Jahresthema 2011

Lebensmittel Bildung!

Evangelische Jugendsozialarbeit für Befähigung und Teilhabe


Die Angebote und Hilfen der Jugendsozialarbeit haben zum Ziel, junge Menschen dazu zu befähigen, selbstständig und eigenverantwortlich ihr Leben zu gestalten und an der Gesellschaft teilzuhaben. Geht es um das, was sozialpolitisch und jugendpolitisch gesehen erreicht werden soll, so stehen zurzeit Begriffe wie Befähigungsgerechtigkeit, Chancengerechtigkeit, Teilhabe, Menschenrechtsbildung, Bildung zur Nachhaltigkeit und Inklusion in der Diskussion. Daran wird deutlich, von welch zentraler Bedeutung Bildung bei der Förderung junger Menschen ist.

 

Welchen Beitrag leistet die Jugendsozialarbeit zur Bildung? Wie müssen die Angebote gestaltet werden, damit eine nachhaltige Bildung ermöglicht wird? Wo gibt es gute und erfolgreiche Beispiele dafür? Diese Fragen stellt die BAG EJSA in den Mittelpunkt der Arbeit an ihrem Jahresthema 2011.

 

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Bildung in der Elternarbeit

Die Familie als maßgebliche Bildungsinstitution anerkennen und fördern

Sorina Miers, Projektleiterin Elternarbeit in der Jugendsozialarbeit

Schon Konfuzius wusste: "Die Eltern sind verpflichtet, die Seele der Kinder zu prägen." Kinder brauchen Sicherheit von und bei ihren engsten Bezugspersonen. Sie müssen selbstbewusst und im seelischen Gleichgewicht sein, um den Mut zu haben, in die Welt zu gehen und diese voller Neugierde und Tatendrang zu entdecken. Das seelische Gleichgewicht entsteht, wenn eine gute Bindung zu den Eltern, die in den allermeisten Familien die Bezugspersonen sind, gegeben ist.

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Jugendmigrationsarbeit und Bildung

Zum Ausgleich von Bildungsbenachteiligung beitragen, Zugangsbarrieren abbauen

Rebekka Hagemann, Referat Migration und Integration

Junge Menschen mit Migrationshintergrund sind im deutschen (formalen) Bildungssystem vielfach benachteiligt – das haben Studien auch in den letzten Jahren immer wieder belegt.

Die Jugendmigrationsdienste in diakonischer Trägerschaft leisten als Migrationsfachdienste einen wichtigen Beitrag zum Ausgleich von Bildungsbenachteiligung. Jugendmigrationsarbeit versteht sich aber nicht nur als Unterstützungs­system für junge MigrantInnen und ihre Eltern, sondern sie nimmt in gleichem Maße eine wichtige gesellschaftliche Funktion wahr, indem sie sich für gegenseitige Toleranz, den Abbau von Zugangsbarrieren für zugewanderte junge Menschen und Maßnahmen gegen Diskrimi­nierung einsetzt und die Öffentlichkeit für die Bedarfe und Potenziale junger Menschen mit Migrationshintergrund sensibilisiert.

In Bezug auf das deutsche Bildungssystem heißt das, dass Defizite des Bildungssystems nicht dauerhaft durch Spezialangebote für junge Menschen mit Migrationshintergrund aufge­fangen werden können. Dies würde zur Reproduktion von Differenz, Diskriminierung und Bildungsbenachteiligung beitragen. Vielmehr muss das Bildungssystem in Anerkennung der Realität einer sozial heterogenen Einwanderungsgesellschaft so gestaltet werden, dass es dazu beiträgt, soziale Ungleichheiten (sogenannte herkunftsbedingte Effekte) zu reduzieren und allen SchülerInnen ein Bildungsniveau zu garantieren, das ihnen eine angemessene Lebensführung ermöglicht.

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Wer bereitet dem Raben die Speise, wenn seine Jungen zu Gott rufen und irrefliegen, weil sie nichts zu essen haben?

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Der Herr ist reich für alle, die ihn anrufen.

Römer 10,12

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