10.12.2019 - 14.12.2019

Fachkräftebegegnung Drop-out Armut und soziale Ausgrenzung

Soziale Ausgrenzung und Drop-out sind zentrale Herausforderungen für die soziale Arbeit. Welche jungen Menschen als „ausgegrenzt“ betrachtet werden ist vom jeweiligen sozialen Kontext abhängig. Dementsprechend sind auch die Konzepte und Maßnahmen in der Türkei und in Deutschland unterschiedlich. Aufsuchende Arbeit, Streetwork, Angebote für Straßenkinder, Bildungsangebote und niederschwellige Wohnangebote sollen Themen dieses Fachkräfteaustauschs sein.

Im Rahmen des Fachkräfteaustauschs werden sich die Teilnehmenden mit der Situation von jungen Menschen in der Türkei auseinandersetzen, die sozial ausgegrenzt sind, ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben und/oder wohnungslos sind. Potentiale und Herausforderungen der Ansätze in den beiden Ländern sollen – auch unter Berücksichtigung der staatlichen Vorgaben - vorgestellt und besprochen werden. Deshalb wird neben Hospitationen in Einrichtungen auch der Fachdiskussion und dem Erfahrungsaustausch zwischen den deutschen und türkischen Fachkräften eine Plattform geboten.

Der Austausch richtet sich an Fachkräfte, die in den Arbeitsfeldern Streetwork, Mobile Jugendarbeit, aufsuchende Arbeit und Wohnungslosenhilfe mit jungen Menschen. Die Partnergruppe auf türkischer Seite besteht vorrangig aus Mitarbeiter*innen staatlicher Institutionen.

Von deutscher Seite können maximal 8 Personen teilnehmen. Maßgeblich für die Auswahl der Teilnehmenden ist der Bezug ihrer Arbeitsinhalte zum Thema. Ferner sollen die Teilnehmer*innen darstellen, auf welche Weise die Seminarerfahrungen weitergegeben und praktisch umgesetzt werden können und welche Anknüpfungspunkte ihre Arbeit hierfür bietet. Die Beherrschung der türkischen oder englischen Sprache ist von Vorteil, aber kein (wesentliches) Kriterium zur Auswahl der Teilnehmenden. Das gesamte Programm wird übersetzt.

Neben dem Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmer*innen, steht die Förderung eines gegenseitigen Verstehens der gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhänge und Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. So soll ein Beitrag zum besseren Verständnis der Arbeit in beiden Ländern geleistet werden.

Claudia Seibold

Referentin für Bildung und Migration

Telefon: 0711 / 1 64 89-40
Mail: seibold@bagejsa.de