Gender Mainstreaming

Durch die Umsetzung von Gender Mainstreaming will die BAG EJSA Geschlechtergerechtigkeit für Frauen und Männer bzw. Mädchen und Jungen in allen Bereichen und auf allen Ebenen erreichen.

Grundlagen für die Aktivitäten im Verband der BAG EJSA bilden die Beschlüsse des Hauptausschusses und der Mitgliederversammlung im Jahr 2003. Hier wurden die "Selbstverpflichtung der BAG EJSA" und die "Umsetzungsstrategie Gender Mainstreaming für die BAG EJSA" verabschiedet.

 

Definition des Europarates 1998

"Gender Mainstreaming besteht in der (Re-)Organisation, Verbesserung, Entwicklung und Evaluierung der Entscheidungsprozesse, mit dem Ziel, dass die an politischer Gestaltung beteiligten AkteurInnen den Blickwinkel zwischen Frauen und Männern in allen Bereichen und auf allen Ebenen einnehmen." (Übersetzung von Mückenberger und Tondorf)

 

Die Wurzeln des Gender Mainstraming

Die Wurzeln des Gender Mainstreaming Prinzips liegen in der weltweiten Frauenbewegung. In den ersten drei Weltfrauenkonferenzen wurden Empfehlungen für die Verbesserung der Lage der Frauen verabschiedet.

  • 1985 wurde bei der 3. Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen in Nairobi Gender Mainstreaming als politische Strategie vorgestellt.
  • 1993 war erstmals die "Chancengleichheit für Frauen und Männer" im EU-Strukturfonds verankert.
  • 1995 erhielt die neue Strategie ihren Namen: Gender Mainstreaming
  • Im Amsterdamer Vertrag verpflichteten sich 1996 alle Staaten der Europäischen Union das Gender Mainstreaming Prinzip bei ihrer Politik anzuwenden.
  • Es folgte 1999 der Beschluss des Bundeskabinetts zum Programm "Frau und Beruf" mit folgendem Satz: "Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist durchgängiges Leitprinzip der Bundesregierung und soll als Querschnittsaufgabe (Gender Mainstreaming) gefördert werden (Art. 2, 3, EGV)".
  • Einer interministerielle Steuerungsgruppe Gender Mainstreaming wurde in 2000 unter der Federführung des BMFSFJ konstituiert. Aufgabe ist es Gender Mainstreaming in die laufende Arbeit aller Ressorts zu implementieren.
  • Seit dem 1. Januar 2001 ist mit den geltenden Kinder- und Jugendplanrichtlinien Gender Mainstreaming als Leitprinzip verpflichtend vorgegeben.

 

 

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