03.12.2020 - 03.12.2020

Vielfältige Mädchen*welten und Aufwachsen in prekären Lebenslagen

Vielfalt und Formen prekärer Lebenslagen nehmen zu und stellen Herausforderungen an die Soziale Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen*. Fachwissen und geschlechterreflexive Kompetenzen werden verstärkt in der konkreten Arbeit benötigt.

In einem ersten Fachvortrag werden von der Sozialpädagogin und Kriminologin Dr. Ines Pohlkamp die vielfältigen Lebenswelten von Mädchen* und jungen Frauen* in prekären Lebenslagen wie beispielsweise Wohnungslosigkeit, Flucht, Arbeitslosigkeit, Prostitution/ Sexarbeit, Menschenhandel und Armut dargestellt. Entwicklungslinien der Praxis von Mädchen*arbeit als pädagogische und bildungspolitische Praxis führen uns zu aktuellen rassismuskritischen, transintergeschlechtlichen und intersektionalen Perspektiven geschlechtersensibler Pädagogik und werden mädchen*politisch eingeordnet.

Ein zweiter Fachvortrag von der Autorin, freien Journalistin und Publizistin Julia Korbik nähert sich dem Thema Feminismus aus der Sicht junger Menschen und wie Mädchen* und junge Frauen* von heute sich selbst sehen und positionieren. Ihre Vielfalt und ihre Stärken werden sichtbar, Ansätze, Impulse und Visionen für aktuelle Auseinandersetzungen in der Mädchen*arbeit werden aufgezeigt. Nicht zuletzt geht es im Einsatz für Mädchen*- und Frauen*rechte um neue Formen der Kommunikation und Publizistik.

Die Tagung ist die Auftaktveranstaltung für das Certificate of Advanced Studies (CAS) Mädchen*(sozial)arbeit geschlechterreflexive Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* in prekären Lebenslagen.

Susanne Käppler

Referentin Mädchensozialarbeit und Gender Mainstreaming

T: 0711/ 1 64 89-44
M: kaeppler@bagejsa.de