Modellprojekte

Mit der Konzipierung, Durchführung und Evaluation von Modellprojekten greifen wir neue Themen, neue Ansätze und neue Anforderungen in der Jugendsozialarbeit auf. Exemplarisch werden in einzelnen Handlungsfeldern der Jugendsozialarbeit Pilotprojekte durchgeführt. Die Erfahrungen und Ergebnisse aus diesen Projekten werden dokumentiert und der Fachöffentlichkeit und den Fachkräften in den Einrichtungen der Jugendsozialarbeit zugänglich gemacht.

Chancen- und Geflüchteten-Patenschaften

1.1.-31.12.2019

Das Bundesfamilienministerium fördert und unterstützt mit dem Bundesprogramm "Menschen stärken Menschen" bürgerschaftliches Engagement in Form von Patenschaften. Die BAG EJSA e.V. ist über die Diakonie Deutschland in das Projekt eingebunden.

Als Pat*innen im Kontext der BAG EJSA verstehen wir Ehrenamtliche, die junge Menschen, die in den evangelischen JMD begleitet werden, durch ihr ehrenamtliches Engagement beim Ankommen in Deutschland unterstützen.

Dig.it - digitale Zugangsstrukturen für die Erstintegration

1.1.2019 - 31.12.2021

Das Projekt wird Antworten auf folgende Fragen liefern:

  • Wie stellen sich die Fachdienste der Migrationsberatung im Zeitalter der Digitalisierung professionell auf?
  • Welche digitalen Wege werden entwickelt, um frühzeitigere Zugänge zu Erstintegrationsmaßnahmen zu erhalten?
  • Und welche digitalen Werkzeuge (mobile Anwendungen) – die unter direkter Beteiligung von Mitarbeitenden und Usern entwickelt werden, um optimal auf deren Anforderungen abgestimmt zu sein – können die Migrationsberatung sinnvoll und effektiv ergänzen und unterstützen?

Die Projektergebnisse werden die Qualität und Reichweite der Migrationsberatung verbessern, da die Digitalisierung Möglichkeiten schafft, die bislang nur teilweise erreichten Zielgruppen (z.B. in ländlichen Räumen) zu erreichen und für eine zügige Erstintegration zu gewinnen.

 

New Perspectives- Gender Sensitive Approaches in Youth Work

1.10.2018 - 30.11.2020

In einem partizipativen Projekt soll die geschlechterbezogene Arbeit weiterentwickelt, ausprobiert und im Anschluss in Deutschland und anderen europäischen Ländern verbreitet werden. Wir wollen für Rollenbilder, Rollenerwartungen an junge Frauen* gleichermaßen wie an junge Männer* und geschlechterbezogene Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung sensibilisieren und Methoden aufzeigen, um das Thema "Geschlecht und Rollenerwartungen, Identität und Persönlichkeitsentwicklung" in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen bearbeitbar zu machen.

Andererseits möchte dieses Projekt Jugendlichen auch in den beteiligten Partnerländern zu diesem Thema Gehör verschaffen. Wir möchten voneinander erfahren, wie Rollenklischees, Rollenerwartungen und ggf. auch Benachteiligung aufgrund von Geschlecht bei der Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung erlebt, was dazu gedacht und welche Möglichkeiten einer Veränderung gesehen wird. Jungen Menschen, ihren Erfahrungen und den daraus resultierenden Veränderungswünschen soll Gehör verschafft und professionelle pädagogische Fachkräfte davon in Kenntnis gesetzt werden.

Vom Klick- zum Blickkontakt - Vorintegrative Onlineberatung

1.7.2018 - 30.06.2020

Ein Online-Team von rund 30 beratungserfahrenen MitarbeiterInnen der Jugendmigrationsdienste ist für die Jugendlichen da. Bei Bedarf können sich die Jugendlichen registrieren lassen. Sie können so Webmail-Beratung und Chat-Sprechstunden in Anspruch nehmen oder an speziellen Themenchats teilnehmen.

Über das klassische Beratungsangebot hinaus bietet die Online-Plattform jmd4you seit kurzem ein moderiertes Forum an, in dem sich die Jugendlichen auch untereinander austauschen können. In Rubriken wie "in der alten Heimat", "Schule, Ausbildung, Beruf", "in der Familie" oder auch "Liebe, Partnerschaft und Heirat" kann ohne den Druck einer klassischen Beratungssituation über alles diskutiert werden, was mit dem Leben in der neuen Heimat Deutschland zu tun hat.

Die Chat-Termine und weitere Erläuterungen zum Projekt finden Sie unter www.jmd4you.de. Nähere Informationen zu den Jugendmigrationsdiensten sind unter http://www.jugendmigrationsdienste.de/ abrufbar.

Respekt-Coaches/ Anti-Mobbing-Profis bei den Jugendmigrationsdiensten

Start 1.10.2018

Im Programm Respekt Coaches lernen Jugendliche, sich vor Radikalisierung zu schützen. Dafür sind speziell geschulte JMD-Mitarbeitende an bundesweit über 170 Standorten im Einsatz, die gemeinsam mit Schulen und Trägern der Politischen Bildung sowie der Radikalisierungsprävention individuelle Gruppenangebote entwickeln. Das Motto des vom Bundesministrium für Familie, Senioren Frauen und Jugend finanzierten Programm, das im Oktober 2018 startete: Lass uns reden! Reden bringt Respekt. In evangelischer Trägerschaft und koordiniert von der BAG EJSA arbeiten aktuell Respekt Coaches an 49 Standorten.

Jugendmigrationsdienst im Quartier

Im Modellprojekt Jugendmigrationsdienst im Quartier (JMD-iQ) wird an zunächst 16 Modellstandorten erprobt, wie die Lebenssituation und -welten der BewohnerInnen verbessert und das soziale Zusammenleben gestärkt werden kann. Dafür sollen strukturelle Veränderungsprozesse angestoßen, Zugangsbarrieren zu sozialen Diensten und Angeboten im Quartier identifiziert, abgebaut und die Aktivierung und Beteiligung der BewohnerInnen des Quartiers gefördert werden. Die Netzwerke und Kooperationen zwischen JMD, Quartiersentwicklung und relevanten Partnern sollen dafür ausgebaut und sozialraumorientierte Konzepte/Angebote für lokale Bedarfe entwickelt werden. In Mikro-Projekten werden strukturelle bzw. themenorientierte Angebote auf zentrale Bedarfe im Quartier entwickelt und umgesetzt. Die 16 Modellstandorte befinden sich in „Soziale Stadt“-Gebieten und sind an bestehenden JMD eingerichtet.

 

Seit Herbst 2017 fördern das Bundesfamilien- und das Bundesumweltministerium gemeinsam Maßnahmen, die Jugendlichen in sozial benachteiligten Quartieren stärken. Jedes Bundesland wird mit einem Modellprojekt unterstützt, das lebendige Nachbarschaften fördern und den sozialen Zusammenhalt zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund stärken soll.