Willkommen auf der Presseseite der BAG EJSA!

Auf dieser Seite finden Sie unsere Pressemitteilungen und einige grundsätzliche Informationen zur BAG EJSA. Gerne können Sie sich in unseren Presseverteiler eintragen lassen. Schicken Sie dazu eine E-Mail an blohmdontospamme@gowaway.bagejsa.de

Wir unterstützen Sie auch bei Ihrer Recherche und freuen uns, wenn Sie gezielte Informationen zu unseren Themen und Handlungsfeldern anfordern. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Informationen zur BAG EJSA

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) ist der bundesweite Zusammenschluss evangelischer Einrichtungen der Jugendsozialarbeit. Vierzehn Mitgliedsorganisationen aus der Evangelischen Jugendsozialarbeit, der Diakonie und der Evangelischen Jugendarbeit auf Bundesebene und landeskirchlicher Ebene sind in der BAG EJSA zusammengeschlossen. Diese drei "Säulen" sind in dem dreiköpfigen ehrenamtlich tätigen Vorstand vertreten. Die Hauptgeschäftstelle der BAG EJSA befindet sich in Stuttgart. Daneben gibt es noch Standorte in Bonn und Berlin.

Aktuelle Presseinformationen

Presseinformation 19.06.2020

Digitale Beratung ist Pflicht, nicht Kür!

Stuttgart/Bonn/Berlin 19.06.2020 Heute findet der erste Digitaltag in Deutschland statt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) engagiert sich seit vielen Jahren in der Initiative „Sozialer Zusammenhalt in der digitalen Lebenswelt“. Die BAG EJSA ist Gründungsmitglied der Initiative und hat bei der gemeinsamen Netzwerkarbeit auch die Konsequenzen und Anforderungen für benachteiligte und von Ausgrenzung bedrohte junge Menschen im Blick. Es geht ihr auch um die Herausforderungen für die Einrichtungen, die diese jungen Menschen beraten, begleiten und für sie Bildungs- und Ausbildungsangebote vorhalten.

Eine zunehmend wichtige Aufgabe in der Förderung von jungen Menschen ist die Beratung über digitale Medien. Diese Beratungswerkzeuge können bei der Bewältigung schwieriger Problem- und Lebenslagen und bei der Erreichung benachteiligter Jugendlicher vor Ort, in Regionen, aber vor allem auch in ländlichen Räumen helfen.

Qualifizierte Online-Beratung ist aus Sicht der BAG EJSA von hoher Wichtigkeit. Dabei ist die digitale „Beratung auf Distanz“ nicht nur als „Umweg“ zur face-to-face Beratung zu sehen. Am Beispiel des Projektes JMD4you – ein Online-Beratungsprojekt der Jugendmigrationsdienste unter Beteiligung aller Trägergruppen und der Leitung des JMD-Servicebüros - wird sichtbar, worauf es ankommt.

  1. Die Online-Beratung der Jugendmigrationsdienste setzt an den Bedürfnissen junger Menschen an. Bereits seit neun Jahren nutzen die Fachkräfte der Jugendmigrationsdienste den Weg der geschützten Mailberatung. Erreichbar ist das Angebot unter www.jmd4you.de.
  2. Ratsuchende Jugendliche benötigen eine sichere Plattform über die sie mit Berater*innen in Kontakt treten können.

 

Um derartige qualifizierte Beratungsinstrumente für die Strukturen, die Mitarbeiter*innen und Klient*innen zu entwickeln, braucht es gebündeltes Fachwissen.

Im Projekt JMD4you, das aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) kofinanziert ist, gibt es dafür eine Expert*innen-Gruppe. Diese ist bestehend aus JMD-Mitarbeiter*innen, externen Expert*innen zu den Themen Onlineberatung, IT, Datenschutz und Datensicherheit, Social Media und Marketing sowie aus ausgewählten Verantwortlichen aus der Landschaft der vier Trägerverbände der Jugendmigrationsdienste (AWO, BAG EJSA, BAG KJS und Freie Trägergruppe) auf Landes- und Bundesebene.

Die wissenschaftliche Begleitung der Online-Beratung der Jugendmigrationsdienste liefert zusätzliche wichtige Erkenntnisse für den Einsatz elektronischer Medien im Hinblick auf die Fragen:

  • wie die analogen Angebote der JMD digital ergänzt und weiterentwickelt werden können.
  • wie die bestehende mehrsprachige JMD Onlineberatung als digitale Brücke gerade in die ländlichen Räume ausgebaut und weiterentwickelt werden kann.
  • welche Qualifizierung für die Fachkräfte und Verbände entwickelt werden muss, um mit diesen neuen Anforderungen besser umgehen zu können.

Die bisherigen Erkenntnisse sind sehr positiv: Digitale Beratung ist gut! Und: Digitale Beratung geht nur mit qualifizierten Berater*innen!

Denn Fachkräfte, die Online-Beratung durchführen, müssen sich vorab mit den Besonderheiten medialer Beratungsformate vertraut machen. Primär geht es nicht darum, eine spezialisierte Software bedienen zu können, sondern um das Erlernen einer Kommunikation auf Distanz. „Eine solch qualifizierte Beratung ist z.B. über Messenger-Dienste nicht möglich.“ betont die Sprecherin des Vorstandes der BAG EJSA, Christiane Giersen in ihrem Statement zum bundesweiten Digitaltag. „Dazu werden entsprechende Formate, das Interesse der Träger und die Einsicht der Politik und Fördernden, dass eine digitale Zukunft auch für benachteiligte junge Menschen unabdingbar ist und mit den notwendigen Mitteln und Rahmenbedingungen ausgestattet werden muss benötigt!“

Presseinformation 8. Juni 2020

Wir sind #zukunftsrelevant - aej und BAG EJSA starten Kampagne zur Bedeutung der Kinder und Jugendarbeit

Stuttgart/Berlin, den 08.06.2020: Kinder und Jugendliche wollen endlich raus. Raus aus der heimischen Enge. Raus aus dem Stress mit Eltern und Lehrer*innen. Raus zu ihren Freundinnen und Freunden. Die Sommerferien bieten dazu beste Gelegenheiten. Denn trotz Corona wird auch dieser Sommer aktiv, fröhlich, bunt und unvergesslich sein. Dafür engagieren sich bundesweit die ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiter*innen aus der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit und der evangelischen Jugendsozialarbeit. Zusammen mit ihren Partner*innen, etwa aus Vereinen junger Migrant*innen, erarbeiten sie mit den lokalen Jugend- und Gesundheitsämtern Schutzkonzepte und Hygienestandards. Dabei entstehen kreative und verantwortungsvolle neue Ferien- und Freizeitformate.

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e.V. (BAG EJSA) sind begeistert über die vielfältigen und kreativen Aktionen und Ideen die bereits vor Ort entwickelt werden. Gemeinsam ermuntern sie alle noch Unentschlossenen dazu, ebenfalls aktiv zu werden und unvergleichliche Sommerferien für Kinder und Jugendliche zu organisieren. Mit ihrer gemeinsamen Kampagne „Wir sind #zukunftsrelevant“ wollen aej und BAG EJSA dieses Engagement untermauern und öffentlich hervorheben.

„Evangelische Kinder- und Jugendarbeit begegnet den Herausforderungen der Corona-Krise einfallsreich, risikobewusst und leistungsfähig“, unterstreicht aej-Generalsekretär Mike Corsa das beeindruckende Engagement und betont: „Kinder und Jugendliche brauchen gerade jetzt die verlässlichen Angebote der Kinder- und Jugendarbeit!“

Vor Ort werden flexible Angebote im nahen Sozialraum geplant, die - unter Umständen sogar periodisch - mit wenigen Kindern und Jugendlichen veranstaltet werden können. Freizeiten im Garten, digital-analoge Schnitzeljagden, Stadtralleys, Fahrrad- und Kanutouren, Jugendgottesdienste und Lagerfeuer. Und wenn es die Lage zulässt, vielleicht sogar mit einer Übernachtung im Freizeitheim um die Ecke.

„Für junge Menschen, die sich grundsätzlich schwer damit tun, Anschluss zu finden und zu halten, ist die aktuelle Situation noch schwieriger,“ so Christiane Giersen (Vorständin BAG EJSA), „sie brauchen vor allem verlässliche Angebote der Jugendsozialarbeit in ihrem sozialen Umfeld, um sich einlassen zu können.“

Mitgliedsverbände von aej und BAG EJSA entwickeln Ferienwochen-Konzepte und stellen Wochenpläne, Tagesstrukturen, Programm-Ideen und Hilfestellungen zur Verfügung, die vor Ort, mit viel Raum für individuelle Gestaltung, umgesetzt werden können. In diesem Zusammenhang ermutigt die Kampagne „Wir sind #zukunftsrelevant“ alle Aktiven, sich Verbündete und Kooperationspartner*innen zu suchen - im Kirchenkreis, in der Jugendsozialarbeit, bei anderen Jugendverbänden, bei Kreis- und Stadtjugendringen oder dem örtlichen Jugendamt.

Die wichtigen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit und niederschwelligen Angebote der Jugendsozialarbeit werden trotzdem aktuell nur sehr zögerlich geöffnet. Gleichzeitig werden bereits jetzt auf kommunaler Ebene Stellen in diesem Bereich ersatzlos gestrichen. Auch hier hakt die Kampagne „Wir sind #zukunftsrelevant“ ein und fordert Politik, Kirche und Verwaltung auf, sich dafür einzusetzen, dass für Kinder und Jugendliche das Recht zu partizipieren auch in Zeiten von Corona gelten muss. Die gesellschaftliche Bedeutung von Kinder- und Jugend(verbands)arbeit ebenso wie von Jugendsozialarbeit für junge Menschen muss in der öffentlichen Diskussion bleiben.

Weiter Informationen erhalten Sie unter www.zukunftsrelevant.de

Presseinformation 15. Mai 2020

Trotz Corona-Krise: Ausbildung für alle jungen Menschen sichern

Berlin/Stuttgart, den 15. Mai 2020: Anlässlich der Veröffentlichung des Berufsbildungsbericht 2020 macht die BAG EJSA auf weitere mögliche schwerwiegende Folgen der Corona-Krise aufmerksam: „Mit großer Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass Maßnahmen zur Eingrenzung der Covid-19-Pandemie die berufliche Bildung im Kern treffen. Ausbildungseinrichtungen sind eng mit der der Wirtschaft verbunden, besonders kleine und mittlere Unternehmen ringen um ihre Existenz. Gerade sie sind es aber, die junge Menschen mit besonderen Unterstützungsbedarfen Ausbildung und Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen“, so Petra Densborn, Vorständin der BAG EJSA und Regionalvorständin des CJD Deutschland, einem der größten Anbieter von Maßnahmen beruflicher Bildung für benachteiligte junge Menschen.

Einig sind sich die Expert*innen, dass die Wirtschaftsleistung im Land zumindest kurzfristig deutlich sinken wird. Die Folgen der Pandemie werden aller Voraussicht nach in Deutschland zu einer schweren Rezession führen. Wie groß das Ausmaß der Krise ist, verdeutlichen zwei Zahlen: Insgesamt bilden nur noch knapp 430.000 Betriebe in Deutschland aus – schon Mitte April haben rund 725.000 Unternehmen Kurzarbeit angemeldet. Aufgrund von massiver Kurzarbeit, Betriebsschließungen und wirtschaftlichen Einbußen als Folge der Pandemie ist zu befürchten, dass Betriebe ihr Ausbildungsengagement radikal einschränken. Die Ergebnisse einer aktuellen bundesweiten Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks belegen, dass ein Viertel aller Handwerksbetriebe trotz des Fachkräftemangels für das kommende Ausbildungsjahr weniger Lehrstellen besetzen will. Einmal gestrichene Ausbildungsplätze sind erfahrungsgemäß oft auf Dauer verloren. Dieser zu erwartende drastische Rückgang beim Abschluss von Ausbildungsverträgen wird zu einer verstärkten Selektion bei der Auswahl Auszubildender führen. Junge Menschen mit Beeinträchtigungen, die mit Haupt- und Förderschulabschluss oder ohne eine formale Qualifikation in die berufliche Bildung gehen wollen, werden die Verlierer*innen sein. Das darf nicht zugelassen werden.

In der aktuellen Krise haben die Träger der beruflichen Bildung große Anstrengungen unternommen, um alternative Lernformen zu entwickeln. Dabei zeigte sich erneut, dass viele junge Menschen nicht über die nötige digitale Ausstattung verfügen. Junge Menschen aus sozial benachteiligten und bildungsfernen Elternhäusern sind auch hier besonders betroffen. Auch die Bildungseinrichtungen haben großen Bedarf an moderner technischer Infrastruktur für guten, digitalen Fernunterricht. „Wir brauchen einen Digitalpakt für berufliche Bildung. Mit oder ohne Corona-Krise: Digitalisierung ist eine weiter wachsende Herausforderung, insbesondere für die überwiegend öffentlich finanzierten Bildungsträger“, betont Petra Densborn. Die Bereitstellung der notwendigen Hard- und Software, stabiler Netzverbindungen und adäquater Sicherheitstechnik sei oft mit Kosten verbunden, die nicht refinanziert werden. Um eine gute Ausbildung für alle jungen Menschen sichern zu können bedürfe es hier mehr Unterstützung für die Einrichtungen und Dienste der Jugendsozialarbeit.

Die BAG EJSA unterstützt die Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) mit seiner Forderung nach einem Schutzschirm für Ausbildung – gemeinsam mit Bund, Ländern und Arbeitgebern. Dazu müssen zumindest in den kommenden beiden Jahren neben der betrieblichen Ausbildung verstärkt auch außerbetriebliche Plätze angeboten werden. Dafür sind staatliche Mittel notwendig. Ohne geeignete Schutzschirm-Maßnahmen ist zu befürchten, dass sich die bestehende soziale Ungleichheit auf dem Ausbildungsmarkt weiter drastisch verschärft. Dies wäre ein Armutszeugnis für eines der reichsten Länder der Welt – und eine gesellschaftliche Katastrophe, deren Ausmaß nicht abschätzbar ist.

Presseinformation 6. März 2020

GEW und EJSA: „Mehr Qualität in der dualen und vollzeitschulischen Ausbildung – Ausbildungsgarantie für alle jungen Menschen!“

Berlin, den 6. März 2020: Für mehr Qualität in der Ausbildung machen sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) mit Blick auf die heute veröffentlichte „Integrierte Ausbildungsberichterstattung“ des Statistischen Bundesamtes stark. „Die Zahl der Anfänger in der Berufsausbildung ist mit 730.000 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Im bislang wenig beachteten Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen haben allein 186.000 junge Menschen eine vollzeitschulische Ausbildung aufgenommen. Das bedeutet einen Anstieg von gut 30 Prozent gegenüber 2005. Deshalb müssen diese nicht dualen Berufe dringend aufgewertet werden“, sagte Ansgar Klinger, für Berufliche Bildung und Weiterbildung verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied, am Freitag in Frankfurt a.M. Die Zahl der Anfänger in dualen Berufen sei hingegen mit gut 492.000 leicht gesunken. Klinger betonte, dass die Abbrecherquote in der Ausbildung bei mehr als 25 Prozent liege, in einigen Berufen sogar bei über 50 Prozent. „Das sind Fehlentwicklungen, die ein genaues Überprüfen der Ausbildungsqualität erfordern. Diese Zahlen müssen Konsequenzen haben, wenn man die berufliche Bildung stärken will“, unterstrich der GEW-Berufsbildungsexperte.

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