BAG EJSA Newsletter

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Bundearbeitsgemeinschaft Jugend und Sozialarbeit
2022/6 BAG EJSA Gender_News

Editorial

Liebe Leser*innen,

Sie erhalten mit dieser Ausgabe die zweiten BAG EJSA Gender_News des Jahres 2022. Der Juni hat zwei große politische Vorhaben mit Genderbezug zur Vollendung gebracht. Zum einen ist das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche gefallen, zum anderen hat sich die EU auf eine Geschlechterquote in der Wirtschaft geeinigt, wenngleich diese erst bis 2026 umgesetzt werden soll. Eine Kommission zur Modernisierung des Wahlrechts, u.a. für eine geschlechtergerechte Repräsentanz von Frauen* und Männern* im Deutschen Bundestag, diskutiert noch bis 2023. Derweil ist die Situation in den Kitas durch den fortbestehenden Personalmangel und infolge der Pandemie weiterhin angespannt – eine Situation, die den Gender Care Gap nicht entspannt. Die bis zur Sommerpause erwarteten Eckpunkte für ein Selbstbestimmungsgesetz zur Änderung von Personenstand und Vornamen lassen noch auf sich warten. Dafür haben sich die G7 heute in Elmau auf ein jähriches Gleichstellungs-Monitoring geeinigt.

Ich wünsche Ihnen eine gute und gesunde Zeit und eine kurzweilige Lektüre.

Die nächsten BAG EJSA Gender_News werden Sie nach einer kurzen Sommerpause Ende August erreichen.

Herzliche Grüße

Katharina Jacke

Politik

G7-Staaten einigen sich auf jährliches Gleichstellungs-Monitoring

Strategie zum Kampf gegen Gewalt an Frauen

Streichung von Werbeverbot für Abtreibungen beschlossen

Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen

EU einigt sich auf Geschlechterquote in Vorstandsetagen

Berichterstattungsstellen zu Menschenhandel

Geschlechtergerechte Modernisierung des Wahlrechts

Runder Tisch „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ berät über bundesgesetzliche Regelung

Positionen

Bundesforum Männer: Offener Brief an Lisa Paus macht Anliegen von Vätern deutlich

Beschlüsse des Deutschen Frauenrats 2022

Diakonie fordert Runden Tisch und verlässliche Daten über Prostitution

Deutscher Frauenrat fordert gleichstellungspolitische Zusagen von der G7

IN VIA Pressemitteilung: Solidarität mit allen geflüchteten Frauen! Auch Frauen aus vergessenen Krisengebieten brauchen unsere Hilfe

Caritas: Reform der kirchlichen Grundordnung - für mehr Vielfalt in der katholischen Kirche

Informationen

DGB-Studie: Mutterschutz in Bedrängnis

Kita-Bericht des Paritätischen Gesamtverbandes zeigt angespannte Situation in Kitas

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ verzeichnet erneut Anstieg des Beratungsaufkommens

Flüchtlingsrat Niedersachsen: Factsheet zu Nachweisen weiblicher Genitalverstümmelung gegenüber dem BAMF

FES-Studie zu Reformvorschlägen für die Ausgestaltung des Elterngeldes erschienen

Fortbildungen

FUMA-Lernkarten Webseminar: Lookismus (19.07.2022, 14.00-15.00h, Online)

Fortbildung: Körper, Diversität, Divergenz - Konzeptionelle Gestaltungsmethoden (23. & 24.08.2022 in Essen)

Fortbildung: IN VIA Akademie Paderborn: Ich sehe nicht, was ich nicht weiß! Interkulturelle Kompetenzen (25.08.2022 in Paderborn)

#BIT* baut auf: 1. Community Netzwerktreffen im 3D-Raum (31.08.2022 Online)

Fortbildung: „Mit Jungen* sexualpädagogisch arbeiten“ der LAG / Fachstelle Jungenarbeit NRW: (07./08.09.2022 in Dortmund)

Fortbildung: Der Anti-Bias-Ansatz. Grundlagen vorurteilsreflektierter Pädagogik. (14./15.09.2022, 10.00-16.00h in Essen)

Bodyismusreihe: No wrong way to have a body (Beginn: 21.09.2022, 10.00-16.00h, Online)

Fortbildung: Safer Space und Empowermentraum für queere Fachkräfte (28.09.2022, 10.00-17.00h, Online)

Fortbildung: Frauen in der Jungenarbeit - Eine Basisqualifikation (29./30.09.2022 (Teil 1), 24./25.10.2022 (Teil 2)) der LAG / Fachstelle Jungenarbeit NRW in Dortmund

Web-Seminar: Open your space! Räume schaffen für geschlechtliche Vielfalt (26.10.2022, 10:00-11:30h, Online)

Seminar: Rassismuskritik und kritisches Weißsein als Perspektiven für die Jungen*arbeit (26.10.2022, 10:00-16:00h in Essen)

Weiterbildung: "Mädchen*(sozial)arbeit - geschlechterreflexive Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* in prekären Lebenslagen" (2022-2024) (Start am 01.12.2022)

Fachtagungen

Vielgestaltig* Präsenz-Fachtag: „Wer hat Macht? Diskriminierungskritische Perspektiven auf Bildungsarbeit“ (06.07.2022 in Hannover)

Kooperationsfachtag: „Zwangsverheiratung wirksam bekämpfen – Bestandsaufnahme und internationale Perspektiven“ (21.07.2022 in Stuttgart-Hohenheim)

International Women Conference von Women in Exile: "Breaking Borders to Build Bridges" (04.-07.08.2022 in Berlin)

Save the Date: G.I.B. Online-Veranstaltung zum Thema „Arbeitsmarktintegration von (Allein)Erziehenden - Fokus Kinderbetreuung“ (16.08.2022 Online)

Fachtagung: Mütter in Vielfalt - Mütter-Rollen in der Kita neu gedacht?! des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (09.09.2022 in Hannover/ ggf. Online)

Fachtagung: BAG Mädchen*politik „Klimagerechte Mädchen*arbeit" (26.-28.09.2022 in Bredbeck) und Mitgliederversammlung (02.12.2022 Online)

Jubiläumsveranstaltung: Fachstelle Mädchen*- und Jungen*arbeit JuMäX Jena e.V. (11.11.2022 in Jena)

Veröffentlichungen/ Ausschreibungen

Comic erschienen: Das egalitäre Elterngeld-Modell

Neu erschienen: Broschüre zu sexualisierter Gewalt im Netz

Ausschreibung: Ungehaltene Reden, ungehaltener Frauen von Wir Frauen

Stellenausschreibungen

Die Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V. sucht eine*n Mitarbeiter*in

Stellenangebote im Bundesforum Männer e.V.

Politik

G7-Staaten einigen sich auf jährliches Gleichstellungs-Monitoring

Der Gipfel der Staaten der Gruppe der Sieben (G7) in Elmau stellt den Höhepunkt der deutschen G7-Präsidentschaft dar. Beim Treffen der Staats- und Regierungschefs spielt auch die Geschlechtergleichstellung eine wichtige Rolle. Mit dem Beschluss vom 28. Juni verpflichtet sich die Gruppe erstmals, die Fortschritte der Gleichstellung in den G7-Staaten und der Europäischen Union (EU) jährlich durch ein "G7 Dashboard on Gender Gaps" zu überprüfen. So werden Handlungsbedarfe und Erfolge der G7-Gleichstellungspolitik künftig transparent dargestellt. Quelle und weitere Infos in der BMFSFJ-Pressemitteilung vom 28.06.2022.

Strategie zum Kampf gegen Gewalt an Frauen

Die Bundesregierung plant eine ressortübergreifende politische Strategie zur Prävention und Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, die Gewaltprävention und die Rechte der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt. Die Details der Umsetzung und die zeitliche Planung werden derzeit noch abgestimmt, schreibt die Regierung in einer Antwort (20/2306) auf eine Kleine Anfrage (20/1955) der Fraktion DIE LINKE. Auch zur Einrichtung einer staatlichen Koordinierungsstelle sind die Überlegungen demnach noch nicht abgeschlossen. Erste Aufgabe der Koordinierungsstelle soll die Entwicklung der ressortübergreifenden Gesamtstrategie sein. Quelle und weitere Infos: hib – Heute im Bundetag Nr. 330.

Streichung von Werbeverbot für Abtreibungen beschlossen

Der Rechtsausschuss hat am 22.06.2022 die Streichung des sogenannten Werbeverbotes für Schwangerschaftsabbrüche im Strafgesetzbuch beschlossen. Zudem soll das Recht von Ärztinnen und Ärzten und anderer Einrichtungen, sachlich über Schwangerschaftsabbrüche zu informieren, nunmehr auch im Schwangerschaftskonfliktgesetz festgeschrieben werden. Für den Gesetzentwurf der Bundesregierung (20/1635) in geänderter Fassung stimmten die Vertreter der Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP bei Gegenstimmen von CDU/CSU und AfD. Anträge von Union (20/1017) und AfD (20/1505, 20/1866), die sich jeweils gegen das Vorhaben gerichtet hatten, sowie der Linken (20/1736), die weitergehende Forderungen gestellt hatte, fanden keine Mehrheit. Der Regierungsentwurf sieht vor, den Paragrafen 219a des Strafgesetzbuches („Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“) zu streichen. Urteile, die aufgrund dieser Norm erlassen worden sind, sollen aufgehoben werden. Zudem sollen Regelungen des Heilmittelwerbegesetzes so angepasst werden, dass sowohl medizinisch indizierte als auch medizinisch nicht indizierte Schwangerschaftsabbrüche erfasst werden. Quelle und weitere Infos: hib – heute im Bundestag Nr. 314.

Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen

Die Fraktion DIE LINKE unterstützt die von der Ampel-Koalition geplante Aufhebung des sogenannten Werbeverbotes für Schwangerschaftsabbrüche in Paragraf 219a des Strafgesetzbuches (StGB). Darüber hinaus fordert die Fraktion, „die vollständige Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen auf Wunsch der schwangeren Person durch Streichung des Paragrafen 218 StGB“. Die bisherige Beratungspflicht soll ferner durch ein Recht auf Beratung ersetzt werden, der „Beratungszwang“ nach Paragraf 218a Absatz 4 und Paragraf 219 StGB abgeschafft werden. „Reproduktive Gerechtigkeit“ will die Fraktion zum Regierungsziel erklärt wissen. Quelle und weitere Infos: hib – heute im bundestag Nr. 224.

EU einigt sich auf Geschlechterquote in Vorstandsetagen

Spitzenpositionen in Europas Wirtschaft müssen ab 2026 ausgewogener zwischen Frauen und Männern besetzt werden. Darauf haben sich die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament verständigt. Grundlage für die politische Einigung war der Kommissionsvorschlag aus dem Jahr 2012. Zehn Jahre, nachdem der Vorschlag erstmals vorgelegt wurde, sei es nun höchste Zeit, dass Frauen die gläserne Decke durchbrechen, betonte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. „Es gibt viele Frauen, die für Spitzenjobs qualifiziert sind: Sie sollten sie auch bekommen können“, sagte die Präsidentin. Quelle und weitere Infos auf der Homepage der EU-Kommission.

Berichterstattungsstellen zu Menschenhandel

Die Berichterstattungsstellen zu geschlechtsspezifischer Gewalt und zu Menschenhandel sollen Ende 2022 ihre Arbeit beginnen. Das betont die Bundesregierung in ihrer Antwort (20/1670) auf eine Kleine Anfrage (20/1461) der Fraktion  DIE LINKE zum Kampf gegen Menschenhandel in Deutschland.

Die Bundesregierung verweist darauf, dass das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) seit Anfang des Jahres 2020 ein Projekt am Deutschen Institut für Menschenrechte (DIMR) fördert, das zum Ziel hat, ein umsetzungsreifes Gesamtkonzept für zwei unabhängige Berichterstattungsstellen zu geschlechtsspezifischer Gewalt und zu Menschenhandel zu erarbeiten. Als Zwischenergebnis habe das DIMR im November 2021 bereits jeweils ein Leitbild für eine Berichterstattungsstelle zu Menschenhandel und für eine Berichterstattungsstelle zu geschlechtsspezifischer Gewalt veröffentlicht. Aktuell setze das DIMR eine Planungs- und Erprobungsphase um (Mai 2021 bis Oktober 2022). Das Gesamtkonzept für beide Berichterstattungsstellen werde derzeit vom DIMR erarbeitet und mit Abschluss der aktuellen Projektphase vorgelegt, heißt es in der Antwort. Quelle: hib – heute im bundestag Nr. 226.

Geschlechtergerechte Modernisierung des Wahlrechts

Wie die gleichberechtigte Repräsentanz von Frauen und Männern im Deutschen Bundestag erreicht werden kann, hat die Kommission zur Reform des Wahlrechts und zur Modernisierung der Parlamentsarbeit in ihrer vierten öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 12.05.2022, beschäftigt. Derzeit beträgt der Frauenanteil im Bundestag 34,9 Prozent. Die SPD-Abgeordnete Leni Breymaier brachte die zentrale Frage auf den Punkt: „Frauen sind 50,7 Prozent der Bevölkerung, die wollen gleichberechtigte Repräsentation.“ Es gehe darum, dass das „Leben und Erleben von Frauen im Parlament vorkommt“, um die Abgabe von Macht von Männern an Frauen. Ein Mitschnitt der öffentlichen Sitzung ist in der Mediathek des Bundestags abrufbar.

Runder Tisch „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ berät über bundesgesetzliche Regelung

Unter Leitung von Bundesfrauenministerin Lisa Paus ist am 06.05.2022 der Runde Tisch „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ von Bund, Ländern und Kommunen zum ersten Mal in dieser Legislaturperiode zusammengekommen. Die Sitzung bildete den Auftakt für die Beratungen über eine bundesgesetzliche Regelung des Rechts von Frauen und ihren Kindern auf Schutz und Beratung bei Gewalt. Die Ampelregierung hat sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, mit einer Strategie gegen geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt die weitere Umsetzung der Istanbul-Konvention auf Bundesebene stärker voranzutreiben. Eine staatliche Koordinierungsstelle soll diese Strategie erstellen und ihre Umsetzung koordinieren. Zudem soll eine unabhängige Berichterstattungsstelle die Situation und die Wirkungen der politischen Maßnahmen daten- und evidenzbasiert beobachten. In ihren Beratungen am Runden Tisch „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ hatten sich Bund, Länder und Kommunen in der vergangenen Legislaturperiode bereits mit breiter Mehrheit für eine bundesgesetzliche Regelung ausgesprochen. Das dazu verabschiedete Positionspapier soll die Grundlage für einen Gesetzentwurf in dieser Legislaturperiode bilden. Ziel ist es, Verlässlichkeit für alle gewaltbetroffenen Frauen mit ihren Kindern zu schaffen und sicherzustellen, dass sie bundesweit professionelle Unterstützung bei Gewalt erhalten können. Quelle und weitere Infos in der Pressemitteilung des BMFSFJ vom 06.05.2022.

Positionen

Bundesforum Männer: Offener Brief an Lisa Paus macht Anliegen von Vätern deutlich

Auf Initiative des Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer & Väter e.V. fordern insgesamt 19 Organisationen aus der gleichstellungsorientierten Männer- und Väterarbeit Bundesfamilienministerin Lisa Paus in einem offenen Brief dazu auf, bei Vereinbarkeitsfragen Väter offensiver in den Blick zu nehmen und eine zweiwöchige Vaterschaftsfreistellung mit Lohnausgleich noch in diesem Jahr einzuführen. Pressemitteilung vom 19.06.2022 und weitere Infos finden Sie auf der Homepage des Bundesforum Männer ebenso wie den offenen Brief.

Beschlüsse des Deutschen Frauenrats 2022

Beschlossen wurden unter anderem die Resolutionen „Ukrainische Frauen als Akteurinnen des Widerstands, Wiederaufbaus und Friedens unterstützen“ und „Not der Frauen in Afghanistan nicht vergessen“. Daneben fordert die Mitgliederversammlung von der Bundesregierung u.a. ein restriktives und geschlechtersensibles Rüstungsexportkontrollgesetz, eine geschlechtergerechte und sozial gerechte Klimapolitik, ein Grundrecht auf Wohnen und Maßnahmen zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit von Frauen und für eine Wohnungspolitik aus der Perspektive von Frauen. Die Bundesregierung wird außerdem aufgefordert, bei der Umsetzung ihrer Pläne zur Hochschul- und Wissenschaftspolitik Geschlechtergerechtigkeit zum starken Qualitätsmerkmal in Wissenschaft und Forschung zu machen. Weitere Beschlüsse fordern die „Gleichstellungspolitische Begleitung der anstehenden Reformen im Familienrecht“ und die Abschaffung des Transsexuellengesetzes und die Einführung eines Rechts auf Selbstbestimmung. Quelle und weitere Infos auf der Homepage des DF.

Diakonie fordert Runden Tisch und verlässliche Daten über Prostitution

Anlässlich des internationalen Hurentags am 2. Juni erklärte Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

"Menschen in der Prostitution haben unseren Respekt verdient, wertschätzende Unterstützung und Hilfe, die sie wünschen. Dafür müssen Politik und Zivilgesellschaft in einer sachorientierten Debatte bessere Voraussetzungen schaffen." Der Runde Tisch wäre aus Sicht der Diakonie Deutschland der richtige Ort zur Auswertung der Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes. Sein Ziel müsse sein, die Gesetzgebung kritisch-analytisch zu begleiten und die soziale und rechtliche Situation von Menschen in der Prostitution zu verbessern. "Dazu gehören insbesondere ein besserer Schutz vor Ausbeutung und Menschenhandel, ein niedrigschwelliger und diskriminierungsfreier Zugang zu Gesundheitsdiensten und zu Beratungsstellen, die zum Beispiel bei Schulden und beim Ausstieg helfen können", so Loheide. Die Diakonie Deutschland hat bereits im vergangenen Jahr Handlungsprinzipien erarbeitet. Quelle und weitere Infos auf der Diakonie-Homepage.

Deutscher Frauenrat fordert gleichstellungspolitische Zusagen von der G7

Im Rahmen des internationalen Gipfels der Women7 (W7) übergab Dr. Beate von Miquel, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats (DF), das W7-Communiqué an Bundeskanzler Olaf Scholz. Kern ist ein Forderungskatalog, der die G7 zu konkreten politischen und finanziellen Zusagen zur Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit aufruft. Bundesfrauenministerin Lisa Paus hatte das zweitägige Gipfeltreffen mit einer Keynote eröffnet. Außerdem diskutierte u.a. Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Anna Lührmann mit Vertreter*innen internationaler Zivilgesellschaft die Forderungen der W7. Die zweitägige Veranstaltung kann auf www.women7.org abgerufen werden. Quelle und mehr Infos in der DF-Pressemitteilung vom 25.05.2022.

IN VIA Pressemitteilung: Solidarität mit allen geflüchteten Frauen! Auch Frauen aus vergessenen Krisengebieten brauchen unsere Hilfe

Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni richtet IN VIA Deutschland den Blick auf Frauen weltweit, die sich mit ihren Kindern auf der Flucht befinden. Sie alle sind prekären und gefährlichen Lebenssituationen ausgesetzt und brauchen Schutz vor Gewalt, sichere Unterkünfte und Versorgung sowie Lebensperspektiven. In Deutschland kommen derzeit vor allem aus der Ukraine geflüchtete Frauen an. Mit der Anwendung der Massenzustrom-Richtlinie wird ihnen ein schneller Zugang zu Wohnungs- und Integrationsangeboten sowie zu medizinischer Versorgung gewährt.  Über kriegsbedingte Fluchtursachen hinaus fliehen Frauen auch vor geschlechtsspezifischer Unterdrückung, sexualisierter Gewalt und Menschenrechtsverletzungen wie Genitalverstümmelung oder Zwangsverheiratung. Im Asylverfahren muss geschlechtsspezifische Verfolgung berücksichtigt und anerkannt werden. „Es ist überfällig, dass Deutschland all diese Fakten in seine politischen Entscheidungen miteinbezieht und seine Politik von Grund auf feministisch ausrichtet“, fordert Professorin Katrin Keller, Vorsitzende von IN VIA Deutschland. Quelle und mehr Infos in der Pressemitteilung der IN VIA vom 20.06.2022.

Caritas: Reform der kirchlichen Grundordnung - für mehr Vielfalt in der katholischen Kirche

„Der Entwurf für eine neue kirchliche Grundordnung vollzieht den von der Caritas angeregten und notwendigen Paradigmenwechsel“, kommentiert Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa die heute veröffentlichte Fassung für eine Reform der kirchlichen Grundordnung. „An die Stelle individueller Verpflichtungen der Mitarbeitenden in Bezug auf ihre persönliche Lebensführung betont der Entwurf die gemeinsame Verantwortung von Dienstgebern und Mitarbeitenden, das katholische Profil bei der Erbringung ihrer Leistungen sichtbar werden zu lassen“, so Welskop-Deffaa weiter. Der Deutsche Caritasverband hat sich seit Jahren für eine zukunftsgerichtete Reform der Grundordnung eingesetzt, die in ihrer jetzigen Form seit 2016 Bestand hat. Das konkretisierte sich zuletzt in den „Zehn Zusagen für Mitarbeitende“, die der Caritasrat im Frühjahr veröffentlicht hat. Zentrale Aussage ist, dass Caritas für Vielfalt steht und deshalb eine Mitarbeit unabhängig von Herkunft, geschlechtlicher Identität und Religion möglich ist. „Diese Überzeugung lesen wir auch im Entwurf der Grundordnung: Vielfalt in kirchlichen Einrichtungen ist eine Bereicherung, heißt es dort. Wir erhoffen uns, dass die Gremien der Bischofskonferenz sich im nun folgenden Entscheidungsprozess einmütig hinter diese Aussage stellen“, so Caritas-Präsidentin Welskop-Deffaa. Quelle und weitere Infos: Caritas-Pressemitteilung vom 30.05.2022.

Informationen

DGB-Studie: Mutterschutz in Bedrängnis

Arbeitsschutz und Pausenregelungen für Schwangere werden von vielen Arbeitgebern nicht eingehalten; Stillzeiten für Mütter kaum ermöglicht. Eine DGB-Studie zeigt das Ausmaß an Rechtsverletzungen in deutschen Unternehmen und die Folgen für lohnabhängige Frauen. Nach einer Novelle im Jahr 2018 müssen Arbeitgeber den Arbeitsplatz Schwangerer oder Stillender so einrichten, dass sich Schwangerschaft, Stillwunsch und Berufstätigkeit nicht von vornherein ausschließen. Eine aktuelle Studie des DGB zeigt nun, dass Verstöße gegen ebendiese Regelungen keine Seltenheit sind. Mehr als die Hälfte der 1.193 online befragten Mütter gab an, in der Schwangerschaft mehrmals Mehrarbeit über die vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit hinaus geleistet zu haben (56 Prozent), genauso hat mehr als die Hälfte der Befragten die Tageshöchstarbeitszeit von 8,5 Arbeitsstunden in dieser Zeit überschritten (55 Prozent). Quelle und weitere Infos auf der DGB Homepage.

Kita-Bericht des Paritätischen Gesamtverbandes zeigt angespannte Situation in Kitas

Der aktuelle Kita-Bericht des Paritätischen Gesamtverbandes, der auf einer Befragung von über 1000 Kindertageseinrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet basiert, illustriert die höchst angespannte Situation in Deutschlands Kitas: Arbeitsbelastung und Rahmenbedingungen während der Pandemie sowie vielerorts unzureichende Personalschlüssel und teilweise mangelhafte Ausstattung erschweren es, den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und führen zu einer hohen Unzufriedenheit bei den pädagogischen Fachkräften. Nach der Studie verhindert der anhaltend hohe Fachkräftemangel bundesweit in jeder zweiten Kindertageseinrichtung, dass Kapazitäten vollständig ausgeschöpft werden. Der Paritätische fordert angesichts der alarmierenden Befunde konzertierte Anstrengungen aller politischen Ebenen zur Qualitätsentwicklung und Fachkräftegewinnung. Erstmals untersucht wurde mit der Studie auch der Zusammenhang mit der sozialräumlichen Lage der Kindertageseinrichtungen. Der Befund: Unabhängig von der Pandemie fehlt es insbesondere für Kitas in benachteiligten Sozialräumen an gezielter Unterstützung. Quelle und weitere Infos auf der Homepage des Paritätischen.

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ verzeichnet erneut Anstieg des Beratungsaufkommens

Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie ist das Beratungsaufkommen beim Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ angestiegen. Im Jahr 2021 verzeichnete das Hilfetelefon mit mehr als 54.000 Beratungen ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereits 2020 hatte es einen Anstieg um 15 Prozent gegeben. Die Mehrzahl der Beratungen (60 Prozent) betraf häusliche Gewalt. Pressemitteilung des BMFSFJ vom 20.06.2022.

Flüchtlingsrat Niedersachsen: Factsheet zu Nachweisen weiblicher Genitalverstümmelung gegenüber dem BAMF

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat ein Factsheet mit dem Titel „Betroffenheit von FGM/C als Schutzgrund – Was tun, wenn das BAMF einen Nachweis verlangt?“ veröffentlicht. Es gibt kurz und knapp Antworten auf Fragen wie: Wer muss einen Nachweis erbringen? Wer kann ein Attest erstellen? Was muss in einem medizinischen Gutachten stehen? Zudem informiert das Factsheet darüber, welche Aufenthaltsrechte sich aus der Betroffenheit von FGM/C (Female Genitale Mutilation/Cutting) oder der Bedrohung ergeben. Das Factsheet finden Sie auf der Homepage des Flüchtlingsrats Niedersachsen e.V.

FES-Studie zu Reformvorschlägen für die Ausgestaltung des Elterngeldes erschienen

Viele Eltern wünschen sich bessere Rahmenbedingungen, um Sorge- und Familienarbeit fairer zu verteilen. Die Familienpolitik setzte immer wieder neue Impulse für mehr Partnerschaftlichkeit – unter anderem mit der Einführung des Elterngeldes 2007. Wie die nun erscheinende Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt, sind wir neben allen Errungenschaften auch 2022 von einer egalitären Arbeitsteilung und gleichberechtigten Nutzung des Elterngeldes weit entfernt. Gender-Pay-Gap, Gender-Care-Gap, soziale Ungleichheit – die Studie zeigt anschaulich, wie stark bestehende gesellschaftliche Strukturen verwoben sind. Praxisnah werden vielschichtige Lösungsoptionen aufgezeigt, um das Potenzial des Elterngeldes als Instrument einer feministischen und an Geschlechtergerechtigkeit orientierten Familienpolitik weiter auszuschöpfen. Die Studie ist zum Download verfügbar. Weitere Informationen zur Studie finden Sie auf der FES-Homepage.

Fortbildungen

FUMA-Lernkarten Webseminar: Lookismus (19.07.2022, 14.00-15.00h, Online)

Die FUMA Lernkarten sind ein Selbstlernangebot, mit dem du dich im Jahresabo zu verschiedenen Themen weiterbilden kannst. In den kostenlosen Lernkarten-Webseminaren stellen wir regelmäßig die Lernkarten anhand wechselnder Themen vor. Dieses Mal widmen wir uns dem Thema Lookismus und klären die Fragen: Was bedeutet eigentlich Lookismus und welche Formen nimmt lookistische Diskriminierung an? Weitere Infos auf der FUMA-Homepage.

Fortbildung: Körper, Diversität, Divergenz - Konzeptionelle Gestaltungsmethoden (23. & 24.08.2022 in Essen)

Die zweitägige Fortbildung verbindet das Thema Körperdiversität und körperbezogene Diskriminierung mit konzeptionellen Gestaltungsmethoden für die (kultur-)pädagogische Praxis mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Beide Themen sind in jugendlichen Lebenswelten vor allem bei der Nutzung sozialer Medien eng verwoben und hoch aktuell. Weitere Infos auf der FUMA Homepage.

Fortbildung: IN VIA Akademie Paderborn: Ich sehe nicht, was ich nicht weiß! Interkulturelle Kompetenzen (25.08.2022 in Paderborn)

Nicht erst seit dem Zuwachs an Flüchtlingen gehört es zur Normalität in sozialen und pädagogischen Einrichtungen, dass dort Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen aufeinandertreffen. Die Qualität der Begegnung hängt dabei davon ab, wie viele der jeweiligen "Spiel-Regeln" des Miteinanders bekannt sind, damit nicht scheinbare Banalitäten und Selbstverständlichkeiten die Zusammenarbeit behindern. Sie werden für die Arbeit mit Menschen und Familien aus unterschiedlichen Kulturen sensibilisiert. Sie erwerben Wissen und Kompetenzen, um Konflikte zu verringern und eine bessere Zusammenarbeit zu ermöglichen. Anmeldung hier.

#BIT* baut auf: 1. Community Netzwerktreffen im 3D-Raum (31.08.2022 Online)

Du möchtest oder arbeitest bereits vorurteilsreflektiert und geschlechtersensibel? Du arbeitest z. B. im Sport, im öffentlichen Dienst, hast Personalverantwortung, bildest künftige pädagogische Kräfte aus und/oder arbeitest selbst mit jungen Menschen und möchtest Diversität als Thema in deiner Arbeit, deiner Einrichtung oder deinem Team platzieren und stark machen? Dann bist du hier genau richtig. Wir wollen #biteinander eine Community aufbauen, in welcher wir uns zu diesen Themen austauschen, unterstützen und informieren. Hierzu haben wir ein Tool ausgewählt, das sowohl das gezielte Zusammenarbeiten als auch einen offenen Austausch im digitalen 3D-Raum ermöglichen soll. Weitere Infos auf der FUMA Homepage.  

Fortbildung: „Mit Jungen* sexualpädagogisch arbeiten“ der LAG / Fachstelle Jungenarbeit NRW: (07./08.09.2022 in Dortmund)

Jungen* wachsen in einer gesellschaftlichen Situation auf, die (nicht nur) bei ihnen zu Verwirrung hinsichtlich des Mann* und Junge*seins führen kann. Methoden zum Einstieg sowie verschiedene Themen wie Körperaufklärung, Beziehungen, Pornografie und sexuelle Orientierung sind Inhalt dieser Veranstaltung.
Anmeldung und Infos auf der Homepage der Fachstelle Jungenarbeit NRW.

Fortbildung: Der Anti-Bias-Ansatz. Grundlagen vorurteilsreflektierter Pädagogik. (14./15.09.2022, 10.00-16.00h in Essen)

In der zweitägigen Fortbildung werden Grundlagen und Zielsetzungen des Anti-Bias-Ansatzes vermittelt und über selbstreflexive und erfahrungsorientierte Übungen Zugänge geschaffen. Weitere Infos auf der FUMA Homepage.

Bodyismusreihe: No wrong way to have a body (Beginn: 21.09.2022, 10.00-16.00h, Online)

Bodyismus beschreibt Diskriminierung aufgrund von vorherrschenden Körpernormen. Der Fokus der Qualifizierungsreihe liegt auf lookistischer Diskriminierung und der fett- und körperpositiven Gegenkultur. Zusätzlich werfen wir einen Blick auf weitere Formen von Bodyismen wie ableism und ageism. Anmeldung bis 07.09.2022 Weitere Infos zur Fortbildungsreihe auf der FUMA Homepage.

Fortbildung: Safer Space und Empowermentraum für queere Fachkräfte (28.09.2022, 10.00-17.00h, Online)

#BIT* stellt einen Safer Space und Empowermentraum für queere Fachkräfte zur Verfügung. Du möchtest wissen, wie du deinen Arbeitsalltag gut bewältigen kannst und Strategien im Umgang mit Minderheitenstress gezeigt bekommen? Du hast Interesse an Körperübungen, die dich unterstützen können? Du möchtest dich mit anderen queeren Fachkräften austauschen und Intervisionsmöglichkeiten nutzen? #BIT* lädt dich hierzu herzlich ein! Weitere Infos auf der FUMA Homepage.

Fortbildung: Frauen in der Jungenarbeit - Eine Basisqualifikation (29./30.09.2022 (Teil 1), 24./25.10.2022 (Teil 2)) der LAG / Fachstelle Jungenarbeit NRW in Dortmund

Ziel ist es, Jungen* geschlechtergerecht anzusprechen und jungen*adäquate pädagogische Zugänge zu entwickeln. Generell geht es darum, die Entwicklung einer selbstbestimmten und -verantwortlichen Persönlichkeit des Jungen* zu fördern. Um Jungenarbeit qualifiziert ausüben zu können, lernen die Fachkräfte den Einfluss von Gender auf Jungen* bzw. Zuschreibungen aufgrund des Geschlechtes kennen und sensibilisieren sich für die Verarbeitungsformen, die Jungen* wählen, um dann ihre Ansprache, ihre Ziele und ihre Konzepte in Bezug auf die Jungen* zu reflektieren.
Anmeldung und Infos auf der Homepage der Fachstelle Jungenarbeit NRW.

Web-Seminar: Open your space! Räume schaffen für geschlechtliche Vielfalt (26.10.2022, 10:00-11:30h, Online)

In diesem Web-Seminar befassen wir uns mit den Möglichkeiten, Räume für geschlechtliche Vielfalt zu öffnen. Wir laden dich zu einer Reflexion deiner eigenen Haltung in der pädagogischen Arbeit ein und geben Anregungen, wie du mit trans*- oder inter* feindlichen Äußerungen seitens der Kinder und Jugendlichen umgehen kannst und auch, wie du reagieren kannst, wenn Eltern verwundert sind über die Anwesenheit eines trans* Kindes oder einer inter* Jugendlichen. Weitere Infos auf der FUMA Homepage

Seminar: Rassismuskritik und kritisches Weißsein als Perspektiven für die Jungen*arbeit (26.10.2022, 10:00-16:00h in Essen)

In der Öffentlichkeit werden Jungen* nach wie vor häufig in Verbindung mit problematischen Geschlechterkonzepten wahrgenommen. Bei Jungen* of Color (mit Flucht- und Migrationsbiografien) fließen zusätzlich rassismusrelevante Begründungsmuster mit ein, die über die Wechselwirkung von Männlichkeiten mit natio-ethno-kulturellen Zuschreibungen als ein klares Erklärungsmodell dienen.
Weitere Infos FUMA Homepage.

Weiterbildung: "Mädchen*(sozial)arbeit - geschlechterreflexive Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* in prekären Lebenslagen" (2022-2024) (Start am 01.12.2022)

Das Institut für Fort- und Weiterbildung (ifw) der EH Ludwigsburg bietet ein Zertifikatsstudium "Mädchen*(sozial)arbeit - geschlechterreflexive Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* in prekären Lebenslagen" 2022-2024 in Kooperation mit dem Fachbeirat Mädchen*sozialarbeit der BAG EJSA, der LAG Mädchen*politik Baden-Württemberg und der Ev. Gesellschaft Stuttgart an. Eine Anmeldung ist noch bis zum 31.07.2022 möglich. Weitere Infos finden Sie auf der Homepage der FH Ludwigsburg.

Fachtagungen

Vielgestaltig* Präsenz-Fachtag: „Wer hat Macht? Diskriminierungskritische Perspektiven auf Bildungsarbeit“ (06.07.2022 in Hannover)

Was bedeutet es, Bildungsarbeit zu gestalten? Wie kann ich der Diversität in Bildungsräumen gerecht werden? Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte aus den Bereichen der Erwachsenen- und Jugendbildung, der politischen Bildungen oder der Arbeitsbereiche Migration und Gleichstellung sowie an Lehrkräfte von Schulen und Volkshochschulen. Anmeldung und Infos über das Projekt Vielgestaltig „Bildung für gendersensible Vielfaltsgestaltung“.

Kooperationsfachtag: „Zwangsverheiratung wirksam bekämpfen – Bestandsaufnahme und internationale Perspektiven“ (21.07.2022 in Stuttgart-Hohenheim)

Im Rahmen des Fachtages stellen wir die Situation in Baden-Württemberg und Perspektiven aus anderen Ländern im Engagement gegen Zwangsverheiratung und benachbarte Themen dar. Die Sensibilisierung, Qualifizierung und Vernetzung von Fachkräften aus unterschiedlichen Organisationen hilft entscheidend dabei, Handlungssicherheit für die Praxis zu gewinnen und den Opferschutz zu gewährleisten. Akteur*innen, die sich in Vereinen, Initiativen und Projekten ehrenamtlich oder professionell gegen Zwangsverheiratung, Kinderehen, FGM/C, Gewalt im Namen der sog. Ehre engagieren, aber auch alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist bis zum 4. Juli 2022 möglich unter: www.akademie-rs.de/vakt_23881.

International Women Conference von Women in Exile: "Breaking Borders to Build Bridges" (04.-07.08.2022 in Berlin)

Women in Exile and Friends feiern vom 04.-07.08.2022 ihr 20-jähriges Jubiläum in Berlin. Ziele der Konferenz sind die Schaffung von Räumen für Austausch und Vernetzung von marginalisierten Menschen. Als organisierte Flüchtlingsfrauen stärken wir uns im Kampf gegen Sexismus und Rassismus gegenseitig. Wir bekräftigen unsere Forderung nach der Abschaffung aller Lager. Wir setzen die Diskussionen über die politischen Beweggründe, die Menschen ins Exil treiben, fort. Wir werden deutlich machen, dass wir nicht allein oder isoliert sind, sondern dass wir Kämpfe und Erfolge teilen, dass wir Teil einer globalen menschlichen Gemeinschaft sind. Unser Wissen und unsere Erfahrungen haben wir in unserem Buch „Women in Exile – Breaking Borders to Build Bridges“ festgehalten, das anlässlich der International Women Conference veröffentlicht worden ist. Weitere Infos und Anmeldung zur Konferenz (bis zum 01.07.2022) ist auf der Homepage möglich.

Save the Date: G.I.B. Online-Veranstaltung zum Thema „Arbeitsmarktintegration von (Allein)Erziehenden - Fokus Kinderbetreuung“ (16.08.2022 Online)

Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende bei Jobcentern, Agenturen für Arbeit, Regionalagenturen, Bildungsträgern sowie an weitere interessierte arbeitsmarkt- und gleichstellungspolitische Multiplikator*innen. Geplant sind sowohl kurze Inputs aus der Wissenschaft als auch Beispiele guter Praxis. Insgesamt wollen wir Möglichkeiten eines niedrigschwelligen Angebots für die Ukraine-Geflüchteten beleuchten, aber auch andere ergänzende Formen der Kinderbetreuung sollen vorgestellt werden. Die Anmeldung ist bald auf der Homepage der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung möglich.

Fachtagung: Mütter in Vielfalt - Mütter-Rollen in der Kita neu gedacht?! des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (09.09.2022 in Hannover/ ggf. Online)

Mütter werden als Elternteil häufig in der alleinigen oder primären Erziehungsverantwortung gesehen. Diese Annahme setzt viele Mütter unter Druck, der sich auch in der Elternarbeit in der KiTa häufig widerspiegelt. Um Mütter mehr in den Blick zu nehmen und die pädagogische Arbeit in der KiTa in Hinblick auf die Unterschiedlichkeit der Mütter zu sensibilisieren, sind Reflexion und Auseinandersetzung mit Fragen zu Mutterschaft und den Lebenswelten der Familien elementar: Welche Erwartungen haben wir an Mütter in der KiTa? Wie wird die Elternarbeit gestaltet? Welche Vorannahmen und Bewertungen begegnen Mütter in der KiTa? Zur Anmeldung geht es auf der Homepage.

Fachtagung: BAG Mädchen*politik „Klimagerechte Mädchen*arbeit" (26.-28.09.2022 in Bredbeck) und Mitgliederversammlung (02.12.2022 Online)

Die bundesweite Fachtagung „Klimagerechte Mädchen*arbeit – Impulse für eine kritische Umweltbildung“ findet dieses Jahr vom 26.-28.09.2022 in der Bildungsstätte Bredbeck (www.bredbeck.de) in Niedersachsen (30 km nördlich von Bremen) statt. Wir starten am Montag um 14:30 Uhr und enden am Mittwoch um 13:00 Uhr. Es warten spannende Vorträge, Workshops, eine Podiumsdiskussion, ein vielfältiges Rahmenprogramm und jede Menge Austausch auf Euch. Eine Anmeldung ist über die Bildungsstätte Bredbeck möglich. Die digitale Mitgliederversammlung der BAG Mädchen*politik findet am 02.12.2022 von 9:30 bis 15:30 Uhr statt. 

Jubiläumsveranstaltung: Fachstelle Mädchen*- und Jungen*arbeit JuMäX Jena e.V. (11.11.2022 in Jena)

Es wird eine bunte Veranstaltung aus Fachvorträgen, Workshops, Inspirationen und Impressionen. Wir freuen uns auf und über die fachliche und kollegiale Unterstützung aus den Bundesarbeitsgemeinschaften Mädchen*politik und Jungen*arbeit an diesem Tag und die Zusammenarbeit mit lokalen Akteur*innen. Wir freuen uns euch zu sehen auf unserer Fachveranstaltung am 11.11.22 im Volkshaus und/ oder unserer Party am Abend des 11.11.22. Anmeldungen an team@jumaex-jena.de. Weitere Informationen werden wir bis zu den Sommerferien veröffentlichen.

Veröffentlichungen/ Ausschreibungen

Comic erschienen: Das egalitäre Elterngeld-Modell

Im Comic begleiten wir ein Elternpaar, das entschieden hat, die verschiedenen Bausteine des Elterngeldes flexibel einzusetzen und sich Care-Verantwortung und Erwerbstätigkeit in den ersten anderthalb Jahren als Familie gleichberechtigter aufzuteilen. Der Comic entstand zusammen mit der Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung „Reformvorschläge für die Ausgestaltung des Elterngeldes“ und geht der Frage nach, wie ein zukünftiges Elterngeld-Modell aussehen könnte, wenn die vorgestellten Reformvorschläge umgesetzt sind. Die Studie und weitere Infos auf der FES-Homepage.

Neu erschienen: Broschüre zu sexualisierter Gewalt im Netz

Die neubearbeitete Auflage der Broschüre „Sexualisierter Gewalt im digitalen Raum begegnen. Kinder schützen und in ihren Rechten stärken“ der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e. V. zielt darauf ab, pädagogische Fachkräfte und Eltern für das Thema sexualisierte Gewalt im Netz zu sensibilisieren. Neben Begriffserklärungen und Empfehlungen, wie Kinder und Jugendliche befähigt werden können, sich selbst zu schützen, enthält die Broschüre auch eine Linksammlung mit pädagogischen Materialien und Kontaktdaten von Beratungsstellen. Die Broschüre steht kostenfrei zum Download zu Verfügung oder kann für 1,20€ als Printausgabe über die Homepage der AJS bestellt werden.

Ausschreibung: Ungehaltene Reden, ungehaltener Frauen von Wir Frauen

Zum zweiten Mal sind Frauen dazu aufgerufen, eine ungehaltene Rede einzureichen, um als eine von sechs Rednerinnen am 10.12.2022, dem Tag der Menschenrechte, das Wort zu ergreifen. Das Projekt bietet ungehaltenen Frauen ein Forum, ihre Stimme zu erheben und eine ungehaltene Rede zu einem für sie persönlich sowie gesellschaftlich wichtigen Thema zu verfassen und zu halten. Der Aufruf richtet sich an jede Person, die sich als Frau identifiziert und etwas zu sagen hat. Weitere Infos auf der Ungehalten Homepage.

Stellenausschreibungen

Die Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V. sucht eine*n Mitarbeiter*in

für den Bereich anonyme Inobhutnahme im Kontext Gewalt im Namen der Ehre im Großraum Stuttgart. Die Stelle hat einen Beschäftigungsumfang von 80%. Bewerbungsschluss: 15.07.2022.  Weitere Infos zur ausgeschriebenen Stelle finden Sie auf der Homepage der eva.

Stellenangebote im Bundesforum Männer e.V.

  • Leiter*in Verwaltung (w/m/d) im Bundesforum Männer e.V. (80 %)
  • Referent*in (w/m/d) Verbandsinterne Kommunikation im Bundesforum Männer e.V. (75 %)
  • Teamassistenz (w/m/d) im Bundesforum Männer e.V. (80 %)
  • Praktikant:in (w/m/d) im Bundesforum Männer e.V. (Bewerbungen sind nicht fristgebunden und können laufend eingesendet werden)

Die Bewerbungsfrist ist der 01.07.2022. Mehr Infos zu den ausgeschriebenen Stellen finden Sie auf der Homepage des Bundesforums.

Impressum

Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e.V. (BAG EJSA)
Wagenburgstraße 26-28
70184 Stuttgart

Tel.: 0711/16489-0
Email: mail@bagejsa.de

Verantwortlich für die BAG EJSA Gender_News:
Christine Lohn
Tel.: 030 28395314

Value Added Tax Identification Number
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