
Junge MigrantInnen als Lotsen
Freiwilligendienste im Jugendmigrationsdienst
Unter dem Motto engagiert? - was sonst! hat das Projekt JuMiLo zum Ziel, freiwilliges Engagement junger Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern, sichtbar zu machen und anzuerkennen.
Bundesweit sind 15 Jugendmigrationsdienste (JMD) in Trägerschaft der Bundesarbeitsgemeinschaft evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA), des Internationalen Bunds (IB), der Bundesarbeitsgemeinschaft katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS), der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und des Paritätischen Gesamtverbands am Projekt beteiligt.
Junge Menschen mit Migrationshintergrund leisten einen Freiwilligendienst über einen Zeitraum zwischen 3 und 24 Monaten im JMD ab. In der Woche engagieren sie sich zwischen 3 und 20 Stunden freiwillig mit Tätigkeiten, die sie selbst gemeinsam mit der Projektleitung im JMD entwickelt und geplant haben. So stehen die Interessen und Kompetenzen der Freiwilligen im Zentrum des Dienstes. Die jungen Menschen nehmen an begleitenden Reflexions- und Planungstreffen teil und besuchen Seminare mit bildendem, qualifizierendem und orientierendem Charakter.
Durch den Freiwilligendienst entwickeln die jungen Menschen ihre Kompetenzen weiter und gewinnen Selbstvertrauen. Ihr Engagement wird wahrgenommen und anerkannt. Dadurch trägt das Projekt zu einem positiveren gesellschaftlichen Bild von jungen Menschen mit Migrationshintergrund bei und schafft für diese Engagementmöglichkeiten, die sie gerne und motiviert nutzen.
Die Leitung und Koordination von JuMiLo liegt bei der BAG EJSA.
Die Laufzeit des Projekts beträgt 3 Jahre; gefördert wird es aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds (EIF) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
Die Praxis
Die Freiwilligen stehen als LotsInnen anderen jungen MigrantInnen, vor allem Drittstaatenangehörigen, zur Verfügung. Sie richten ihre Angebote darüber hinaus auch an Menschen ohne Migrationshintergrund unterschiedlichen Alters.
Die Freiwilligen übernehmen persönliche Partnerschaften in Fragen der Alltags- und Freizeitgestaltung. Sie leiten Gruppen im Bildungsbereich wie zum Beispiel Sprachförderung, Nachhilfe oder Bewerbungstraining und sie sind im Freizeitbereich mit Sportgruppen und künstlerischen Angeboten engagiert.
Projektstandorte
JMD Gütersloh, Essen, Lampertheim, Neumarkt, Viersen, Stadtallendorf, Berlin, Freudenstadt, Bonn, München, Hannover, Soest, Nürnberg, Jena und Schweinfurt.
Verein(t) gegen Rechtsextremismus
Jugendliche aus dem Projekt "JuMiLo" haben neben Spitzensportlern und FußballfreestylerInnen bei der Kampagne "Verein(t) gegen Rechtsextremismus" mitgewirkt.
>> Zum Spot „Niemand im Abseits“
>> Zum Spot „freestyle statt Einheitsbrei"
>> Zum Spot „machen was ich will"
>> Zum Spot "anders sein"
Projektleitung
Maike Herrmann
Wagenburgstr. 26-28
70184 Stuttgart
T: 0711 - 16489 - 42
F: 0711 - 16489 - 11
E-Mail: m.herrmann@bagejsa.de
Weitere Informationen zum Projekt finden sie hier


