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5. Fachkräfte in der Arbeit mit Jungen: der Jungenarbeiter/-pädagoge

Wirkung und Erfolg der Jungensozialarbeit hängen maßgeblich von der Person des Jungenarbeiters ab. Die wichtigste „Methode“, das wichtigste Handwerkszeug ist der Jungenarbeiter selbst: Er wirkt durch seine Kompetenz und seine Professionalität. Die Fachlichkeit des Jungenarbeiters ist geschlechterbezogen doppelt gefordert: in Bezug auf die Jungen, aber auch in Bezug auf sich selbst – das heißt beim Jungenarbeiter „als Mann“. Jungenarbeiter in der Jungensozialarbeit zu sein ist eine anspruchsvolle Aufgabe, weil er mit Jungen in schwierigen Lebenslagen arbeitet. Dabei gestaltet sich auch das Männliche der Jungen oft als schwierig, und das stellt an den Jungenarbeiter „als Mann“ ebenfalls besondere Anforderungen.  

Persönliche Weiterentwicklung und die Auseinandersetzung des Pädagogen mit seiner Geschlechtlichkeit sind wesentliche Voraussetzungen für gelingende und vielseitige Jungensozialarbeit. Deshalb gehört es zur Basisqualität der Jungensozialarbeit, dass sich der Jungenarbeiter mit seinem Mann- und Männlich-Sein auseinandersetzt. Zur Qualifizierung des Jungenarbeiters gehören zudem unbedingt Kenntnisse über die Jungen, mit denen er arbeitet: ihre Lebenslagen, Schwierigkeiten, Stärken. Daneben braucht er ein Wissen darüber, wie Geschlechtlichkeit zu denken und wie mit ihren Phänomenen fachlich umzugehen ist. Auch über ein angemessenes Methodenrepertoire sollte er verfügen, um in seinem jeweiligen beruflichen Feld nicht nur reden, sondern tatsächlich pädagogisch arbeiten zu können. Idealerweise verfügt er auch über die Fähigkeit, Jungensozialarbeit konzeptionell zu entwickeln, zu verankern und fortzuschreiben. Schließlich ist der Jungensozialarbeiter auch fachlich vernetzt: Mit anderen Kollegen aus der Jungen(sozial)arbeit und mit Kolleginnen, die sich mit Jungen oder Geschlechterthemen auskennen.

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