - Herausforderungen & kollegialer Austausch
    - Praxiseinblicke aus dem Projekt „männlich.jung.geflüchtet“

    Zielgruppe sind Fachkräfte der Jugendsozialarbeit (Schulsozialarbeit, Mobile Jugendarbeit, Arbeitsfeldbezogene Jugendsozialarbeit,
    Jugendmigrationsdienste, Jugendwohnen). der (offenen) Jugendarbeit sowie Multiplikator* innen und Fachkräften anderer
    Handlungsfelder, die mit jungen geflüchteten Männern arbeiten oder neue Zugänge zur Zielgruppe aufbauen möchten.

    Termin im November:

    Termin im Dezember:

    Fachtag „Wie ein Kreis im Meer von Quadraten - Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt - (k)ein Thema in der Jugendsozialarbeit?“

    Der Fachtag „Wie ein Kreis im Meer von Quadraten“ möchte Gelegenheit bieten, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Kontext von Identitätsbildung zu diskutieren. Im Zentrum von fachlichen Inputs und Diskussionen steht die Frage, wie die Jugendsozialarbeit sowohl junge Menschen wie auch beim Prozess des Abbaus von sexuellen und geschlechtlichen Vorurteilen bei Jugendlichen gut unterstützen kann. Der Fachtag „Wie ein Kreis im Meer von Quadraten“ wird in Kooperation mit der NRW-Fachberatungsstelle „GERNE ANDERS!“, welche die fachliche und inhaltliche Ausgestaltung des Fachtags umsetzt, durchgeführt. 

    Die Veranstaltung der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe am 26.11.2026 ist bereits ausgebucht, eine Wiederholung im Februar 2027 wird angestrebt.

    Veranstaltungen der Landesarbeitsgemeinschaften Jugendsozialarbeit

    Fachtag „Macht. Autorität. Verantwortung.
    Praxis im Spannungsfeld gestalten“

    Wie prägen Macht und Autorität unser berufliches Handeln? Ob in Bildung, Pädagogik, Sozialer Arbeit, Kirche, Verwaltung, Polizei oder anderen Handlungsfeldern – sie eröffnen Gestaltungsmöglichkeiten und bergen zugleich Risiken von Ausgrenzung und Missbrauch. 

    Der Fachtag „Macht. Autorität. Verantwortung. Praxis im Spannungsfeld gestalten“ am 01.10.2026 im Tagungszentrum Hohenheim in Stuttgart lädt dazu ein, Autorität und Macht differenziert zu betrachten, die eigene professionelle Rolle kritisch zu reflektieren und neue Perspektiven für verantwortungsvolles Handeln zu gewinnen.

    Der Fachtag wird gemeinsam veranstaltet von der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit den Projekten „Dialogräume schaffen – Teilhabe stärken“ und „Politische Jugendbildung“, der Evangelischen Akademie Bad Boll mit dem Fachdienst Jugend.Bildung.Politik, der Fachstelle Extremismusdistanzierung im Demokratiezentrum Baden-Württemberg, der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit Baden-Württemberg und dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg, Referat Prävention.

    Termin: 1.10.2026
    Ort: Stuttgart
    Veranstalterin: Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit Baden-Württemberg u.a.m.
    Kosten: 40,- / 20,- €
    Anmeldung bis: 25.09.2026
    Alle Informationen und Anmeldung unter: Macht. Autorität. Verantwortung.

    Echte Chancen - Aktionswoche Jugendsozialarbeit der LAG Jugendsozialarbeit NRW

    Die Aktionswoche Jugendsozialarbeit NRW macht sichtbar, was Jugendsozialarbeit jeden Tag leistet – und warum sie für junge Menschen und unsere Gesellschaft unverzichtbar ist.

    Vom 16. bis 20. November 2026 öffnen Einrichtungen der Jugendsozialarbeit in ganz Nordrhein-Westfalen ihre Türen und laden Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit ein, Jugendsozialarbeit vor Ort kennenzulernen. Ziel ist es, mit Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen, Herausforderungen sichtbar zu machen und gemeinsam darüber zu diskutieren, wie junge Menschen verlässliche Unterstützung und echte Zukunftsperspektiven erhalten können.

    Jugendsozialarbeit begleitet junge Menschen, die aufgrund sozialer Benachteiligungen oder individueller Beeinträchtigungen besondere Unterstützung benötigen – beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf, bei der gesellschaftlichen Teilhabe oder in schwierigen Lebenslagen. Die Aktionswoche gibt diesen Erfahrungen eine Stimme und macht deutlich, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, damit Jugendsozialarbeit ihre wichtigen Aufgaben auch künftig erfüllen kann.

    Unter dem Motto „Echte Chancen“ stehen Begegnung, Austausch und politische Sensibilisierung im Mittelpunkt. Ob Einrichtungsbesuch, Gesprächsrunde oder gemeinsame Aktion – jede Veranstaltung bietet die Möglichkeit, Jugendsozialarbeit unmittelbar zu erleben und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die sie täglich gestalten und von ihr profitieren.

    Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für eine starke Jugendsozialarbeit und für bessere Zukunftschancen junger Menschen in Nordrhein-Westfalen.

    Alle Veranstaltungen und Aktionen der Aktionswoche finden Sie unter: Echte Chancen 

    Ejsa

    Fachtag der LAG JSA Bayern: Zwischen Freiwilligkeit und Auftrag - § 13 SGB VIII in Entwicklung

    Zwischen Freiwilligkeit und Auftrag bewegt sich die Jugendsozialarbeit seit vielen Jahren. Mit der aktuellen Kinder- und Jugendhilfestrukturreform gewinnt § 13 SGB VIII eine neue Bedeutung – und damit stellt sich die Frage, wie der gesetzlich verpflichtete (oder freiwillige?) Auftrag der Jugendsozialarbeit künftig wirksam umgesetzt werden kann. Der Fachtag der LAG Jugendsozialarbeit Bayern nimmt diesen Wandel zum Anlass, aktuelle fachpolitische Entwicklungen gemeinsam mit Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Praxis zu diskutieren und ihre Auswirkungen auf die unterschiedlichen Handlungsfelder der Jugendsozialarbeit zu beleuchten. Gemeinsam wollen wir den Blick nach vorne richten und Impulse für die Weiterentwicklung einer starken Jugendsozialarbeit entwickeln.

    Im Mittelpunkt stehen zunächst der gesetzliche Auftrag, seine Reichweite und Verbindlichkeit sowie die aktuellen Entwicklungen der Kinder- und Jugendhilfestrukturreform. Am Nachmittag geht es dann um die konkrete Umsetzung des § 13 in unterschiedlichen Handlungsfeldern: am Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf, in der schulbezogenen Jugendsozialarbeit und im Jugendwohnen. 

    Termin: Donnerstag, 03.12.2026 | 10:00 – 16:00 Uhr
    Ort: Karl-Bröger-Zentrum, Karl-Bröger-Str. 9, 90469 Nürnberg
    Veranstalterin: LAG Jugendsozialarbeit Bayern

    Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie unter: https://lagjsa-bayern.de/veranstaltung/lag-fachtag-2026-zwischen-freiwilligkeit-und-auftrag/

    Ejsa

    Weitere Veranstaltungen

    Save the Date: Fachtag Jugendbeteiligung

    Im April hat das Bundeskompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung den Sammelband mit unterschiedlichen Perspektiven zu Jugendbeteiligung auf Bundesebene veröffentlicht. 

    Im Herbst möchten wir dazu ins Gespräch kommen. Wie steht es um die Jugendbeteiligung auf Bundesebene? Welche Erfahrungen mit Jugendbeteiligung haben junge Menschen und Institutionen auf Bundesebene bisher gemacht? Wen erreichen Beteiligungsangebote und wen nicht? Inwiefern kann Jugendbeteiligung dazu beitragen, das Vertrauen in demokratische Institutionen und Strukturen zu stärken? 

    Zu diesen und weiteren Fragen laäst das Bundeskompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung herzlich ein zum Fachtag „Jugendbeteiligung auf Bundesebene - Perspektiven. Praxis. Impulse.“ am:

    • 11.11.2026
    • 11:00 - 16:00 Uhr
    • Mehr Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie hier

    Worauf wir Sie sonst noch hinweisen möchten

    Entwurf des Kinder- und Jugendhilfestruktur-Gesetzes - Stellungnahmen und Analysen

    Das Bundeskabinett hat in seiner Sitzung vom 12.8.2026 den Gesetzentwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (Erstes Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz – 1. KJHSRG) beschlossen. Er wird nun in das parlamentarische Verfahren eingebracht. Der Regierungsentwurf (RegE) enthält grundlegende Änderungen im Vergleich zum Referentenentwurf. 

    Der REgierungsentwurf sind u.a. folgende Regelungen vor: 

    • Einführung der infrastrukturellen Bildungsassistenz 

    • Einführung einer Experimentierklausel zur Erprobung der Gesamtzuständigkeit 

    • Anpassung des § 35a SGB VIII an den Behinderungsbegriff der UN-BRK 

    • Vorranggebot im Hinblick auf Infrastruktur- und Regelangebote bei Kindern und Jugendlichen sowie Hilfen und Maßnahmen der Jugendsozialarbeit bei Jugendlichen und jungen Volljährigen 

    • Bürokratieabbau und Vereinfachung in den Verfahren zur Aufnahme und Verteilung von unbegleiteten ausländischen Minderjährigen 

    Die im Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) für den 1.1.2028 vorgesehene vorrangige Zuständigkeit des SGB VIII auch für Leistungen der Eingliederungshilfe an Kinder und Jugendliche mit körperlichen und geistigen Behinderungen wird (ohne Festlegung eines späteren Termins) verschoben. 

    Stellungnahmen zum Entwurf finden Sie u.a. auf der WEbseite des Deutschen Instituts für (DIJuF): 1. KJHSRG-E | DIJUF und auf dem Jugendhilfeportal: Stellungnahmen zum Kinder- und Jugendhilfe-Gesetz | Jugendhilfeportal.

    Besonders hinweisen möchten wir auf die Expertise des ism Mainz “Wenn Reformversprechen und Finanzierungsrealität auseinanderfallen” (Autor Heinz Müller). Die Expertise prüft die im Kabinettsentwurf vorgeschlagenen Veränderungen sowohl bezüglich ihrer rechtlichen als auch ihrer finanziellen Auswirkungen. 

    Jugend Check zum Regierungsentwurf:
    Erstes Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz

    Das Kompetenzzentrum Jugend-Check hat einen neuen Jugend-Check veröffentlicht. Geprüft wurde der Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (Erstes Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz – 1. KJHSRG) (Stand: 12.08.2026) aus dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).

    Ziel des Gesetzentwurfs ist es, die Kinder- und Jugendhilfe effektiver und effizienter zu gestalten und damit ihre Funktionsfähigkeit zu sichern. Im Einzelnen soll die Gesamtzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe für Kinder und Jugendliche mit körperlichen und geistigen Behinderungen durch eine Experimentierklausel erprobt und die Zusammenführung dadurch untersucht werden. Darüber hinaus soll ein Vorrang von infrastrukturellen Angeboten und Regelangeboten vor Einzelhilfen sowie eine infrastrukturelle Bildungsassistenz eingeführt werden. Weitere Regelungen betreffen die Aufnahme und Verteilung unbegleiteter ausländischer Minderjähriger sowie das Verbot des sogenannten begleiteten Trinkens.

    Mehr zu den betroffenen Gruppen junger Menschen und möglichen Auswirkungen auf diese lesen Sie im Jugend-Check

    Erstes Straßenkinderhaus in Deutschland eröffnet

    Am 4. Oktober wird das erste Straßenkinderhaus in Deutschland eröffnet: die BUTZE in Berlin. Träger ist der interkonfessionell-christliche Verein Straßenkinder e. V., der vom Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg- schlesische Oberlausitz und weiteren Organisationen  unterstützt wird. Infos zum hauptsächlich spendenfinanzierten Projekt  und Verein finden Sie unter: https://strassenkinder-ev.de/ 

    Auf rund 3.650 Quadratmetern entsteht eine Begegnungsstätte mit tagesstrukturierenden Angeboten, die den Prozess der Wiedereingliederung für Straßenkinder fördern. Rund 40 verschiedene Wohn- und Schlafplätze in Form von Notschlafstellen, Verselbständigungswohnungen und Mikroapartments werden eingerichtet. Darüber hinaus wird es in der BUTZE eine Wärmestube, eine Großküche, mehrere Büros für Sozial- und Rechtsberatung, Werkstätten und Schulungsräume für berufsvorbereitende Maßnahmen, Duschmöglichkeiten, Waschräume, eine Kleiderkammer sowie eine Basisstation für Streetwork geben. 

    Zum Tag der offenen Tür am 4. Oktober lädt der Verein herzlich ein - 13:00–17:00 Uhr 
    Wönnichstraße 8
    10317 Berlin-Lichtenberg.

    Neues Serviceangebot informiert zu Lebensentscheidungen zugunsten wirtschaftlicher Eigenständigkeit

    Fast alle Frauen und Männer halten wirtschaftliche Eigenständigkeit für persönlich wichtig. Aber weniger als die Hälfte der Menschen in Deutschland erreicht dieses Ziel. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hat deshalb ein neues, innovatives Serviceportal veröffentlicht. Die „Lebenskarte – orientieren, informieren, auf eigenen Füßen stehen“ (www.lebenskarte.info) bietet verlässliche und unabhängige Informationen für jede Lebensphase von der Ausbildung bis zur Altersvorsorge. Zentraler Bestandteil ist der digitale Rechner „Lohn-O-Mat“, mit dem auch Paare berechnen können, wie sich gemeinsame wirtschaftliche Entscheidungen langfristig auswirken.

    Die Lebenskarte zeigt anhand von acht Stationen wie dem Karrierestart, Familiengründung oder Heirat, welche finanziellen Fragen in der jeweiligen Lebensphase wichtig sind. Zu jedem Thema bietet sie passende staatlich geprüfte Informationen und praktische Angebote.

    Das Herzstück der Lebenskarte ist der „Lohn-O-Mat“, der in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) entwickelt wurde. Das digitale Tool macht die finanziellen Folgen von Lebensentscheidungen erstmals auch für Paare individuell berechenbar. Ob partnerschaftliche Erwerbsarbeit, Steuerklassenwahl, Jobwechsel oder die Anpassung der Arbeitszeit: Der „Lohn-O-Mat“ zeigt, wie sich diese Entscheidungen auf das Einkommen und die Rente auswirken.

    Die Lebenskarte finden Sie hier: https://lebenskarte.info/
    Den Lohn-O-Mat finden Sie hier: https://lebenskarte.info/lebenskarte/lohn-o-mat

    Filmtipps

    Dokumentation "Im Prinzip Familie"

    “Fast wie in einer Familie, aber immer auf Zeit: Zwischen Elternliebe, Bürokratie und Jugendamt geben drei Erzieherinnen und Erzieher alles, um für Kinder ein Zuhause zu schaffen. Der Dokumentarfilm erzählt von der Superkraft, ein Kind großzuziehen.” So kündigt Arte diesen Film an, der noch bis 22.10.2026 verfügbar ist.

    In einem Haus am Ufer eines idyllischen Sees, umgeben von dichten Wäldern, arbeiten drei Erzieherinnen und Erzieher im Schichtdienst in einer Wohngruppe. Die Kinder nennen sie Herr Wagner, Frau Wagner und Herr Gerecke. Kochen, waschen, einkaufen und die Kinder mit dem Kleintransporter zur Schule zu bringen, all dies gehört ebenso zu ihrem Alltag, wie zuhören, trösten, auf dem Sofa kuscheln und Gute-Nacht-Geschichten vorlesen. Die drei wollen keine Ersatzeltern sein, und dennoch zeigen, wie sich ein familiäres Miteinander anfühlen kann. Unermüdlich setzen sie sich für die Kinder ein, sprechen mit Vormund, Eltern und Jugendamt, dokumentieren, organisieren, vereinbaren gemeinsam Ziele und treffen Verabredungen – und sind nicht selten darüber enttäuscht, dass diese nicht eingehalten werden. Das erinnert an einen Kampf gegen Windmühlen, an den Grenzen eines überforderten Systems.
    Der mehrfach ausgezeichnete Film gewährt einen intimen Einblick in den Alltag der Kinder- und Jugendhilfe und richtet den Fokus auf die Menschen im Hintergrund, die Tag für Tag daran arbeiten, den Kindern das zu geben, was sie am meisten brauchen: Geborgenheit und jemanden, der auf ihrer Seite steht.ich habe gestern ein spannendes Radio-Feature über die Doku "im Prinzip Familie" gehört, die ab jetzt 2 Monate in der Arte Mediathek zu finden ist. Es geht um Jugendliche in einer Jugendwohngruppe in Brandenburg. https://www.arte.tv/de/videos/110266-000-A/im-prinzip-familie/

    "Die da unten":
    NDR Film über die Demokratie auf der Kippe

    Drei Viertel der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind laut einer Umfrage unzufrieden damit, wie die Demokratie funktioniert. Der Film beschreibt Ursachen, Gefahren und Chancen - und ist ab jetzt in der ARD-Mediathek zu sehen.

    Zum Film: Die da unten

    Impressum

    Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e.V. (BAG EJSA)
    Wagenburgstraße 26-28
    70184 Stuttgart

    Tel.: 0711/16489-0
    Email: mail@bagejsa.de

    verantwortlich für den Info-Brief: Claudia Seibold

    Value Added Tax Identification Number
    DE314816160

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